Ein toter Wolf um fuffzig Mille
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Es ist Stand der Wissenschaft, dass die gezielte Tötung einzelner Wölfe als Maßnahme des Wildtiermanagements sinnvoll und wirksam sein kann. Wolfsrudel sind lernende Systeme und man kann ihnen drastisch ausrichten, dass sie Grenzen überschritten haben, indem man beispielsweise ein oder zwei Jungwölfe bei Reiß-Versuchen auf Nutztiere tötet und dem Rudel den Zusammenhang zwischen dem Angriff auf die Nutztiere und den Konsequenzen aufzeigt.
Das Rudel lernt im Idealfall daraus und das Leittier – meist eine erfahrene Wölfin – wird es anleiten, Distanz zu Nutztieren einzuhalten und Wildtiere zu erbeuten, mit positiven Auswirkungen auf den Wildtierbestand. Gelingt dies, wird die Präsenz eines stabilen Rudels paradoxerweise zu einem Sicherheitsfaktor für den Nutztierbestand: das Rudel hält durchziehende Einzeltiere fern, die die größten Riss-Schäden verursachen und in ihrem Verhalten unberechenbar sind.
Am wichtigsten ist und bleibt dabei wirksamer und ernstgemeinter Herdenschutz.
So gesehen kann die Maßnahme der Südtiroler Landesregierung sinnvoll sein, die in diesem Sommer die Tötung von zwei Wölfen im Obervinschgau angeordnet hat. Allerdings funktioniert dies nur in Kombination mit einer ganzen Reihe weiterer Maßnahme. Am wichtigsten ist und bleibt dabei wirksamer und ernstgemeinter Herdenschutz.
Und das schon deshalb, weil es sehr teuer ist, Wölfe zu „entnehmen“. So kam jüngst auf hartnäckiges Nachfragen des Abgeordneten Leiter Reber heraus, dass der mausetote Wolf im Obervinschgau den Steuerzahlenden rund 50.000.- Euro kostet. Gut die Hälfte davon entfällt auf 27 Hubschrauberflüge für die Weidmannschaft, die es offenkundig anders nicht auf 2.800 Meter hinauf geschafft hätte.
Man kann nun natürlich fragen, ob es einen Hubschrauber braucht, um auf eine Alm zu kommen. Man kann von der Stubenbank aus Tipps geben, wie man einen Wolf jagt oder sich damit trösten, dass der erste in der Schweiz erlegte Wolf im Jahr 2016 auch Kosten in Höhe von 43.000 Franken verursacht hat – weiter kommen wir damit aber nicht.
Anstatt einen Wolf zu killen, könnte man mit 50.000 Euro vier HirtInnen über die ganze Almsaison beschäftigen.
Weiter kommen wir nur, wenn wir uns endlich der Realität stellen und die Vorstellung von einem wolfsfreien Südtirol über Bord werfen: Der Wolf ist da und das ist gut so. Wir erleben ein Stück Versöhnung mit der Natur und das in Zeiten, in denen viele unserer Aktivitäten genau das Gegenteil bewirken.
Erinnert Ihr Euch noch an die Schlagzeilen im Sommer? Auf der Grödner Seite der Puez-Alm gab es Wolfsrisse und die wurden wie üblich mit Getöse und grausigen Bildern in die Welt posaunt. Auf der Gadertaler Seite derselben Alm, unmittelbar angrenzend, gab es keine. Der Grund: Professioneller Herdenschutz. Darüber konnte man allerdings in der schnappatmenden Propagandaschlacht nichts lesen.
Aber, sotto sotto, im Geheimen, geht etwas weiter. So wie es aussieht, wird im nächsten Jahr der professionelle Herdenschutz auf die ganze Alm ausgeweitet und auch wenn offiziell nicht darüber geredet werden darf, erkundigen sich immer mehr Bauern bei sachkundigen ExpertInnen, was man da so tun muss, um den Herdenschutz zu professionalisieren.
Vielleicht ersparen wir uns damit im nächsten Jahr die Heli-Jagd. Das Geld wäre bei professionellen Hirten besser aufgehoben. Anstatt einen Wolf zu killen, könnte man mit 50.000 Euro vier HirtInnen über die ganze Almsaison beschäftigen und neben dem Schutz vor dem bösen Wolf auch noch weitere Vorteile genießen: Gesunde Vieh-Bestände, reduzierte Sömmerungsverluste, sicheres und begleitetes Ablammen und optimal instand gehaltene Almflächen.
Win-Win plus Wolf, sozusagen.
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Es sieht tatsächlich so aus, als läge die Lösung offen vor uns. Dass man für die Wolfsjagd einen Hubschrauber braucht, wirkt auf den jagd-aversen Leser nicht nur befremdlich, sondern geradezu pervers. Vielleicht aber ließe sich genau dieser Teil des Problems anders denken – etwa durch eine Kommerzialisierung. Warum nicht Jäger lizenzieren, die die körperlichen Anforderungen für eine Hochgebirgsjagd erfüllen und bereit sind, mehrere Tage und Nächte auf der Alm zu verbringen, um dort den Wolf aufzuspüren? Für manche wäre das ein Abenteuer, ein Kick, den sie suchen.
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Leider gibt es Hinweise, dass in Südtirol viele Wölfe gewildert werden. Das löst aber leider genau gar nichts, weil herumziehende Einzelwölfe die größten Schäden anrichten. Im Fall eines Rudels kann die Tötung eines Leit-Tieres das Rudel ins Chaos stürzen, was wiederum mit negativen Folgen für den Nutztierbestand verbunden sein kann, wenn es vorher gelungen war, das Rudel "zu erziehen" und vom (geschützten) Nutztierbestand fernzuhalten.
"Der Wolf ist da und das ist…
"Der Wolf ist da und das ist gut so."
Wieso ist es gut, dass der Wolf jetzt da ist ?
Wer bestimmt das, diejenigen die aus der Ferne der Naturromantik frönen oder doch wohl die unmittelbar Betroffenen ?
Der Wolf hat ist keine bedrohte Art, kann überall und vor allem in Gebieten die nicht dichtbesiedelt sind und wo es keine Weidetiere gibt, problemlos leben und sich vermehren.
Daher hat er Lebensraum mehr als genug. Wieso soll er dann auch noch in Gebieten wo es nur Probleme (finanzieller und anderer Natur) gibt, auch noch angesiedelt werden, bzw. wieso haben sich bestimmte Leute angemaßt darüber zu bestimmen, dass die sofortige und ständige Entfernung des Wolfes wegen der Bedrohung durch die Weidetiere nicht mehr so durchgeführt werden darf, wie sie seit Jahrhunderten praktiziert wurde ?
Wieso wurde von bestimmten grünen und vorwiegend aus dem städtischen Milieu stammenden Gruppen über die Köpfe der Betroffenen hinweg und indem man bewusst Konflikte geschaffen hat, politisch dafür intrigiert, dass GENERELL unabhängig ob ein Gebiet geeignet ist oder nicht, dem Wolf ein gesetzlicher Schutzstaus zugestanden wurde (wie gesagt, völlig unnütz weil es überall Lebensräume genug gibt) ?
Also für WEN genau ist es "gut" dass der Wolf da ist ? Für den Bergbauern , für den Steuerzahler oder bloß für den Naturromantiker (der die "Versöhnung mit der Natur" anderen aufbürdet.
Hätte man den jahrhundertelang erprobten status quo beibehalten und sich nicht supergescheit und besserwisserisch angemaßt über die Lebensweise der Bergbauern zu bestimmen, bräuchte man sich jetzt nicht wiederum obergescheit anzumaßen denen Ratschläge zu erteilen, die die Suppe jetzt auszulöffeln haben.
Respektloser geht es kaum.
Antwort auf "Der Wolf ist da und das ist… von Milo Tschurtsch
Wo genau sollen Wölfe…
Wo genau sollen Wölfe angesiedelt werden? Das wäre mir ganz neu.
Antwort auf "Der Wolf ist da und das ist… von Milo Tschurtsch
Es würde mich interessieren,…
Es würde mich interessieren, ob Sie auch der Meinung sind, dass die Ukraine die Verantwortung an der "Spezialoperation" Russlands trägt und ob Sie Putin als den neuen Säulenheilgen betrachten. Dann wäre das Bild der SSS, der "Südtiroler Slogan-Schleuder" endgültig abgerundet: Selenskyj muss weg, Impfung muss weg, Wolf muss weg, Regenbogenfahne muss weg, Links muss weg, Ausländer muss weg.
Antwort auf Es würde mich interessieren,… von Manfred Klotz
Thema off topic. Aber…
Thema off topic.
Aber trotzdem, ob das genannte pauschal "weg muss" oder nicht entscheidet (nach Diskussionen pro und contra) allein der Wähler. Ist halt für mache schwer zu akzeptieren.
Antwort auf "Der Wolf ist da und das ist… von Milo Tschurtsch
Ach ja übrigens, angesiedelt…
Ach ja übrigens, angesiedelt wurde der Bär. Im Trentino. Der Wolf wurde nirgends angesiedelt, der wandert dorthin, wo keine anderen Wölfe sind. Der Ruf nach Remigration ist ein Schlag ins Wasser.
Antwort auf Ach ja übrigens, angesiedelt… von Manfred Klotz
Ach ja übrigens, den…
Ach ja übrigens, den Unterschied zwischen bewusst ansiedeln und die Ansiedlung ( durch Nichtbejagung) ermöglichen muss man halt verstehen. Trotz Wortklauberei ist das Endergebnis immer dasselbe.
Versteht halt nicht jeder und das Verständnis für ländliche, traditionelle Lebensweisen hat auch nicht jeder.
Ich warte auf Berichte über erfolgreiche Ansiedlungen bzw. nicht verhinderte Vertreibungen von einwandernden "störenden" Tieren in der Stadt bzw. vom erfolgreichen "Management" für die Koexistenz mit denselben.
Der Wolf ist effektiv ein…
Der Wolf ist effektiv ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems. Er hält die Wildbestände gesund, da er vor allem kranke und ältere Tiere reisst, sowie dafür sorgt, dass Reh- und Hirschbestände - die den (Jung-)Wald ziemlich schädigen - nicht zu groß werden. Für die Artenvielfalt und den Waldschutz ein großer Gewinn. Murmeltiere, Steinbock waren bei uns auch schon ausgerottet und in West-Europa ist der Wolf nach wie vor gefährdet. Dem Wolf die "Schuld" in die Schuhe zu schieben, weil man auf seine "Viecher" nicht aufpasst und sie nicht schützt (durch Behirtung, sichere Pferche) ist meiner Meinung nach nicht ok. Wenn dann hin und wieder ein "zu frecher" Wolf geschossen wird hingegen schon (meine Meinung). Aber immer alles wieder ausrotten wollen und dann von Naturverbundenheit reden und Beiträge zu bekommen, hmm...
Antwort auf Der Wolf ist effektiv ein… von m s
Dann ist es wohl ein Wunder…
Dann ist es wohl ein Wunder dass es das Ökosystem all die Jahrhunderte ohne nennenswerte Anwesenheit von Wolf und Bär geschafft hat im Einklang zu bleiben. Der Wolf war im Gegensatz zu anderen Arten (Steinbock oder Bartgeier) nie ausgerottet sondern einfach nie nennenswert vorhanden weil sein Aufkommen eben immer von Anfang an verhindert wurde und er eben auf andere Gebiete ausgewichen ist und DESHALB niemals vom Aussterben bedroht war, sondern nur nicht ÜBERALL einen Lebensraum hatte, sondern nur in bestimmten Gebieten wie eben andere Tiere auch.
Und wenn die Bauern nicht "auf ihre Viecher aufpassen" so ist es der jahrhundertealte Tradition im Sinne einer absoluten Notwendigkeit des Überlebens geschuldet genügsame Kleintiere wie Schafe und Ziegen eben auf den Weidegründen zu sömmern, die den Rindern wegen Steilheit, vermindertem Futterangebot und Unwegsamkeit nicht zugänglich sind und die deshalb ein dementsprechend großes Einzugsgebiet brauchen, weshalb sie auch nicht in größeren Herden sondern in kleineren Gruppen weit verstreut Futter suchen.
Diese im Sinne der Nachhaltigkeit (auch unproduktive Almböden im Hochgebirge wurden abgegrast) und des geringen Arbeitsaufwandes betriebene Kleintierviehhaltung im Sommer sicherte vielen Familien das Überleben. Heute ist das natürlich nicht mehr unbedingt nötig, da auf Fleisch aus lokaler gesunder Haltung offenbar kein Wert mehrgelegt wird (es kommt zur Not aus Südamerika) weil wie man sieht den Kleintierhaltern Prügel in den Weg gelegt werden indem Großraubtieren die bisher stets von Anfang an entnommen wurden und die nie einen Lebensraum in den Alpen hatten, nun die Ansiedlung ermöglicht wird.
Denn dass es im Alpenraum enorme UNTERSCHIEDE landschaftlich bedingt gibt, wird gern ausgeblendet. In manchen Almen wie z.B. im Dolomitengebiet wird eine tägliche Einpferchung durch viel Aufwand schon möglich sein, in anderen z.B. in vielen Hochtälern die sich weit über der Waldgrenze befinden und die wegen des knappen Futterangebots im steinigen und für Menschen oft gefährlichen Geländes ein enorm weitläufiges Weidegebiet erfordern ist ein tägliches Zusammentreiben und Einpferchen in sicheren Tallagen unmöglich. Das versteht jeder der die Situation aus eigener Anschauung kennt und der über minimalen Sachverstand verfügt.
Aber genau diese Differenzierung will man partout nicht wahrhaben und alle über einen Kamm scheren.
Aber egal, mache werden Herdenschutz mit Einpferchung betreiben, andere denen das wegen oben beschriebener landschaftlicher Voraussetzungen nicht möglich ist, werden die jahrhundertelange Tradition aufgeben da wie gesagt die Kleintierhaltung nicht mehr absolut überlebenswichtig und ein Zusatzerwerb ist und das Bergbäuerlein politisch gesehen als Wählerschicht zu uninteressant ist.
Der Respekt und vor allem das Verständnis ( man hat keine Ahnung) gegenüber traditioneller Lebensweise in extremen Berggebieten und der Wert von gesund produzierten Lebensmitteln ist den städtisch sozialisierten Menschen abhanden gekommen.
Dafür kann man sich am Wolf erfreuen (solange er nicht in der Stadt auftaucht). Denn dann ist mit dem Verständnis für Artenvielfalt erfahrungsgemäß schnell Schluss.
"Vernünftige Kommentare ... …
"Vernünftige Kommentare ... ...!"
Der Wolf ist nicht brav Und…
Der Wolf ist nicht brav
Und reißt sich ein Schaf
Bei Reh oder Hirsch
Muss er auf die Pirsch
So eine friedliche Göre
Die kann sich nicht "wöhre"
Man kann natürlich eine…
Man kann natürlich eine Behauptung aufstellen, die nicht stimmt, und dann mit wohlbegründeten Argumenten dagegen vorgehen. Die Behauptung, die nicht stimmt, ist die, dass es Menschen gibt, die ein wolfsfreies Südtirol fordern. Vielleicht mag es den einen oder anderen, der das fordert, tatsächlich geben, aber ich bin noch nie einem begegnet. Wohl aber gibt es viele Menschen in Südtirol, die einen effizienten Schutz für unsere Almwirtschaft fordern. Markus Lobis hat interessantes ein Beispiel gebracht. Mit den 50.000 Euro für den Abschuss eines Wolfes hätte man nach seiner Meinung eine Alm vor Wolfsrissen schützen können. Ich kann ihm da zwar nicht ganz folgen, denn bei unserer extensiven Almwirtschaft wären die Kosten meiner Meinung nach eher bei 100.000 Euro für eine Alm gewesen, aber auch wenn er Recht haben sollte. Es gibt in Südtirol hunderte Almen. Wenn für den Schutz einer Alm mindestens 50.000 Euro (nach meiner Meinung das Doppelte) notwendig wären, dann kämen wir bald auf Beträge von mehreren Millionen Euro. Sollte man außer den von Markus Lobis bevorzugten Hirtinnen - das wäre dann schon eine Armee von vielen hundert bzw. tausenden Hirtinnen (warum nicht mindestens auch ein paar Hirten?) - auch noch jeweils ein paar Hirtenhunde einsetzen wollen, dann käme man schnell in einen mehrstelligen Millionenbereich. Südtirol hat ja genug Geld (nur nicht für die Lehrer). Viel billiger wäre es, den Bauern eine Entschädigung dafür zu geben, dass sie die Almen nicht mehr beschicken. Die wachsen dann zu, und die Sache ist erledigt.
Man kann natürlich eine…
Man kann natürlich eine Behauptung aufstellen, die nicht stimmt, und dann mit wohlbegründeten Argumenten dagegen vorgehen. Die Behauptung, die nicht stimmt, ist die, dass es Menschen gibt, die ein wolfsfreies Südtirol fordern. Vielleicht mag es den einen oder anderen, der das fordert, tatsächlich geben, aber ich bin noch nie einem begegnet. Wohl aber gibt es viele Menschen in Südtirol, die einen effizienten Schutz für unsere Almwirtschaft fordern. Markus Lobis hat interessantes ein Beispiel gebracht. Mit den 50.000 Euro für den Abschuss eines Wolfes hätte man nach seiner Meinung eine Alm vor Wolfsrissen schützen können. Ich kann ihm da zwar nicht ganz folgen, denn bei unserer extensiven Almwirtschaft wären die Kosten meiner Meinung nach eher bei 100.000 Euro für eine Alm gewesen, aber auch wenn er Recht haben sollte. Es gibt in Südtirol hunderte Almen. Wenn für den Schutz einer Alm mindestens 50.000 Euro (nach meiner Meinung das Doppelte) notwendig wären, dann kämen wir bald auf Beträge von mehreren Millionen Euro. Sollte man außer den von Markus Lobis bevorzugten Hirtinnen - das wäre dann schon eine Armee von vielen hundert bzw. tausenden Hirtinnen (warum nicht mindestens auch ein paar Hirten?) - auch noch jeweils ein paar Hirtenhunde einsetzen wollen, dann käme man schnell in einen mehrstelligen Millionenbereich. Südtirol hat ja genug Geld (nur nicht für die Lehrer). Viel billiger wäre es, den Bauern eine Entschädigung dafür zu geben, dass sie die Almen nicht mehr beschicken. Die wachsen dann zu, und die Sache ist erledigt.