Weiter wie bisher ist keine Option!
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Es ist nicht meine private Meinung, es ist Teil des Pariser Abkommens: Klimarettung ist sofort anzugehen. Das heißt Stoppen des Abbaus der Biodiversität, erkennen was die Biodiversität zerstört, verstehen z.B. wie wichtig sind die Böden zu ihrer Bewahrung? Einzelne Südtiroler Gemeinden haben den Klimanotstand erklärt. Die Vinschger Umweltgruppe hat erst wieder gemeldet, wie destruktiv mit der Biodiversität sogar auf noch gesunden Bergwiesen umgegangen wird. Die Fischer haben nachgewiesen, wie die Biodiversität in den Flüssen vermindert wird. Scheichs helikoptern übermütig auf der Seiser Alm herum. Der Landeshauptmann kündigt währenddessen in der FF einen Marshallplan an zur Rettung des Klimas – in Afrika!
Aber warum denn in die Ferne schweifen, Herr Landeshauptmann, liegt das Übel doch so nah! Wir haben in Südtirol Fichten- Monokulturen in den Wäldern, Milch- und Fleischproduktion in den Ställen, v.a. Apfelmonokulturen auf den Feldern, verstopfte Straßen in der Hochsaison – gäbe es nicht hier schleunigst verschiedenes zu tun für Biodiversität?
Vor vielen Jahren hatte Mals einen bescheidenen, vorausschauenden Vorschlag gemacht, Rudolf Herren vom Weltagrarbericht hat diesen „Weg“ schon damals unterstützt mit ausführlicher Begründung: Weiter wie bisher ist keine Option! Doch Mals wird heute noch vom Monokultur-Bauernbund und von seiner Regierung geächtet, um ja nicht unterstützt werden zu müssen. Die Südtiroler, die Leiferer hatten sich klar geäußert bzgl. Flughafen Bozen – wird das beiseite gewischt? Weitsichtige Grödner haben die Schließung mancher Pässe für den Motorverkehr gefordert – der junge Landesrat lässt stattdessen die durchfahrenden Motorfahrzeuge zählen (um zu wissen, wieviele potentielle Kunden verlorengehen könnten?). Fremdenverkehrsexperten haben vor einem weiteren Ausbau des Tourismus gewarnt, findige Hoteliers haben vorausschauend und in aller Eile zig tourist villages auf grüne Wiesen geplant – wenigstens diesbezüglich gab es in der Landesregierung kritische Stimmen (mal sehen wer sich am Ende durchsetzt). Kurzum, mir scheint, der Einfluss gewisser Lobbys in Südtirol ist unvergleichlich stärker als das Allgemeinwohl der Bevölkerung – zum Schaden der Bevölkerung. Nicht nur in Südtirol, was daran zu ermessen ist, dass dieser Tage ein brasilianischer Schweinezüchter völlig in der „Logik“ der exportorientierten Monokulturlandwirtschaft auf dem G7-Gipfel (sic!) geäußert hat: „Wenn ihr weiter Fleisch wollt, müsst Ihr in Kauf nehmen, dass wir den Regenwald roden!“ Die Rettung des Klimas ist ohne Zeitverlust anzugehen. Klar ist das schwierig, duldet aber keinen Aufschub. Es braucht einen Plan, nicht „weiter so wie bisher!“. Vandana Shiva, die Alternative Nobelpreisträgerin, sagte heuer treffend in Mals „Der beste Klimaschutz ist Artenschutz. Und Artenschutz heißt ökologische Landwirtschaft ohne Pestizide.“
Mir scheint, dass das die Landesregierung den Klimaschutz nicht konkret anzugehen wollen darf, keinen Plan dazu hat – wenn diese meine Annahme stimmt, wird wohl von unten her, in Direkter Demokratie und in Zusammenarbeit mit kompetenten, von Lobbys unabhängigen Wissenschaftlern geklärt werden müssen, ob und wie die Klimarettung angegangen wird. Wie denn sonst?
Ich denke es braucht beides:
Ich denke es braucht beides: Den Marshallplan für Afrika und couragiertes Agieren in Südtirol. Es muss uns klar sein, dass wir am Rande des Abgrunds tanzen und dass die Perspektive, die Menschheit könnte ihre Existenzgrundlagen definitiv zerstören und zugrunde gehen KONKRET ist und das Eintreffen der ultimativen Katastrophe in Jahrzehnten bemessen werden muss und nicht in Jahrhunderten oder erdgeschichtlichen Zeiträumen.
Aber die Jasmin Ladurner hat
Aber die Jasmin Ladurner hat doch den #fff gesagt dass sie sich für die Abschaffung der Plastik Mineralwasserflaschen in Schulen einsetzt und ganz viele Grinse-Selfies vor dem Landhaus gemacht. Das müsste doch genug sein. Den Meckerern störte es ja eh nur, dass die Schüler Schule schwänzten, wen interessiert es schon, ob wir eine ernstzunehmende Umweltpolitik auf Landebene zustande bekommen!
Antwort auf Aber die Jasmin Ladurner hat von gorgias
... und auf dem Gletscher hat
... und auf dem Gletscher hat Frau Ladurner medienwirksam eine Plastikflasche gefunden und sie - hoffe ich zumindest - fachgerecht entsorgt. :-)
Was haben wir doch Angst vor
Was haben wir doch Angst vor Veränderung! Bravo Herr Griesser, ganz Ihrer Meinung! Und auch wenn es die Privilegien derer sind, die eh schon zu viele haben, wenn wir jetzt keine Veränderung schaffen, dann müssen wir halt noch leiden, bis wir es endlich raffen.
Dieses Problem muss
Dieses Problem muss einerseits auf lokaler, andererseits auf internationaler Ebene angegangen werden. Auf lokaler Ebene darf man Klima- und Umweltschutz nicht verwechseln. Die Qualität der Böden hat erstmal nicht viel mit dem Klimawandel zu tun.
Was die internatiinale Ebene angeht bezweifle ich die Erfolgsaussichten eines Marschallplans für Afrika. Der Marschallplan hat im vom zweiten Weltkrieg verwüsteten Europa gut funktioniert, weil es Strukturen gab, die man wiederaufbauen konnte. In Afrika ist das Hauptproblem, dass es diese Strukturen nicht gibt oder die vorhandenen Strukturen mit ein Grund für die miserable Situation vor Ort sind (z.B. Korruption).
Betrachtet man die Industrienationen, so ist auffallend dass bisher kaum jemand die Niedrig- bis Negativzinspolitik der Zentralbanken in Zusammenhang mit dem Klimawandel kritisiert.
Was ist das Ziel von Niedrig- und Negativzinsen? Sie sind Anreize, Geld nicht liegen zu lassen („sparen“), sondern es auszugeben für Konsum und Investition.
Die Zentralbanken denken sich natürlich nichts Böses dabei, sie versuchen damit das System am Laufen zu halten und einen Crash zu verhindern. Man erahnt aber vielleicht, dass der Spruch „system change not climate change“ wahrer ist, als manche wahrhaben wollen. Ohne echten Systemwechsel wird es nicht gehen.
Klar ist, dass sich das
Klar ist, dass sich das Problem nur politisch lösen lässt. Und noch nie war es für einen Staat wie Deutschland oder auch Österreich bei einem negativem Zinssatz öffentliche Investitionen zu tätigen (öffentlicher Schienenverkehr, Müllverwertung, …).
Andererseits lässt sich das Problem wohl nur durch einen Verzicht/Verbot von Konsum bewerkstelligen. Die 1. Klasse westliche Gesellschaft gehört vielleicht abgeschafft. Darüber müssen auch die Grünen nachdenken. Man kann sich nicht einen grünen Ablassbrief für das Klima kaufen, indem man etwas Müll trennt und einen Elektro-SUV fährt.
Konkrete Idee:
Aufforstung mit Laubbäumen im Mittelgebirge - der Klimawandel macht das möglich. Dies veranschaulicht gleichzeitig den real ablaufenden Klimawandel und Möglichkeiten etwas zu machen.
#Fridaysforfuture Südtirol?
Antwort auf Klar ist, dass sich das von Christian Mair-2269
Kenia machs vor. In 12
Kenia machs vor. In 12 Stunden 354 Millionen Bäume gepflanzt.
https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/aethiopien-pflanzt-354-millio…
Nein. Einen Mäve-Komplex und
Nein. Einen Mäve-Komplex und für deren Epigonen.
ein weiter wie bisher gibt es
ein weiter wie bisher gibt es auf dauer schon von natur aus nicht!
keine sorge: alles ist in stetem wandel!
bitte beschreiben sie die welt nicht schlechter als sie ist!
das sollten auch die apokalyptischen reiter verstehen können!
schauen sie selbst mal ruhig über ihren eigenen tellerrand - im fatalistischen sicheinigeln bringt weder ihnen was noch sonst irgendwem.
1. Gesunde, intakte
1. Gesunde, korrekt behandelte Kleinlebewesen im Boden produzieren Humus, können damit CO2 aus der Luft binden u bestimmen die Bodenfruchtbarkeit. Ein gewaltiges Potential, mit dem die Bayer- Monsantos nicht konkurrieren können!
2. Systemwechsel? Ich kann nicht abschätzen ob es einen Systemwechsel unbedingt braucht. Um die Böden und die Biodiversität zu schützen müsste ein lobbyunabhängiges Fachleutegremium Vorschläge ausarbeiten. Sicher dürfte es aber eine Abkehr von der geltenden Subventionspolitik der Landwirtschaft brauchen: derzeit wird die Monokulturlandwirtschaft volle Kanne subventioniert und die kommt nicht aus ohne Pestizide und Kunstdünger aus den Chemiefabriken, welche nunmehr jahrzehntelang lebende Organismen in Böden , Luft und Wasser dezimiert haben und weiter dezimieren, abgesehen von den Risiken für die menschliche Gesundheit. Südtirol könnte jetzt schon unter fachkundiger Anleitung Wechsel- Perma- Multikulturen subventionieren, um die Kleinproduktion, lokale Bauernmärkte, die Reduktion der Transportwege zu fördern u damit das Einkommen der Kleinbauern verbessern. Ich glaube aber nicht, dass der SBB damit einverstanden wäre.
Antwort auf 1. Gesunde, intakte von Klaus Griesser
Neben einer Handvoll Gretas
Neben einer Handvoll Gretas und Anstrengungen von jedem einzelnen braucht es vor allem politische Lösungen.
Warum das in der EU derzeit nicht funktioniert, zeigt diese Doku:
https://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/europawahl-20…
Was "man" tun muss, Herr
Was „man“ tun muss, Herr Gasser? Ich kann keine Prioritätenliste erstellen, ich kann mir höchstens Phantasien/ Vorschläge machen für Südtirol. Bzgl. Ihrem Argument Autoproduktion können wir z.B. nur schauen dass der Verkehr reduziert wird: keine Sojaimporte (stammen von Frachtschiffen mit Schweröl), insgesamt weniger Importe, weniger Exporte (hohe Autobahngebühren u Festlegen einer Obergrenze für Fahrzeuge pro Stunde), kurze Transportwege durch mehr Lokalmärkte direkt von Bauern versorgt, öffentlichen Verkehr ausbauen, Tourismus- Privatverkehr zurückdrängen auf öffentlichen Verkehr. In erster Linie müssen wir die größten Faktoren beiseiteschieben, welche die Biodiversität verringern: Monokulturen, Pestizide, Kunstdünger, Gülle und andere Faktoren, auf die ich bereits hingewiesen habe. Dazu müssten aber die Subventionen (Steuergelder die von den BürgerInnen an die Landwirtschaft gezahlt werden) im Allgemein-Interesse des Klimaschutzes umgelenkt werden, wie ich’s schon beschrieben habe.
Wir können es uns keinen Tag leisten, Subventionen zu zahlen für etwas was uns jetzt schadet und unsere Zukunft zerstört.
Antwort auf Was "man" tun muss, Herr von Klaus Griesser
@KlausGriesser:
@KlausGriesser:
Wahrscheinlich würden Ihnen in Umfragen da 2/3 der Bürger zustimmen.
Warum passiert aber nichts, das zukunftsweisend ist, außer vielleicht in Mals?
- Parteienstruktur mit Fraktionszwang?
- Propaganda?
- Entscheidungne hinter verschlossenen Türen?
- und wie kann man diese Dinge aufbrechen?
- Volksbegehren?
Antwort auf @KlausGriesser: von Christian Mair-2269
Man tut hier stets so, als
Man tut hier stets so, als würde der Bauer diese verwerflichen Dinge aus purer Bosheit tun.
Schon vor 40 Jahren kamen die Kunden der Obstgenossenschaft aus Deutschland auf unsere Wiesen, und zeigten uns Kindern rostige, schorfige, kleine, zu größe, zu grüne, zu reife Äpfel, die nicht in die Großkiste dürften. Nur 1A-Früchte akzeptiert der Markt und damit der Kunde. DORT muss die Änderung stattfinden. Notfalls per Gesetz.
Sorry, aber der Landwirt arbeitet genau nach den Gesetzen, welche die Konsumenten über die von Ihnen gewählten Politikern erlassen. Der Nutznießer und Verursacher stehle sich nicht aus der Verantwortung.
Antwort auf Was "man" tun muss, Herr von Klaus Griesser
Bis hin zu „Monokulturen,
Bis hin zu „Monokulturen, Pestizide, Kunstdünger, Gülle“ bin ich ganz bei Ihnen. Dann sollte es heißen: und alle Produkte und Lebensmittel verbieten, welche mit „Monokulturen, Pestizide, Kunstdünger, Gülle“ erzeugt worden sind. Andernfalls zerstören Sie nur die heimische Landwirtschaft, und der Bürger wird noch mehr billige Lebensmittel von auswärts importieren.
Antwort auf Bis hin zu „Monokulturen, von Peter Gasser
Meinen Respekt, Herr Gasser,
Meinen Respekt, Herr Gasser, dass Sie akzeptieren „Keine Monokulturen, Pestizide, Kunstdünger, Gülle“ - und ich gebe Ihnen prinzipiell recht: auch nicht solche Produkte von anderswoher. Zudem: von Bosheit „des Bauern“ habe ich nie gesprochen/ geschrieben; er ist Opfer und Täter zugleich, wenn er aber einen Irrtum erkannt hat, ist es teuflisch, wenn er darin beharrt.
Antwort auf Meinen Respekt, Herr Gasser, von Klaus Griesser
Der Begriff „Bosheit der
Der Begriff „Bosheit der Bauern“ stammt klar von mir.
Und ich sehe die aber auch Tragweite „unserer“ Ansicht:
Der Anteil der Bevölkerung, welcher (wieder) in der Landwirtschaft arbeiten wird, wird sich mindestens verdoppeln, ebenso der Anteil des Lohnes, den der Mensch für die Nahrungsmittel ausgeben wird; kann sein, dass sich beides auch verdreifacht.
Ich würde auch dies gut finden, man muss es nur ausreichend kommunizieren: denn das Geld wird der Urlaubs-, Spass-, Event- und Konsumindustrie fehlen... und hoffentlich auch der Rüstungsindustrie.
einen kleinen Nachtisch,
einen kleinen Nachtisch, bitteschön:
https://www.youtube.com/watch?v=gMRnowgpGig