Der Mann, dessen Vater Abdullah hieß
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Viel wurde in den vergangenen Wochen über Remigration gesprochen. Da sticht die Nachricht, dass demnächst Cem Özdemir Ministerpräsident von Baden-Württemberg wird, positiv aus der Flut der schlechten Nachrichten heraus.
Özedemir ist in der deutschen Politik kein Unbekannter. Er war Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, für Forschung und Bildung und er war Parteichef der Grünen.
Der Mann, dessen Vater Abdullah hieß, hat den Aufstieg vom Gastarbeiterkind zum – demnächst – Ministerpräsidenten geschafft. Das lag an seinem blassen CDU-Kontrahenten, an seiner realpolitischen Bodenständigkeit, seinen Nehmerqualitäten und seiner großen politischen Erfahrung. Dass Özdemir mitten im Wahlkampf auch noch werbewirksam geheiratet hat, dürfte ihm bei den Wählerstimmen nicht wirklich geschadet haben.
„Was für eine Kampagne! Was für eien Aufholjagd“.
Südtirols Grünen-Landtagsabgeordnete Brigitte Foppa jubelte auf Facebook: „Was für ein Tag! Ich gratuliere unserem Freund Cem Özdemir von ganzem Herzen zum Wahlsieg. Wie er selbst sagte: Was für eine Kampagne! Was für eine Aufholjagd! Cem hat daran geglaubt, die Grünen haben daran geglaubt, Baden Württemberg hat es möglich gemacht - das Ländle bleibt in grün regierter Hand. Glaubwürdig und bestimmt, verantwortungsvoll und progressiv, bodenständig und verlässlich. Wir freuen uns mit BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Baden-Württemberg!“
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Özdemirs Vorgänger, Winfried Kretschmann, hat die Grünen in Baden-Württemberg salonfähig gemacht und 15 Jahre das Bundesland mit rund 11 Millionen Einwohnern regiert. Demnächst aber regiert ein türkischstämmiger Grüner das Ländle, in dem Mercedes Benz und Porsche gebaut werden, in dem die Menschen mehrheitlich skeptisch auf das Verbrenneraus blicken, und es nicht mochten, als Friedrich Merz auf Bundesebene die Schuldenbremse lockerte. Ein schwäbischer Schlager lautet: „Schaffe, schaffe, Heissle baue und net nach de' Mädle schaue“.
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AfD verdoppelt Stimmen und wird drittstärkste Kraft im Ländle
Auf Platz zwei in der Wählergunst landet in Baden-Württemberg die CDU, die SPD hat Glück nicht aus dem Landtag geflogen zu sein, die FDP ist rausgeflogen und die AfD? Die hat die Stimmen verdoppelt und ist drittstärkste politische Kraft im Ländle.
Schaut man sich an, wer die Rechtsausleger in Baden-Württemberg gewählt hat, stellt man schnell fest, dass es wieder einmal die Mobilisierung der Nichtwähler war, die den Rechten die meisten Stimmen brachte. Danach folgen Überläufer von der CDU und dann – man höre und staune - von der FDP. 60.000 Stimmen konnte die AfD bei den FDP-Wählern abgrasen und dass ist keine Kleinigkeit für eine Partei, die als bürgerliche Partei nicht nur für Neoliberalismus steht, sondern auch und vor allem für Bürgerrechte und Rechtsstaatlichkeit.
Fazit: Baden-Württemberg beweist mit der Wahl des grünen Gastarbeiterkindes Özdemir große politische und gesellschaftliche Reife und mit dem Erstarken der AfD genau das Gegenteil.
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Man muss über das…
Man muss über das Demokratieverständnis, vor allem über jenes aus einer bestimmten Ecke immer wieder staunen, bzw, den Kopf schütteln.
Nachdem die Demokratie bekanntermaßen vom politischen Wettbewerb und vom Rittern um Inhalte lebt, die sich im legitim angebotenen Parteienspektrum widerspiegeln, muss es verwundern , wie der Autor dazu kommt manchen Wählern (je nach Partei, die sie wählen) politische und gesellschaftliche Reif zuzugestehen und manchen nicht.
Wie gesagt das Wahlergebnis ist was es ist, was es ist...........
Und die Wähler wählen jene von denen sie annehmen dass diese ihre Interessen vertreten und da diese Interessen verschieden sind, gibt es kein reif oder unreif.
In diesem Fall war es laut einhelligen Analysen vor allem die Person Özdemir selbst die für die 0,5 Prozent Mehrheit (bei Sitzegleichheit) gesorgt hat.
Nun sind auch verschwindend geringe Mehrheiten eben Mehrheiten und die Wähler haben entschieden.
Und Cem Özdemir wird wie jeder andere zeigen müssen wie er dem Wählerauftrag gerecht wird.
Antwort auf Man muss über das… von Milo Tschurtsch
„Man muss über das…
„Man muss über das Demokratieverständnis, vor allem über jenes aus einer bestimmten Ecke immer wieder staunen, bzw, den Kopf schütteln.“
Sie meinen bestimmt die AgD und da ist Kopfschütteln mehr als angebracht.
Die AgD Wähler zählen nun mal nicht zu den hellsten Kerzen am Baum.
Antwort auf „Man muss über das… von Stefan S
Sagte ich ja und somit…
Sagte ich ja und somit bestätigt: Wählerbashing anstatt Demokratieverständnis (was die AgD Wähler sind. erschließt sich wohl nur Ihnen selbst :-) , wahrscheinlich sind dies die hellsten Kerzen auf der Torte, übrigens:-))
Antwort auf Sagte ich ja und somit… von Milo Tschurtsch
Beim Wählerbashing gebe ich…
Beim Wählerbashing gebe ich Ihnen recht, man muss nicht unreif sein, um die AfD zu wählen, da gibt es noch viele andere Gründe.
Und eine Frage, wieviele der gewählten „AfD-Kerzen“ kennen Sie denn, von wegen helle?
Ich kenne leider keinen der gewählten Vertreter in Ba-Wü, Özdemir habe ich zwar einmal persönlich getroffen, aber von „kennen“ würde ich deshalb nicht sprechen.
Ich halte mich da eher an das Wahlprogramm.
Antwort auf Sagte ich ja und somit… von Milo Tschurtsch
Was Sie hier mit…
Was Sie hier mit Wählerbashing versuchen zu negieren ist leider die Realität. Wird Ihnen jeder Wahlforscher bestätigen.
Schwarz-blau hat eine…
Schwarz-blau hat eine eindeutige Mehrheit. Vox populi, vox dei.
Eine Neuauflage von grün-schwarz wird bei der nächsten Wahl weitere Wähler zur AfD treiben, wenn man nicht endlich vom Links-Kurs abkommt und eine Politik der Mitte macht.
Antwort auf Schwarz-blau hat eine… von Oliver Hopfgartner
Noch mehr Mitte als die…
Noch mehr Mitte als die letzten 10 Jahre in Ba-Wü wird aber schwierig, wenn man nicht gerade die AfD als die Mitte definiert.
Antwort auf Schwarz-blau hat eine… von Oliver Hopfgartner
Insbesondere sollte man auch…
Insbesondere sollte man auch beachten, dass wir in Ba-Wü mit Kretschmann durchaus erfolgreich und zufrieden waren, was sich ja auch im Wahlergebnis deutlich ausdrückt.
Zitat: „Schwarz-blau hat…
Zitat: „Schwarz-blau hat eine eindeutige Mehrheit. Vox populi, vox dei“:
Schwarz-Grün hat die eindeutige Mehrheit. Vox populi, vox dei.