Nun sag‘, wie hast du‘s mit dem Wolf?

Großraubtiere
Franz Locher hat gestern die Gretchenfrage zum Thema Wolf gestellt. Landesrat Arnold Schuler will von einem eigenständigen Südtiroler Weg aber nichts wissen.

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Kommentare

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Profil für Benutzer Herta Abram
Herta Abram Mi., 08.06.2022 - 12:06

…. das Standardtotschlagargument fehlt nie,- bei einigen Bauernvertretern: Ob Wolf, Milchpreis oder die zuwenig finanziell anerkannte Landschaftspflege, usw. - anscheinend zwingt alles, laut BV, Bauern zum Aufhören….
Bitte, liebe politischen BauernVertreter: Geht ENDLICH WEG VOM OPFERNARRATIV!!
Herr Locher, wir leben nun in einer Zeit, in der wir Krisen als Dauerzustand verstehen- lernen -müssen! Der Umgang mit dem Wolf ist eine ZukunftsHerausforderung unter vielen! Und „sture Hintanhalte Taktik“ können wir uns schlichtweg nirgends mehr leisten! Weder bei Wolf noch beim Klimanotstand!
Unreflektiertes, instrumentalisierendes, populistisches Dahergerede löst gar nichts! Befeuert aber das Gefühl der Verwirrung, der Unsicherheit, des Hasses, der Ohnmacht des Einzelnen. Führt zu Angst und Hetze und vergrößert die Gräben innerhalb der Gesellschaft. Ist es das was Sie wollen, Herr Locher?
Die emotionale Beeinflussung Anderer zu seinem eigenen Vorteil widerstrebt unseren demokratischen Grundzügen, Herr Locher!
Ich würde mir wünschen Sie würden endlich damit beginnen, die Dinge sachlich, vernünftig und in einer breiter und tiefer gedachten Sichtweise zu behandeln, bzw. Informativ, Transparent, Konstruktiv und kooperativ zu handeln!
(Zu meiner Person: Ich lebe in der Stadt und bin im Sommer Hirtin)

Mi., 08.06.2022 - 12:06 Permalink
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rotaderga Mi., 08.06.2022 - 13:48

Antwort auf von Herta Abram

Ich bin auch voll bereit die Meinungen der „Stadtler “ zu akzeptieren.
Geht mit gutem Beispiel voran bzw weiter: Ratten Mäuse Marder Wolf Wildschweine usw dürfen in Siedlungen mit hoher Bevölkerungsdichte genauso leben wie auf dem Land, oder?

Mi., 08.06.2022 - 13:48 Permalink
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Laurin Kofler Mi., 08.06.2022 - 23:15

Antwort auf von rotaderga

Ich bin gegen eine (Wieder)Ausrottung des Wolfes, aber ganz klar für eine angemessene Regulierung. Aber ich gebe Frau Abram zum Teil schon Recht: dieses Opfer-Narrativ ist schon sehr penetrant. Jeder von uns hat mit Krisen und Herausforderungen zu kämpfen. Was mich aber letztlich immer wieder irritiert ist, daß von den Bauernvertretern immer wieder gefordert wird, daß die Politik und der allgemeine Bürger stärker in die Pflicht genommen werden soll, um den Bauernstand zu erhalten. Bei den Bauernvertretern sitzen seit Jahren die selben Personen an den Schalthebeln, der Bauernstand wird (zum Teil zu Recht) gefördert und subventioniert. Und trotzdem wird die Situation für die Menschen auf den Bauernhöfen immer prekärer, wobei parallel immer mehr „Stadler“ bereit sind, angemessene Preise für gute Agrarprodukte zu bezahlen. Deshalb ist meine Frage, ob man nicht mal die die Methoden und Arbeitsweisen der organisatorischen Führung des Bauernstandes kritisch hinterfragen sollte? Wenn beim FC Bayern München die Mannschaft trotz ausgezeichneter Spieler immer verliert, tauschen sie auch den Trainer aus, und nicht das Publikum, das die Tickets kauft.

Mi., 08.06.2022 - 23:15 Permalink
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Herta Abram Fr., 10.06.2022 - 11:12

Antwort auf von Laurin Kofler

Abgesehen vom Wolf:
https://www.buchkatalog.de/webapp/wcs/stores/servlet/ProductDisplay?sto…
---sehr aufschlussreicher Trailer!---

In diesem Fim: „ Der Bauer und der Bobo“ kommen, viele gegenwärtige Probleme der Bergbauern/ Landwirtschaft, klar ans Licht und die oft unterschiedlichen Annahmen von Stadtler und Bauern.....

Und: Dass wir -Stadtler und Bauern- lernen müssen, gegenseitiges Verständnis
zu entwickeln und MITEINANDER REDEN müssen, um überhaupt eine Chance zu haben, die Zukunft - für unsere Kinder-, lebenswert zu erhalten.

Fr., 10.06.2022 - 11:12 Permalink
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Laurin Kofler Mo., 13.06.2022 - 23:02

Antwort auf von Herta Abram

Ich bin mir sehr wohl der Herausforderungen der Landwirtschaft bewußt und ich gestehe, daß ich keinem Bergbauer neidisch bin. Umso mehr bin ich dafür, Berglandwirtschaft zu fördern, zu bewahren und zu schützen – koste es was es wolle. Was ich meine ist, daß so mancher ihrer „Vertreter“ in Bozen nicht umbedingt das Beste für sie sind/wollen.

Mo., 13.06.2022 - 23:02 Permalink
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Herta Abram Mi., 08.06.2022 - 14:32

Rotageder, Sie meinen eigentlich sind „Stadler“, beim Wolfsthema disqualifiziert?
Gibt es außer dieser Killerphrase auch sonst noch Argumente? Oder bedingt ein vernünftiges Wolfsmanagement Ratten, Marder, usw. in der Stadt?

Mi., 08.06.2022 - 14:32 Permalink
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Herta Abram Fr., 10.06.2022 - 16:40

Antwort auf von rotaderga

https://www.salto.bz/de/article/14072021/ueber-die-illusion-vom-wolfsfr…
Anbei ein Lese- und Aufklärungslink -zur Realität. Natürlich steht es Ihnen frei, diese weiterhin zu negieren. Ich sag: Wie vorm Wolf geht die Bealmung oft nicht mehr. Wir werden mit Hüten beginnen müssen. Dazu braucht es nun gute Einfälle und Solidartät, - ein würdiges Ziel.

Fr., 10.06.2022 - 16:40 Permalink
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Profil für Benutzer Dietmar Nußbaumer-25984
Dietmar Nußbau… Mi., 08.06.2022 - 22:20

Steht hier eigentlich italienisches Recht über europäischem Recht. Sieht europäisches Recht ein Management vor? Kann mir das von berufener Seite beantwortet werden?

Mi., 08.06.2022 - 22:20 Permalink
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Profil für Benutzer Manfred Klotz
Manfred Klotz Do., 09.06.2022 - 07:42

Antwort auf von Dietmar Nußbau…

Grundsätzlich genießt EU-Recht prinzipiell Anwendungsvorrang gegenüber nationalem Recht (auch gegenüber dem nationalen Verfassungsrecht). Nach der so genannten Habitatsrichtlinie (EU 92/43/EEC) sind alle „absichtlichen Formen des Fangs oder der Tötung“ verboten. Ausnahmen sind jedoch möglich.
Die Tötung von Wölfen unter den strengen Ausnahmebestimmungen des Artikels 16 der Richtlinie soll aber nach wie vor nur das letzte Mittel darstellen.
Wenn ein einzelner Wolf TROTZ PRÄVENTIVER Maßnahmen, wie z.B. geeigneter elektrifizierter Herdenschutzzäune, Hütehunde sowie der Anwesenheit von Hirten, ernste wirtschaftliche Schäden, etwa an Weidevieh, verursacht hat oder aller Voraussicht nach verursachen wird, kann er unter den Voraussetzungen des Artikel 16 der Richtlinie entnommen werden. Es obliegt zunächst den zuständigen nationalen Behörden und Gerichten, zu entscheiden, ob die in Artikel 16 genannten Voraussetzungen für eine Entnahme DIESES Wolfs gegeben sind. Dabei müssen drei Voraussetzungen vorliegen: erstens muss ein in Artikel 16 genannter Entnahmegrund vorliegen, wie etwa der Schutz von Menschen und Weidetieren; zweitens darf keine andere zufriedenstellende Alternative existieren; drittens darf die Entnahme keinen negativen Einfluss auf den angestrebten günstigen Erhaltungszustand der Art haben.
Die Mitgliedsstaaten haben ebenfalls die Möglichkeit, Vorgaben für die Anwendung der europarechtlichen Bestimmungen an die zuständigen Behörden zu erteilen, etwa in Form gesetzlicher Regelungen oder im Rahmen von Leitfäden. Diese müssen jedoch in vollem Einklang mit den europäischen artenschutzrechtlichen Bestimmungen stehen sowie die hierzu ergangene Rechtsprechung des EuGH vollständig berücksichtigen. Will heißen, auch hier steht EU-Recht über nationalem Recht. Der Europäische Gerichtshof hat im Oktober 2019 ein Urteil zum Abschuss von Wölfen gefällt das die strikten Auflagen bekräftigt. Demnach müssen Behörden zukünftig ein klares Ziel definieren und wissenschaftlich belegen, dass der Abschuss der Tiere diesem Ziel dient und dass es keine Alternativen gibt. Das bloße Vorliegen von Rissen reicht nicht aus.

Do., 09.06.2022 - 07:42 Permalink
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Profil für Benutzer Peter Gasser
Peter Gasser Do., 09.06.2022 - 09:18

Antwort auf von Manfred Klotz

... das ist korrekt und richtig und bezieht sich auf den „Wolf“.
Wie aber ist die Situation bei Hybriden, also Mischlingen aus Wolf und Hund?
Diese sind eine Gefahr für den „günstigen Erhaltungszustand“ der Population und der Art.
Verschiedene Autoren sprechen in aktuellen Studien in Italien von 20 - 50% Hybriden, manche gar schon nicht mehr von Wölfen, sondern von einem genetischen Hybridschwarm an Wolfshunden.
Auch in Südtirol gibt es dazu Untersuchungen.
Ob jemand über die diesbezüglichen Fakten informieren würde?

Do., 09.06.2022 - 09:18 Permalink
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Profil für Benutzer Klemens Riegler
Klemens Riegler Do., 16.06.2022 - 18:47

Wieviele Schafe, Ziegen & Rinder gibt es in Südtirol?
Wieviele Wölfe oder Hybride gibt es in Südtirol?
Wie hoch ist der finanzielle Schaden der von Mardern angerichtet wird und die Mechaniker freut?

Do., 16.06.2022 - 18:47 Permalink