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Gesellschaft | Unterwegs

Forschung braucht Frauen

Wie forscht es sich als Phytopathologin? Stefanie Primisser spricht über Krankheitserreger in der Landwirtschaft und ihren Alltag als Frau in der Wissenschaft.
Stefanie Primisser, Forscherin an der Laimburg
Foto: Marion Gamper
  • Heute, am 11. Februar, begehen wir den Internationalen Tag der Frauen und Mädchen in der Forschung. Ein Tag, der nicht nur wissenschaftliche Exzellenz feiert, sondern auch die Barrieren beleuchtet, die Frauen auf ihrem Karriereweg noch immer überwinden müssen. In dieser Folge von „SALTO unterwegs“ gibt uns Stefanie Primisser passend dazu einen tiefen Einblick in ihren Alltag als Phytopathologin am Versuchszentrum Laimburg.

  • Unterwegs

    Diese Podcastreihe stellt interessante Menschen und ihre Geschichten in den Mittelpunkt. Wir treffen uns mit Menschen aus verschiedenen Bereichen wie Kultur, Wissenschaft, Landwirtschaft, Psychologie und vielen mehr, um über ihre Arbeit, ihre Leidenschaften und ihre Erfahrungen zu sprechen. Die Gespräche finden vor Ort statt, wo die Gäste ihre Arbeit machen oder ihre Freizeit verbringen.

  • Stefanie Primisser, Phytopathologin am Versuchszentrum Laimburg: Foto: Marion Gamper

    Als Expertin für Pflanzenkrankheiten erforscht die gebürtige Vinschgerin Erreger, die unsere heimische Landwirtschaft bedrohen. Doch das Gespräch dreht sich nicht nur um Laborergebnisse, sondern vor allem um die Realität hinter der Forschung: Stefanie Primisser blickt auf ihren Werdegang von Wien zurück nach Südtirol und räumt mit romantischen Vorstellungen vom Forscherdasein auf. Einen Platz in der Wissenschaft zu finden ist schwer – ihn dauerhaft zu halten, oft noch schwerer. Familiäre Pausen können schnell das berufliche Aus bedeuten.

    Dass es auch anders geht, beweist die Laimburg: Mit einer Frauenquote von rund 50 % gilt die Institution als lokales Vorbild für paritätische Teams.

    Dennoch bleibt der Blick über die Landesgrenzen hinweg kritisch. Während Stefanie Primisser aus ihrer Zeit in Österreich gezielte Programme zur Nachwuchsförderung (wie die FFG-Praktika) kennt, die Studentinnen den Weg in die angewandte Forschung ebnen, sucht man solche zentralen Einstiegshilfen in Italien oft vergeblich. Ein Gespräch über die Leidenschaft für die Wissenschaft und den langen Atem, den es braucht, um in einem starren System nicht „weg vom Fenster“ zu sein.

  • Zur Folge


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    Gesamte Serie:

    SALTO unterwegs

    Zu den SALTO Podcasts

  • Versuchszentrum Laimburg

    Forschungsschwerpunkt: Als führende Forschungsinstitution für die Landwirtschaft in Südtirol betreibt die Laimburg angewandte Forschung in den Bereichen Obst-, Wein- und Berglandwirtschaft sowie in der Lebensmittelwissenschaft und im Pflanzenschutz.

    Wissenschaftliche Tätigkeit: Im aktuellen Tätigkeitsprogramm 2026 werden insgesamt 441 Forschungsprojekte und -tätigkeiten abgewickelt. Ein Schwerpunkt liegt auf der Phytopathologie zur Identifizierung und Bekämpfung von Krankheitserregern (Pilze, Bakterien, Viren)

    Netzwerk: Die Laimburg kooperiert international mit Universitäten und Forschungszentren, dient aber primär als wissenschaftlicher Partner für die lokale Praxis.