Rad-Kundgebung gegen Passverkehr

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Raserei, Lärm und Abgase sind für die Anrainer auf der Straße zum Stilfser Joch zum Alltag geworden. Die Umweltschutzgruppe Vinschgau will das Stilfser Joch vom übermäßigen Verkehr befreien und damit sowohl der Umwelt als auch den Anwohnerinnen und Anwohnern etwas Gutes tun. Aus diesem Grund hat sie für Sonntag, den 14. September 2025 eine Rad-Kundgebung geplant. Rudi Maurer ist Teil der Arbeitsgruppe Mobilität in der Umweltschutzgruppe: „Der sogenannte Spaßverkehr ist in den letzten Jahren drastisch angestiegen. Das ist eine Belastung für die Umwelt, die Anrainer und die Feriengäste, die sich hier aufhalten“, erzählt er. Er zeigt sich enttäuscht von den Verantwortlichen. Der Landeshauptmann und Landesrat Alfreider hätten in persönlichen Gesprächen zwar Verständnis für die Anliegen gezeigt, Verbesserungen habe es allerdings noch keine gegeben.
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Der Maßnahmenkatalog der Umweltschutzgruppe enthält zwölf konkrete Forderungen, um den motorisierten Verkehr auf dem Pass einzugrenzen. Unter den Maßnahmen sind beispielsweise der Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs, regelmäßige Kontrollen der Geschwindigkeit und die Einführung einer Maut von mindestens 20 Euro. Zudem solle die Passstraße für Camper unattraktiv gemacht werden. „Wir präsentieren einen fairen Plan, sowohl für die Umwelt als auch für die Menschen“, erklärt Rudi Maurer. Die Mauteinnahmen sollten dann für ökologische und nachhaltige Maßnahmen auf dem Pass eingesetzt werden. Außerdem fordert die Umweltschutzgruppe ein Tempolimit 30 in den Wohngebieten.
Jedes Jahr findet am Stilfser Joch ein Radtag statt, an dem die Passstraße für den motorisierten Verkehr gesperrt wird. Auch morgen, am 30. August, findet dieser wieder statt. Die Umweltgruppe Vinschgau fordert nun in ihrem Maßnahmenkatalog die Einführung eines wöchentlichen „FREI-Tages“, an dem der Pass jeden Freitag nur für Fahrräder, öffentliche Verkehrsmittel und Anrainer geöffnet sein soll.
„Wenn die Maßnahmen nicht umgesetzt werden, folgen weitere Proteste.“
Auch der Lärm sei eine ständige Belastung für die Anrainer, erklärt Rudi Maurer. „Einige meiner Nachbarn flüchten an den Wochenenden aus dem Dorf. Andere haben sich Steinmauern als Lärmschutz errichtet.“ Zu den Forderungen der Umweltgruppe gehören also auch regelmäßige Lärmmessungen.
Im Juli war eine Aktion der Umweltschutzgruppe vom Bürgermeister der Gemeinde Prad am Stilfserjoch abgelehnt worden. Geplant war das Anbringen von zwei Bannern, die im Rahmen der 200-Jahre-Feier der Stilfser-Joch-Straße auf das Verkehrsproblem aufmerksam machen sollten.
Dieses Ziel verfolgt auch die Rad-Kundgebung, welche – bei gutem Wetter – auch stattfinden wird. Rudi Maurer hofft auf eine rege Teilnahme. Zudem betont er: „Wenn die geforderten Maßnahmen nicht umgesetzt werden, werden weitere Proteste folgen.“
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Ich drücke dem…
Ich drücke dem Umweltschutzbund Vinschgau und allen Anwohnern der Passstraße die Daumen, damit dem rüpelhaften Rauditum endlich Einhalt geboten wird. Ich würde allerdings eine Maut von mindestens 40 € anstreben.
Ich drücke dem…
Ich drücke dem Umweltschutzbund Vinschgau und allen Anwohnern der Passstraße die Daumen, damit dem rüpelhaften Rauditum endlich Einhalt geboten wird. Ich würde allerdings eine Maut von mindestens 40 € anstreben.
... auch um die horrenden…
... auch um die horrenden Kosten für die Öffnung der Stilfserjoch-Straße im Frühjahr + die hohen Instandhaltungs-Kosten, nicht nur den STEUERZAHLERN an zu lasten!