„Das System Südtirol ist noch immer da“

Portrait
Ulli Mair ist die erste deutschsprachige Landesrätin ohne SVP-Mitglied zu sein. Bereits in den ersten Monaten ihrer Amtszeit hat die Freiheitliche etwas geschafft, was ehemaligen Regierungsmitgliedern unterm Edelweiß verwehrt blieb.

Ulli Mair hat nicht viel Zeit. Die Landesrätin für Wohnen, Sicherheit und Gewaltprävention bittet in ihr Büro, in einer Stunde muss sie zum nächsten Termin. Mair von den Freiheitlichen ist die erste deutschsprachige Politikerin in Regierungsverantwortung, die ohne einen Parteiausweis der Südtiroler Volkspartei (SVP) auskommt. 

Das Wahlergebnis von 34,5 Prozent der abgegebenen Stimmen im vergangenen Herbst veranlasste die SVP erstmals seit ihrer Gründung dazu, nicht nur nach italienischen Koalitionspartnern zu suchen, sondern auch nach deutschen. Die Wahl fiel bei einer parteiinternen Abstimmung letztendlich auf die Freiheitlichen, die mit ihrer politischen Ausrichtung den italienischen Rechtsparteien Fratelli d’Italia und Lega näher stehen als das Team K oder die Grünen.

 

„Das System ist immer noch da, nur die Protagonisten haben sich geändert, wie die aktuellen Ermittlungsakten zeigen.“

 

Mair trägt einen schwarzen Kurzhaarschnitt, einen Hosenanzug mit kariertem Sakko und dezenten Schmuck. Die Landesrätin sitzt bereits seit mehr als 20 Jahren für die Freiheitlichen im Südtiroler Landtag. In der aktuellen Besetzung gehört sie mit Thomas Widmann zu den dienstältesten Abgeordneten. Damit war sie sowohl unter Landeshauptmann Luis Durnwalder wie auch unter seinem Nachfolger Arno Kompatscher auf der Oppositionsbank. 

„Als wir vor 20 Jahren das System Südtirol angeprangert haben, sind wir ins Kreuzfeuer der Kritik geraten“, sagt die langjährige Politikerin. „Das System ist immer noch da, nur die Protagonisten haben sich geändert, wie die aktuellen Ermittlungsakten zeigen.“ Angesichts der laufenden Ermittlungen der Trentiner Staatsanwaltschaft fordert Mair einmal mehr eine transparente Parteienfinanzierung und eine lückenlose Aufklärung, insbesondere mit Blick auf die Gemeindepolitik Bozens. Dass zu den Verdächtigen auch der Bozner Wirtschaftsberater Heinz Peter Hager zählt, überrasche sie nicht: „Das muss ich in aller Deutlichkeit sagen.“ Andererseits will sie auch Folgendes klarstellen: „Es ist wichtig, dass Politiker Kontakt zu Personen haben, die aus bestimmten Branchen kommen. Denn das sind die Praktiker, die sich wirklich mit den Sachverhalten auskennen.“ 

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Kommentare

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Salto User
opa1950 Do., 12.12.2024 - 06:40

Fragt sich nur was Sie geschaffen hat. Sie als Schützin hat es geschafft dass unser Land noch mehr Italianisiert wird . Ein neuer QUÄSTOR, viel mehr Polizei U.S.W. Gratuliere!!!!

Do., 12.12.2024 - 06:40 Permalink
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Profil für Benutzer Ulli Mair
Ulli Mair Do., 12.12.2024 - 10:22

Antwort auf von opa1950

Geht schon gut, Opa. Insofern die Gerüchte über deine wahre Identität stimmen, sollten wir uns ja recht gut kennen. Also Mut zusammennehmen und einfach einmal anrufen. Ich beiße garantiert nicht 😉 Ich werte Deine jahrelange Kommentierung all meiner politischen Tätigkeiten auf jeden Fall als tiefste Bewunderung. Grüße nach Brixen

Do., 12.12.2024 - 10:22 Permalink
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Salto User
Cicero Do., 12.12.2024 - 11:13

Antwort auf von opa1950

Ich finde eine verstärkte Polizeipräsenz bzw. einen Quästor der Recht und Gesetz durchsetzt sehr wünschenswert. Wie sonst soll das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung wieder gestärkt werden? Dieses Thema mit dem Blick durch die ethnische Brille zu sehen ist einfach plump und (sorry) dumm. Wir leben Gott sei Dank nicht mehr in den 50er und 60er Jahren, in denen Polizei und Carabinieri für uns deutschsprachige Südtiroler kein Freund und Helfer waren.

Do., 12.12.2024 - 11:13 Permalink
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Manfred Gasser Do., 12.12.2024 - 12:33

Antwort auf von Cicero

Dein Blick auf Sartori ist schon sehr durch die rosarote Brille. Was unser Quästor alles so verbieten lässt, und wie er Menschen einschüchtern lässt, die nicht so ganz ins rechte Weltbild passen, grenzt schon an Willkür, und es fehlt nicht mehr so viel zum Polizeistaat.

Do., 12.12.2024 - 12:33 Permalink
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Interessierter Do., 12.12.2024 - 07:20

System Südtirol tatkräftig unterstützt auch von der Dame durch den Rentenskandal bei den Freiheitlichen. Benko und die Freiheitlichen unterstützten sich gegenseitig. Aber mit dem Finger auf andere zeigen geht immer

Do., 12.12.2024 - 07:20 Permalink
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Josef Fulterer Do., 12.12.2024 - 07:30

An der Unsitte des WOBI, die zurück-gegebenen Wohnungen total zu sanieren + „dem Filz mit den Sanier-Firmen,“ hat sich nichts geändert.
„Normale Wohnungsbesitzer“ reparieren das Notwendige + vermieten sofort wieder!

Do., 12.12.2024 - 07:30 Permalink
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Profil für Benutzer Günther Stocker
Günther Stocker Do., 12.12.2024 - 08:51

Viel bla bla bla, am Futtertrog der SVP und von SVP Gnaden um doch noch was vom Kuchen bzw. von den Krümeln abzustauben. Schade.
Viele Leute wissen nicht wann ihr Zenit erreicht ist und das es manchmal besser ist sich ein neues Tätigkeitsfeld zu suchen, nachdem man mehr oder weniger gescheitert ist.

Do., 12.12.2024 - 08:51 Permalink
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Salto User
nobody Do., 12.12.2024 - 12:52

Salto, Südtirols Klagemauer - find ich nicht schlecht. Vielleicht bewirkt es ja auch etwas. Lästig sind nur die Parteitrolle verschiedenster Couleur.

Do., 12.12.2024 - 12:52 Permalink
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Profil für Benutzer Factum Est
Factum Est Fr., 13.12.2024 - 00:12

Ich finde dass Frau Mair versucht das Mögliche ihrer Ideen anzugehen. Da Sie ihre Rolle ohne SVP Kartl auszufüllen vermag, denke ich dass Ihr in den Gemeinden draußen die Interaktion mitunter nicht Immer gelingt.

Fr., 13.12.2024 - 00:12 Permalink
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Salto User
Günther Alois … Fr., 13.12.2024 - 07:24

Na ja um es nicht zu vergessen beim Rentenskandal hast du und die Freiheitlichen auch „ stillschweigend“ mitunterschrieben um abzuzocken schon vergessen??? In der Vergangenheit die Italiener verteufeln und jetzt mit der SVP in den gefährlichen Faschistenhimmel miteinsteigen,findest du das korrekt? Ich nenne das „ WENDEHÄLSIN“ Alles Gute zu deiner letzten Legislatur!

Fr., 13.12.2024 - 07:24 Permalink
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Salto User
Josef Fulterer Fr., 13.12.2024 - 08:39

„Kontakt zu Personen aus bestimmten Bereichen ..., das sind Personen die sich in bestimmten Bereichen auskennen“ / ihr persönliches Süppchen auf Kosten + mit der Ausbeutung der übrigen Bürgern kochen ...
Wenn einem Politiker „ohne dem listigen Rat der Spekulanten der Durchblick fehlt,“ ist er eine grobe Fehlbesetzung!

Fr., 13.12.2024 - 08:39 Permalink
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Profil für Benutzer Michael Bockhorni
Michael Bockhorni Sa., 14.12.2024 - 08:02

„.... leistbaren Wohnraum für Einheimische und für fehlende Arbeitskräfte....“ ihr kommt das Wort Ausländer bzw. Migranten wohl nicht über die Lippen. Bezahlbar ist ein Mietzins immer, aber für viele halt nicht leistbar. Anerkennenswert ist ihr offener Umgang mit Sucht, keine Selbstverständlichkeit !!!

Sa., 14.12.2024 - 08:02 Permalink
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Profil für Benutzer Hans Tappeiner
Hans Tappeiner Sa., 14.12.2024 - 09:23

„Mair trägt einen schwarzen Kurzhaarschnitt, einen Hosenanzug mit kariertem Sakko und dezenten Schmuck.“
Muss das so beschrieben werden, wenn ich es selber sehen kann?
Bei Männer wird selten derart von ihrem Äußeren aus gestartet.

Sa., 14.12.2024 - 09:23 Permalink