Politik | Acca Larentia

Daumen Hoch für „saluti romani“?

Bruno Borin, Nr. 2 der Liste der Fdi, likt den Post eines Ex-Casapounds-Rats auf Facebook zu Acca Larentia, nun hagelt es heftige Kritik vom PD Leifers.
Bruno Borin, Fratelli D'Italia
Foto: Othmar Seehauser
  • Nachdem vorgestern hunderte Menschen in Rom den Faschistengruß bei einer Gedenkveranstaltung zeigten, hören die Debatten nicht auf. Bruno Borin gießt nun noch mehr Öl ins Feuer: das Fdi-Ratsmitglied und Kandidat der letzten Provinzwahlen (Nummer 2 der Fdi mit 782 Stimmen) likt einen Beitrag des ehemaligen Bozner Casapound-Ratsmitglieds Maurizio Puglisi Ghizzi. Der Beitrag? Er zeigt ebendiese Szene des „römischen Grußes“. „Parlamentarische Verhöre, Kontroversen, Identifizierungsanfragen und dieses miserable Theater wird die Erinnerung nicht aufhalten können und jeden 7. Januar werden wir auf diesem Platz sein.“ kommentiert Ghizzi dazu. Franco, Francesco und Stefano hätten nach 46 Jahren immer noch keine Gerechtigkeit erhalten. 

    Die PD Leifers kritisiert Borin scharf dafür: „Die Fakten von Acca Larenzia müssen in Erinnerung gerufen werden, und es gibt geeignete Wege und Orte, dies zu tun. Sie dürfen nicht zu einem Moment der Straflosigkeit werden. Borin ist ein Stadtrat, ein Vertreter der Gemeinde Leifers und damit ihrer Bürger. Er kann es sich nicht erlauben, bestimmte Ausdrucksformen des rüpelhaften Faschismus zu unterstützen, ohne Unterscheidungen zu treffen, die wir an dieser Stelle sofort erwarten", heißt es in einer Mitteilung.