Gesellschaft | SALTO change

Raum und Gesellschaft im Wandel

Wie gehen wir mit dem Raum um, der uns umgibt? Wer entscheidet darüber? Was ist überhaupt Landschaft? Drei von vielen Fragen, denen wir im Januar bei SALTO change nachgehen.
Schönes Winterbild
Foto: Seehauserfoto
  • Nach dem Ausflug in die Ethik im Dezember wenden wir uns im Neuen Jahr einem Thema zu, das zu den zentralen Lebensbereichen zählt: Der Umgang der Menschen mit dem Raum, der sie umgibt, den die Menschen prägen und der auf vielfältige Weise auf sie zurückwirkt. Obwohl wir uns täglich im Raum bewegen, sind uns diese Zusammenhänge zu wenig bewusst und so beschäftigen wir uns (zu) wenig mit der Wahrnehmung der Raumqualitäten und den Möglichkeiten der Gestaltung, die wir im Rahmen von Umwelt- und Landschaftsschutz aber auch bei der Raumplanung haben.  

     

    Die in manchen Landesteilen als kritisch empfundene touristische (Über)Nutzung sorgt für anhaltende Debatten. 

     

    Wir werden uns vor allem auf Raumnutzung und deren Auswirkungen auf die gesellschaftlichen Verhältnisse konzentrieren und freuen uns, dabei mit dem Heimatpflegeverband Südtirol zusammenarbeiten zu dürfen, unser Partner für Januar. Die Heimatpfleger sind aus dem bunten Panorama der Südtiroler Zivilgesellschaft nicht wegzudenken und erheben seit Jahrzehnten ihre kompetente Stimme, wenn es um Landschaft, Bau- und Nutzungstraditionen und entsprechende Eingriffe geht. Mit Obfrau Claudia Plaikner und Geschäftsführer Florian Trojer unterhalten wir uns über die Frage, wie es gelingt, Traditionen, historische Kulturelemente und die Integrität von Landschaften mit den Anforderungen des Heute in Einklang zu bringen. 

  • SALTO change im Januar

    Im Januar dreht sich bei SALTO change alles um die Frage, wie Menschen Räume nutzen, gestalten und wahrnehmen – und welche gesellschaftlichen Folgen daraus entstehen. Dabei werden Themen wie Landschaftsschutz, Tradition, Tourismus und Stadtentwicklung behandelt.

    Wir berichten über aktuelle Konflikte in Südtirol, etwa touristische Übernutzung, Entwicklungen in Brixen und Bozen sowie Fragen zu öffentlichem Raum, Wohnen und Ortsidentität. Ergänzt wird dies durch Beispiele gelungener Umnutzung und Initiativen wie „HouseEurope“, die für nachhaltiges Bauen eintreten.

    Den Abschluss bildet eine SALTO Talk im Bozner Kulturwohnzimmer Carambolage. Dabei geht es um die Zukunft der Stadt Bozen und die Frage, wie lebenswerter Stadtraum für alle gestaltet werden kann.

    SALTO change Partner des Monats ist der Heimatpflegeverband Südtirol, der sich intensiv mit Raumqualitäten und -nutzung beschäftigt und eine der bedeutendsten Organisationen der Südtiroler Zivilgesellschaft ist. 

  • Südtirol ist diesbezüglich stark unter Druck und vor allem die in manchen Landesteilen als kritisch empfundene touristische (Über)Nutzung sorgt für anhaltende Debatten und die Sorge, das kleine Land könnte seine wichtigsten Eigenheiten verlieren. Deshalb werden wir auf die Wiener Ausstellung „Über Tourismus“ eingehen, die im Herbst in Südtirol zu sehen sein wird und untersuchen, was die touristische Aufrüstung am Ploseberg in Brixen mit sich bringt. Brixen kommt im Januar bei SALTO change noch zweimal vor, zumal wir dort mit der Debatte um den Hofburggarten einen klassischen Konflikt um die Nutzung des öffentlichen Raumes beobachten können und bei der Betrachtung von zwei großen Wohnbauzonen die Frage aufwerfen, warum die Stadt offenkundig nichts von der wertvollen Arbeit des großen Architekten und Urbanisten Othmar Barth gelernt hat. 

    Auch in Bozen werden wir näher hinsehen, wo im Zentrum neben einer Airbnb-Welle auch die „Foodification“ um sich greift. Was das ist, werden wir ebenso betrachten, wie die Arbeit des Spazio 77 und die ewige Bozner Streitfrage um die Zukunft des Siegesplatzes, dessen Umdeutung schon einmal krachend gescheitert ist. Um Bozen geht es auch in der SALTO-Veranstaltung, die wir im letzten Absatz vorstellen. 

  • Weihnachtsmarkt in der Landeshauptstadt: Auch in Bozen werden wir näher hinsehen, wo im Zentrum neben einer Airbnb-Welle auch die „Foodification“ um sich greift. Foto: Seehauserfoto
  • Wir begeben uns dann auf die Suche nach positiven Beispielen von Um- und Neunutzungen im Vinschgau und erzählen von der Geschichte und der Realität der Viles, den typischen Haufenhöfen im Gadertal, und werden den Ausflug in die Nutzung und Gestaltung unserer Räume mit einem Bericht über die „HouseEurope“ Initiative abschließen, die sich aus ökologischen und kulturellen Gründen dafür einsetzt, keine Neubauten mehr zu errichten, den Bestand zu nutzen und den Energieaufwand im Bausektor drastisch zu reduzieren. 

    Abgeschlossen wird die Beschäftigung mit dem Monatsthema „Raum und Gesellschaft im Wandel“ mit einem SALTO Talk zum Thema „Die Stadt, die wir wollen – aber welche?“ am 30. Januar in Bozens Kulturwohnzimmer Carambolage. Moderator Valentino Liberto wird dabei mit der Stadtpolitikwissenschaftlerin Lucia Tozzi, dem Architekten und Stadtplaner David Calas und der Sozialökonomin Daria Habicher über die Ausgangslage und die Perspektiven von Bozen diskutieren.

  • SALTO Talk im Januar

    Die Stadt, die wir wollen – aber welche?

    Ein SALTO Talk über urbanen Wandel und die Frage, wie wir künftig leben wollen.

    Bozen und andere Städte Südtirols verändern sich spürbar. Das wirft Fragen nach Nutzung, Gestaltung und Zugehörigkeit des urbanen Raums auf: Wem gehört die Stadt, wie greifen Politik, Wirtschaft und Alltag ineinander – und wie können Bürger:innen Einfluss nehmen?

    Darüber diskutieren die Stadtforscherin Lucia Tozzi, der Architekt und Stadtplaner David Calas sowie die Sozialökonomin Daria Habicher. Moderation: Valentino Liberto.


    30. Januar 2026, 20 Uhr, Carambolage Bozen (Eintritt frei, Anmeldung erforderlich)