Wirtschaft | Bettenstopp

Athesia will Baurecht in Schnals sichern

600 neue Gästebetten sollen neben einem Feuchtgebiet in Kurzras entstehen. SALTO hat sich bei der Athesia AG, beim Bürgermeister und bei Umweltschützerinnen über das Projekt informiert.
  • Für Marlene Roner, Bauexpertin beim Heimatpflegeverband, ist klar: Genehmigt die Landesregierung das 600-Betten-Projekt am Talschluss von Schnals, geht einer der wenigen Hotspots der Biodiversität in Südtirol verloren. Die 2016 genehmigte Tourismuszone in Kurzras gehört der Verlagsgruppe Athesia und soll ein Almdorf mit mehreren Hotelgebäuden und einem Mehrzweckhaus mit Sport- und Wellnessbereich werden – gleich neben einem gesetzlich geschützten Feuchtgebiet auf mehr als 2.000 Metern Meereshöhe. 

  • Elisabeth Ladinser: „Wenn man vom Bettenstopp spricht, dann muss man diesen ernst nehmen, dann gilt dieser auch für Schnals.“ Foto: Mauro Podini / SALTO
  • Ein erster Genehmigungsversuch scheiterte im Jahr 2021. Die Landesämter verlangten, dass das gesamte Bauprojekt neu geplant wird und sich weiter weg vom Feuchtgebiet befindet. Nach dem öffentlichen Aufschrei der Umweltverbände landete das Vorhaben kurzzeitig in der Schublade. 

    Da nicht bebaute Tourismuszonen im September 2026 dank des Bettenstopps verfallen, hat die Athesia AG die alten Projektunterlagen wieder herausgeholt. Läuft alles nach Plan, wird es der Gemeinde Schnals und dem Land in den nächsten Wochen zur Genehmigung vorgelegt.