Gesellschaft | Missbrauch

„Dunkelziffer weitaus größer“

Generalvikar Eugen Runggaldier erklärt im Interview: Die beschuldigten Priester dürfen teils keine Messen mehr feiern und gehen in Therapie – derweil steigen die neu gemeldeten Fälle.
Bild: Diözese Bozen-Brixen

SALTO: Herr Runggaldier, haben sich nach Veröffentlichung des Missbrauchsgutachtens neue Betroffene gemeldet?Eugen Runggaldier: Es wurden uns 29 neue Fälle gemeldet, wobei 21 davon die Diözese betreffen und die restlichen die Ordensgemeinschaften. Bei den neu gemeldeten Fällen handelt es sich vor allem um den Zeitraum der 50er und 60er Jahre, fast alle Priester sind bereits verstorben. Die Fälle waren sehr unterschiedlich und es war teilweise umfangreiche Recherche notwendig.

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