Hier geht die Post nicht ab!
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Verspätete Zeitungen, unregelmäßige Zustellungen von Briefen und personelle Engpässe prägen großteils den Alltag mit der Post in Südtirol, so der Landtagsabgeordnete Andreas Leiter Reber (Freie Fraktion). Was die Dienstleistungsqualität der Post in Südtirol betrifft, sei noch deutlich Luft nach oben – vor allem wenn man die jährlichen Landesfinanzierungen in Höhe von 11 Millionen Euro bedenkt. Der Anlass, diese seit Jahren bestehenden Probleme erneut aufzugreifen, ist das Fristende des Abkommens zwischen dem Land Südtirol und Poste Italiane Spa und die damit einhergehenden Neuverhandlungen.
Vor diesem Hintergrund stellte Leiter Reber einen Beschlussantrag vor, den er diesbezüglich gemeinsam mit dem SVP-Abgeordneten Sepp Noggler ausgearbeitet hat und der in dieser Woche im Landtag behandelt werden soll.
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Probleme trotz Millionen
Auf Grundlage des Mailänder Abkommens von 2009 beteiligt sich das Land Südtirol seit 2017 an den Kosten für die Versand- und Zustelldienste der Poste Italiane, sowie für Serviceleistungen, wie den täglichen Zustelldienst von Tageszeitungen, den Betrieb des Verteilzentrums in Bozen sowie die Betreuung von rund hundert blauen Postkästen für internationale Sendungen. Insgesamt fließen damit jährlich 11 Millionen Euro aus dem Landeshaushalt in den Postdienst.
Dennoch funktioniere dieser vielfach nicht zur Zufriedenheit der Bevölkerung, so Leiter Reber. Medienberichte, Rückmeldungen aus Gemeinden und Beschwerden von Abonnentinnen und Abonnenten zeigen seit Jahren dasselbe Bild: Zeitungen kommen verspätet an, Briefe werden unregelmäßig oder gar nicht zugestellt, Postämter sind personell unterbesetzt.
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Zentralistische Organisation und knappe Gehälter
Als erstes der zentralen Probleme benannte Leiter Reber den Personalmangel. Die Arbeit bei der Post sei für viele Ansässige nicht mehr so attraktiv wie früher. Insbesondere im ländlichen Raum hätten Teilzeitmodelle mit frühem Arbeitsbeginn – etwa für Frauen oder für Landwirte – lange gut funktioniert. Die starre und zentralistische Organisation der Verteilungszentren habe jedoch für die Verlagerung der Arbeitszeiten in den späteren Vormittag gesorgt.
„Es geht darum, uns eine autonomere Gestaltung zu erkaufen“
Hinzu komme, dass die auf staatlicher Ebene festgelegten Gehälter von Poste Italiane in einem hochpreisigen Gebiet wie Südtirol eine geringere Kaufkraft aufweisen als in anderen Regionen. Ohne Anpassungen bei Arbeitszeiten, Organisation und Entlohnung könne das Postwesen als Arbeitgeber vor Ort nicht an Attraktivität gewinnen, so die Einschätzung der Antragsteller.
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Wie effektiv ist die Postzustellung in Südtirol?
Erhebung der Verbraucherzentrale Südtirol (Sommer 2023)
Von 206 Briefsendungen wurden
- 77,2 % innerhalb von 4 Werktagen zugestellt
(Zielvorgabe von Poste Italiane: 90 %) - 92,7 % innerhalb von 6 Werktagen
(Zielvorgabe: 98 %)
Fazit: Zustellzeiten bleiben unter den Qualitätszielen.
- Ø Zustellzeit Südtirol: 2,7 Werktage
- Höchste Werte: Bozen 4,5 Tage · Wipptal 3,9 Tage
- 77,2 % innerhalb von 4 Werktagen zugestellt
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Im Gespräch mit SALTO verweist Leiter Reber auf den zentralen Verhandlungshebel für ein neues Abkommen: Wenn der staatliche Postdienst weiterhin vom Land mitgetragen werden soll, muss es im Gegenzug auch mehr Einfluss auf Organisation seiner lokalen Strukturen erhalten. „Es geht darum, uns eine autonomere Gestaltung zu erkaufen“, erklärt Leiter Reber. Denkbar seien dabei auch höhere Beiträge, etwa für bessere Löhne, sofern diese klar zweckgebunden seien. Umgekehrt müsse aber auch die Möglichkeit bestehen, Leistungen zurückzufahren, falls substanzielle Verbesserungen ausblieben.
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Forderungen an die Landesregierung:
Mit dem Beschlussantrag soll die Landesregierung beauftragt werden, bei der Neuverhandlung des Abkommens darauf hinzuwirken,
- dass Arbeitszeiten sowie Organisation von Sortierung, Verteilung und Zustellung stärker an die Bedürfnisse Südtirols und des ländlichen Raums angepasst werden und die Rekrutierung von Personal vor Ort erleichtert wird;
- dass Qualifikationen, Leistungen und Flexibilität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter finanziell anerkannt werden und attraktivere Löhne im Postwesen in Südtirol ermöglicht werden. Die dafür notwendigen Mittel sollen über den Landeshaushalt bereitgestellt werden.
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Vermutlich läufts hier so: …
Vermutlich läufts hier so:
-nicht zugestellte Briefe oder Zeitschriften gehen nicht in die statistische Auswertung
-telefonische Erreichbarkeit des Postamts ich wohl nicht erforderlich (man versuche in Bruneck anzurufen)
- trotz Anwesenheit in den Postkasten eingeworfene, zu einem Knödel geformte "Raccomadatatröllchen" gelten wohl auch als zugestellt.
schlimmer geht immer.....
ah, ja, Anmelden bei der App zwecks Beschwerde (siehe Punkt 2) auch nicht möglich.
Die dänische Post stellt…
Die dänische Post stellt 2026 die Briefzustellung ein, wir diskutieren darüber wie die Briefzustellung verbessert werden kann... Finde den Fehler in Zeiten von Digitalisierung und KI.
Antwort auf Die dänische Post stellt… von Cicero
paradoxerweise betrifft die…
paradoxerweise betrifft die Briefzustellung hauptsächlich Auslandssendungen, auch aus Staaten in welchen noch Faxgeräte benutzt werden, PEC und elektronische Rechnungen ein Fremdwort sind.
Und am morgendlichen Thron bevorzuge ich es etwas aus Papier in den Händen zu halten und kein Tablet. Steht jetzt sicherlich nicht zur Debatte, aber eine bezahlte Zeitschrift hätte ich ganz gerne zugestellt bekommen.
Antwort auf paradoxerweise betrifft die… von Capaldi
Zeitungszustellung kann die…
Zeitungszustellung kann die jeweilige Zeitung dann ja an Drittanbieter outsourcen. Macht Athesia heute ja auch schon.
Antwort auf Zeitungszustellung kann die… von Cicero
Dann erkläre mal jemand…
Dann erkläre mal jemand einem deutschen Verleger, daß er seine Zeitschrift um Himmels Willen nicht mit der Post verschicken sollte, sondern für Südtirol wen anderes beauftragen muss....
Ich sags mal direkt: Zahlungen einstellen.
Soll sich die Post doch besser ihrem ausgedehnten Geschäftsmodell Telefonie, Bank- und Versicherungswesen, Spid sowie von mir aus Speck und Wurstverkauf widmen.
Aber bitte die Finger von Dingen lassen, welche nicht funktionieren, zum Beispiel Brief- und Zeitungszustellung.
Antwort auf Die dänische Post stellt… von Cicero
Wenn das Internet bei uns…
Wenn das Internet bei uns funktionieren würde, könnte man ja darüber reden. Bei mir funktioniert es meistens nicht, Interventionen bei der TIM haben nichts gebracht, außer dass man mir das Geld für ein neues Moden abgeknöpft hat, weil mein altes angeblich defekt war. Das neue Modem wurde aber nicht installiert, weil laut den Technikern, die das machen sollten, nicht möglich war. Und so muss ich damit leben dass ich ca. 1/3 des Tages ohne Internet bin.
Antwort auf Wenn das Internet bei uns… von Hartmuth Staffler
Stadtwerke Brixen... Kann…
Stadtwerke Brixen... Kann ich empfehlen ;-)
Ich habe eine Weihnachtspost…
Ich habe eine Weihnachtspost, die Anfang Dezember in Bozen abgeschickt worden ist, heute am 12.01.26 in Bozen erhalten. Das ist auch eine Realität!