Sport | Neu bei Olympia

Von der Militärpatrouille zum „Skimo“

Skibergsteigen - auf Neudeutsch Skimo - ist heuer erstmals vollwertige olympische Disziplin. In Bormio kämpfen Athletinnen und Athleten um Medaillen. Früher hieß Skimo „Militärpatroille“.
Skimo
Foto:  Sandro Halank, Wikimedia Commons
  • Skibergsteigen, auch bekannt als Skimo, ist eine neue Disziplin bei den olympischen Winterspielen Milano-Cortina 2026. 

    Die Sportart kombiniert den Bergaufstieg, Tragepassagen mit geschulterten Skiern und einer abschließenden Torabfahrt. Insgesamt werden drei Medaillenwettbewerbe in Bormio absolviert:  der Sprint der Männer, der Sprint der Frauen und die Mixed Staffel. Hier kämpfen Teams aus je einem Mann und einer Frau um olympisches Edelmetall. Die Renndauer liegt bei knapp unter 4 Minuten pro Lauf.

    36 Athletinnen und Athleten aus der Schweiz, Italien, Frankreich und Spanien, Deutschland, den USA und China gehen an den Start. Absolviert werden zwei Runden des olympischen Parcours. Die Strecke auf der Stelvio-Piste in Bormio hat eine Gesamtlänge von 1.310 Metern.

     

    36 Olympioniken. 18 Männer. 18 Frauen.

     

    Bereits  vor 102 Jahren - 1924 - war Skibergsteigen in Chamonix im olympischen Programm. Damals unter der Bezeichnung „Militärpatrouille“. Auch 1928, 1936 und 1948 gingen Olmpioniken auf Militärpatrouille, kämpften aber nie um Medaillen. Skimo aber ist seit diesem Jahr vollwertig anerkannte Sportart bei Olympia, bei der auch um Medaillen gekämpft wird.

    Südtiroler Athletinnen und Athleten wird man beim Skimo nicht zujubeln können. Dafür aber der Tatsache, dass das Telnehmerinnenfeld absolut paritätisch besetzt ist, denn von den 36 Olympioniken sind 18 Frauen und 18 Männer.

  • Unsere Autorin

    Sophia Leonhardt ist 16 Jahre alt, besucht das Sozialwissenschaftliche Gymnasium in Brixen und absolviert bei SALTO ein zweiwöchiges Praktikum.