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Unternehmen in Sachen KI unterstützen

Im Rahmen des europäischen Programms „Digitales Europa“ erhalten Südtirols Unternehmen eine Anlaufstelle für Künstliche Intelligenz.
Anlaufstelle KI
Foto: SALTO
  • Die europäischen digitalen Innovationszentren (EDIH) sind zentrale Anlaufstellen, die Unternehmen und Organisationen des öffentlichen Sektors dabei unterstützen, auf digitale Herausforderungen zu reagieren, wettbewerbsfähiger zu werden und ihnen Hilfestellungen anbieten. Auch in Südtirol gibt es ab sofort so ein Zentrum, in Form einer KI-Anlaufstelle. Durch eine Partnerschaft mit den Wirtschaftsverbänden Südtiroler Bauernbund, lvhapa, hds, HGV, Rete Economia – Wirtschaftsnetz und dem Unternehmerverband ist es Südtiroler Unternehmen möglich, sich direkt bei den genannten Verbänden zu melden um den Service in Anspruch zu nehmen. 

    Das Ziel des „Hubs“ ist es, durch verschiedene Angebote Unternehmen dabei zu unterstützen, digital am Ball zu bleiben. Außerdem soll der Innovationsprozess unterstützt, beschleunigt und optimiert werden. Das Angebot gliedert sich in verschiedene Branchenbereiche, die von weiteren Partnern - den sogenannten Experten - betreut werden. Diese sind: „Sustainable Agri-Food Systems“ (Laimburg), „Sustainable Buildings and Energy & Water Systems“ (EURAC Research), „Better Living and Working in Smart Rural Areas“ (unibz) und „Smart Manufacturing“ (Fraunhofer Italia). Das gesamte Projektmanagement geht vom NOI aus. Um die Unternehmer weitgehen unterstützen zu können helfen die IDM und die Handelskammer Südtirol in Sachen Förderungen und Finanzierung.

    Meldet sich ein Unternehmen, das Interesse an der Nutzung von künstlicher Intelligenz hat, bei der Anlaufstelle, so wird zunächst eine Analyse des digitalen Istzustandes durchgeführt. Anschließend wird gemeinsam ausgearbeitet, wo KI implementiert werden kann. Also eine Orientierung erstellt. Als dritter Schritt wird ein konkretes Projekt ausgearbeitet und getestet. Wird dieses als sinnvoll eingestuft werden Investments gesucht. Zu guter Letzt werden die Mitarbeiter dorthin gehend geschult

  • Customer Journey: Unternehmen die KI implementieren möchten, durchlaufen ein "Step-by-Step-System". Foto: SALTO/EDIH NOI
  • "Gamechanger" Künstliche Intelligenz

    Im Rahmen einer Veranstaltung wurde die neue Anlaufstelle heute im NOI Techpark vorgestellt. Anwesend waren auch alle 13 obengenannten Partner des Südtiroler EDIHs. Vor allem die Wirtschaftsverbände unterstrichen, wie wichtig es für Unternehmen sei, in künstliche Intelligenz zu investieren: „KI ist ein Gamechanger mit dem sich alle Unternehmen beschäftigen sollten. Durch die Anlaufstelle ist dies nun möglich“, so hds-Präsident Philipp Moser. Demnach sollten sich auch kleine Betriebe mit dem Thema auseinandersetzen. Auch die Partner, die die einzelnen Bereiche betreuen, also die Laimburg, EURAC Research, unibz und Fraunhofer Italia erläuterten die große Bedeutung neuer KI-Systeme. Leiter des Instituts für erneuerbare Energien der Eurac Wolfram Sparber unterstrich in diesem Zusammenhang vor allem die Fähigkeit Daten zu analysieren und Trends zu erkennen.

  • Förderungen

    Für die Dienstleistungen der EDIH-Initiative gibt es auch Förderungen. Diese sind von Leistung zu Leistung unterschiedlich und kommen auch auf die Größenverhältnisse des Unternehmens an. Kleine Betriebe werden zum Beispiel stärker gefördert. Bei einigen Leistungen, wie der Istzustandsanalyse etwa, sogar zu 100 Prozent. Große Unternehmen mit maximalem Umsatz von 50 Millionen Euro pro Jahr werden am wenigsten gefördert. Die Dienstleistungen werden dabei durch Aufwand mal Kostensatz berechnet.

  • Förderungen und Dienstleistungen: Auch kleine Unternehmen sollen KI nutzen Foto: Screenshot/EDIH NOI
  • Unternehmer können sich direkt über ihren Wirtschaftsverband melden um die Leistungen des Zentrums in Anspruch zu nehmen. Des Weiteren ist es möglich telefonisch, per E-Mail oder auf der Internetseite des EDIH NOI einen Termin zu vereinbaren.