SALTO: Frau Wild, seit knapp einem halben Jahr sind Sie für einen Austausch an der Stanford University im Silicon Valley. Wie kommt man dorthin?
Lena Wild: Ich mache mein Doktorat in Schweden an der Königlich Technischen Hochschule Stockholm (KTH) und bin Teil eines Programms, das Austauschmöglichkeiten finanziert. Ich beschäftige mich mit dem autonomen Fahren und habe nach Gruppen gesucht, die ähnliche Forschung betreiben wie ich – und die Bay Area ist für diesen Fachbereich ideal. Schließlich bin auf dieses Projekt an der Stanford University gestoßen. Nachdem ich mit dem leitenden Professor Kontakt aufgenommen und eine Reihe von Interviews absolviert hatte, wurde ich tatsächlich aufgenommen.
Geht es wie bei Ihrer bisherigen Forschung in Schweden immer noch um Schwerfahrzeuge?
Die Forschungsgruppe in Stanford hat parallel zu mir auch am autonomen Fahren geforscht und jetzt haben wir eben ein gemeinsames Forschungsprojekt gestartet. Ich arbeite für die TRATON Group, einen Nutzfahrzeug-Konzern und Tochtergesellschaft von Volkswagen (VW). Der Hintergrund sind also immer noch Schwerfahrzeuge, aber da es momentan einfach mehr Daten für PKWs gibt, konzentrieren wir uns darauf. Es ist derselbe Bereich und dasselbe Prinzip, an dem wir forschen, nur eine andere Fahrzeugart.
Kommentare
Sehr interessant und…
Sehr interessant und aufschlussreich.
Lena Wild scheint ein Tausendsassa zu sein, sie ist auf vielen Gebieten begabt.
Was sie daraus macht, ist ebenso bewundernswert.
Die Frage vieler Menschen, ob sie in den USA bleiben möchten, klärt sich meist, wenn sie Sozial- und Gesundheitsleistungen in Anspruch nehmen wollen (oder müssen). Viele, die noch das schöne Wetter Floridas gerühmt haben, sind mit dem regnerischen Hamburg oder dem windigen Wien wieder zufrieden.