L’Italia chiamò! Sì!
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Es ist vollbracht. Mittlerweile „emotionslos“ stelle ich fest, dass die emotionale Zugehörigkeit des überwiegenden Teils der „Südtiroler:innen“ zum italienischen Staat erfolgreich vollzogen ist.
Ganz selbstverständlich und bewegt wird von rodelnden Olympiamedaillengewinner:innen die antiösterreichische Hymne mitgesungen, der Sieg der Nation gewidmet und dem neuen italienischen – bezeichnenderweise nicht ladinischen – Eiskanal gedankt. Begleitet wird dies von der offiziellen Anerkennung durch „Südtiroler“ politische Entscheidungsträger:innen sowie von einer vor nationaler Symbolik triefenden Medienberichterstattung – dies entspricht ganz offensichtlich der Erwartung des überwiegenden Teils der Landsleute.Marginalisiert sind die rechten wie die linken Widerständler:innen gegen den banalen Nationalismus: die rechten „Gegenbanalnationalist:innen“ mit Abgrenzungsschwierigkeiten zu identitärem und ausländerfeindlichem Gedankengut, im besten Fall kaisertreu und gottesfürchtig; die linken – mich inklusive – ohne Organisationsmacht und wohl zu abstrakt.
Niemanden überrascht oder stört es, wenn österreichische und deutsche Medien von Italiener:innen sprechen und schreiben – Italiener:innen nach innen wie nach außen. Setzt sich diese Entwicklung fort – und warum sollte sie das nicht? –, wird „Südtirol“ zu jenem Land, das offenbar gewünscht wird: nostalgisch anmutende, an den ehemals tirolerischen Kern erinnernde Architektur und Bräuche sowie italienisches Flair, Lebensart und Küche – bei gleichzeitig angenehmerweise noch vorhandenen Deutschkenntnissen eines Teils der Bevölkerung; des ohnehin polyglotten, hochmobilen Bildungsbürgertums und einiger weniger resilienter Sturköpfe in einigen Tälern.
Bitter.
Antwort auf „Unsere“ Athleten die bei… von Cicero
Ich bin da ganz bei Ihnen…
Ich bin da ganz bei Ihnen. Auch für mich steht der Sport im Vordergrund.
Und anscheinend muss ich indentitätslos sein, als Fan, oder Ex-Fan von Roger Federer, Alessandro Del Piero, Armin Zöggeler, Dominik Paris, Franjo von Allmen, Anna Gasser, Leon Draisaitl, Juventus, Manu, Borussia Dortmund. usw.
was ist die „die…
was ist die „die antiösterreichische Hymne“?
man muss auch dazu sagen, dass die austriaken nicht viel zu bieten haben. fußball, tennis, etc sind sie schlecht, sogar im schifahren ist italien besser. nur in der Formel 1 sind sie noch vorne, aber auch nur wegen red bull. sonst gibts außer rechtsextremen und kellerkindern nichts, was Ö besonders auszeichnet. :)
da ist es schon verständlich dass man sich umorientiert.
Antwort auf was ist die „die… von Reisekrebschen
Dieser Kommentar ist von…
Dieser Kommentar ist von seltener Grausligkeit.
Antwort auf was ist die „die… von Reisekrebschen
Hahahaha, herrlich. Im…
Hahahaha, herrlich. Im Fußball sind dann weder „Austriaken“ noch „Walsche“ aktuell auf der Höhe, dann wird der geneigte Südtiroler auch schnell mal zum Argentinier oder Franzosen, oder wie darf ich das verstehen? Dieser schmierige Opportunismus ist es, der uns südlich von Salurn und nördlich des Brenners so beliebt macht.
So scheint die jahrelange,…
So scheint die jahrelange, pausenlose Gehirnwäsche des banalen und auch des expliziten und zielgerichteten Nationalismus (man erinnere sich an den Spießrutenlauf, dem die Frau Zeller nach den Bürgermeisterwahlen in Meran ausgesetzt war) doch noch zum Erfolg zu kommen. Vielen Südtirolern scheint die Assimilierung an die Mehrheitsnation nicht schnell genug zu gehen. Überall entdeckt man bisher angeblich immer schon dagewesene Italianität der Südtiroler. Manche glauben auch Identitäten wie die Hemden wechseln zu können. Einige glauben zwar neben der italienischen auch die Tiroler Identität bewahren zu können, doch bei genauerer Betrachtung ist das auszuschließen. Zu gegensätzlich sind die Narrative, die beide stützen. Auf lange Sicht wird „Südtiroler“ so ein geografischer, eventuell noch politischer, aber nicht mehr ein kultureller und sprachlicher Begriff sein.
Die Zeitgeschichtler und Soziologen müssten sich dabei die Hände reiben. In Echtzeit könnten sie die freiwillige Selbstauflösung einer Kultur- und Sprachgemeinschaft studieren, wenn sie denn wollen. Freiwillig deshalb, weil trotz des enormen Assimilierungsdruckes es immer noch die eigene Entscheidung bleibt, ob man sich dem unterwirft. Dass wir einen Staubsaugervertreter als Landeshauptmann haben (ich weiß, das ist er nicht, aber er redet wie einer) und einen Studienabbrecher als Bildungslandesrat hilft in dieser kritischen Lage natürlich auch nicht weiter.
Im übrigen denke ich, dass diese hier geäußerten Überlegungen ähnlich auch für die Ladiner zutreffen.
Antwort auf So scheint die jahrelange,… von Martin Piger
Der Richtigkeit halber…
Der Richtigkeit halber sollte man schon erwähnen, dass der Spießrutenlauf durch falsche oder - wissentlich oder unwissentlich - verzerrte Darstellungen der italienischen Presse entstanden ist. Hätte diese den Vorfall nicht erwähnt oder richtig erklärt, wäre es nicht dazu gekommen. Das ganze ist also eher eine konzertierte Aktion gewesen, als eine „natürliche“ Empörung gegen Südtiroler.
Wenn unsere Südtiroler…
Wenn unsere Südtiroler Sportler singen, dass sie „zum Tod bereit“ sind, dann kann man nur hoffen, dass sie nicht wissen,, was sie das singen. Die meisten sind ja noch jung. Dass sie sich „zu Kohorten“ zusammenschließen wollen, erinnert zwar an das davon inspirierte Horst-Wessel-Lied („Die Reihen fest geshlossen“), kann aber auch als Absage an Impfgegner gesehen werden, die ja von Kohortenschutz nichts wissen wollen. Man sollte aber Sportler nicht intellektuell überfordern, sie müssen ja alle ihre Energien in ihre motorischen Fähigkeiten investieren.
Antwort auf Wenn unsere Südtiroler… von Hartmuth Staffler
Ich frage mich was die…
Ich frage mich was die Alternative für unsere Sportler sein soll? Wenn bspw. ein Rodler oder eine Skifahrerin ihren Sport auf höchstem Niveau ausüben wollen, dann werden sie zwangsläufig irgendwann im italienischen Nationalkader enden. Und ihr Kommentar zur Intellekt von Sportlern ist ziemlich herablassend.
molta saggezza. Zu…
molta saggezza.
Zu verlangen, dass der Sport den „nationalen“ Geist verkörpere (oder ihn zurückweise – was nur die Kehrseite derselben Medaille ist), ist lediglich das Ergebnis eines schlecht verstandenen Marketings (das heißt: Man versteht nicht, was Marketing ist, und begreift daher auch seine Wirkungen nicht). Der Kult um die Fahnen ist im Übrigen noch immer weit verbreitet, und niemand – weder diejenigen, die sie schwenken, noch jene, die wollten, sie würden in einer anderen Farbe geschwenkt – bleibt davon unberührt. Nicht einmal der Verfasser dieses traurigen Artikels, der liebe Werner, dem das Fortschreiten der Jahre, wie mir scheint, nicht viel zusätzliche Weisheit gebracht hat.
Antwort auf molta saggezza. Zu… von Gabriele Di Luca
Hallo Gabriele, schön, von…
Hallo Gabriele, schön, von Dir zu lesen. Ich kenne meine Grenzen. Keine Fahne, keine Notwendigkeit einer nationalen oder regionalen Identität, das kann ich praktisch nicht argumentieren. Erkenntnistheoretisch kann ich Dir zustimmen, in der politischen Praxis nicht. Praktisch erst, wenn die Praxis eine andere, eine nicht-nationalsaatliche, wäre.
Man könnte bei den…
Man könnte bei den Siegerehrungen wenigstens den Südtiroler Landesadler dazu zeigen, das wäre ein minimaler Kompromiss, der für die Südtiroler und Südtirolerinnen ein kleiner Trost ist, und auch eine gewisse Sichtbarkeit nach außen in die Welt hätte. Das würde auch für die Nation Italien sicher noch zu verschmerzen sein.
Man könnte bei den…
Man könnte bei den Siegerehrungen wenigstens den Südtiroler Landesadler dazu zeigen, das wäre ein minimaler Kompromiss, der für die Südtiroler und Südtirolerinnen ein kleiner Trost ist, und auch eine gewisse Sichtbarkeit nach außen in die Welt hätte. Das würde auch für die Nation Italien sicher noch zu verschmerzen sein.
Bei Sportveranstaltungen…
Bei Sportveranstaltungen fällt mir immer Stefan Zweig ein, der die Geschichte des Schahs von Persien überliefert, der zu einem Pferderennen eingeladen wurde und gesagt haben soll: „Warum? Ich weiß doch, dass ein Pferd schneller laufen kann als ein anderes. Es ist mir gleichgültig, welches es ist“.
Das Thema erinnert mich noch…
Das Thema erinnert mich noch an die Zeit, als Eva Klotz, noch als Obfrau der Union für Südtirol, einen südtiroler Olympioniken dafür kritisierte, die Hymne mitzusingen, als er siegte. Keine Freude am Sieg an sich. Nein, er startet für das falsche Land und daher hält man als stramm-stolzer Tirolpatriot und Andreas Hofer-Anhänger nicht zu seinen eigenen Landsleuten, die sich da ja als Carabinieri der Besatzungsmacht anbiedern würden. Genau das gleiche Narrativ vertreten auch heute, 20 Jahre später Heimatbund, Schützenbund und die rechtextemen Parteien deutscher Zunge. Und wehe, der Volksverräter singt noch diese antiösterreichische Hymne, wogegen wohl unsere Großväter im 1. Weltkrieg ihr Leben gaben - und gegen all die „walschen Fockn“, wie es heute noch in diesen Kreisen lautet. Nun ja. Historisch gesehen, den Sinn und die Geschichte der Hymne Mamelis „Fratelli d’Italia“ studierend, merkt man, dass diese Hymne, welche erst 1946 zur Hymne des republikanischen Italiens ernannt wurde, nicht einmal so schlimm ist, wie behauptet: Sie war Ersatz zur monarchistischen Marcia Reale, welche noch viel antiösterreichischer und martialischer war. Geht es doch bei der republikanischen Hymne Mamelis, die 1847 geschrieben wurde, um das Risorgimento und (noch lange) nicht um Südtirol, Trient und Triest, sondern um Lombardo-Venetien, das Großherzogtum Toskana und die Herzogtümer Modena und Parma, die in österreichischer Hand waren, dem Kirchenstaat und das Borbonische Reich beider Sizilien: Es war der Zeitgeist der Revolutionen und der Aufstände (Risorgimento) gegen die damals in weiten Teilen Italiens herrschenden Österreicher, welche - das muss man als Südtiroler einsehen - damals die Italiener wirklich unterdrückten und jegliche nationalistische Agitation gegen Österreich blutig niederschlugen. Diese Gefühle hallten nach und beeinflussten auch die Südtirolpolitik der Faschisten nach dem 1. Weltkrieg - natürlich im negativem Sinne, von Ressentiments und Hass getrieben. Aber auch der lange diskutierte Gefangenenchor aus Verdis Nabucco „Va pensiero“ als alternative wäre nicht weniger anitösterreichisch, da dieses Werk hier das Gefühl der Gefangenschaft und Unterdrückung, sowie die Hoffnung auf Befreiung besingt.
Dass nun die Südtiroler Sportler an diese historischen Fakten denken, wenn sie die Hymne singen, oder darüber gar bescheid wissen, wage ich zu bezweifeln. Sie freuen sich um ihren Sieg. Freuen wir uns mit ihnen. Das sind unsere Leute. (Und wenn ein Südtiroler Sportler für Argentinien eine Medaille holen würde, dann freuen wir uns verzwickt nochmal auch mit und für ihn! )
Aber singen müssen sie die italienische Hymne, ob es ihnen passt oder nicht- aber nicht weil es ihnen der Sportverband aufoktroyiert, sondern weil sonst ein riesiger Shitstorm in Medien und social media über sie niederprasseln würde. Ich glaube sie tun es aus Selbstschutz, denn dieser nationalistische Hass gegen Südtiroler Sportler kam schon 2 Mal während des letzten und dieses Jahres auf sie zu - wegen der Sprache und so.
Dass jetzt aber deswegen der Südtiroler bzw. Tiroler Nationalstolz geschmälert wird, wage ich zu bezweifeln und ich glaube auch nicht, dass wir in ein, zwei Generationen komplett italianisiert sein werden - gesetzten Falles man bemüht sich, die Südtiroler Jugend im Lande zu behalten mit entsprechenden Jobangeboten und entspechenden Löhnen, und gesetzten Falles man unterstütze die Familien wieder, mehr Kinder zu machen! Denn die Kinder sind unsere Zukunft, nicht irgendwelche Hymnen oder irgend ein pathetischer Nationalstolz! Nein, wir sollten weiterschauen und für ein geeintes Europa, die Vereinigten Staaten Europas, kämpfen! Nur so haben alle Völker und Minderheitenvölker in Europa eine sichere Zukunft. Wir haben viel schlimmere Zeiten vor uns, wenn wir uns jetzt nicht an die Arbeit für dieses geeinte Europa machen! Da sind Hymnen und Ressentiments aus frühreren Zeiten purer Anachronismus. Der Feind ist nicht Italien. Der Feind sitzt heute in Moskau und Washington und heißt Faschismus! Antieuropäischer Faschismus, der auch von den blau lackierten braunen Nazis in Österreich namens FPÖ unterstützt wird. Oder von Orban, Salvini, Le Pen, Höcke und all die anderen Spalter und Verräter.
Antwort auf Das Thema erinnert mich noch… von Gloeckelsthurm
Werter Gloeckelsthurm „you…
Werter Gloeckelsthurm „you're barking at the wrong tree“, der Feind oder zivil gesprochen der Rivale sitzt nicht in Moskau oder Washington sondern muss in China und auch bei der islamistischen Gefahr verortet werden.
Denn wenn Sie schon von Geschichte sprechen so war Russland schon geografisch, wirtschaftlich und kulturell immer eng mit Europa verflochten und Amerika hat sich auch von der europäischen Kultur heraus entwickelt.
Was uns eigen ist und wo unsere Wurzeln liegen, das ist das freie Abendland mit der sich über die Jahrhunderte herauf entwickelten Kultur und deren Werten.
Und diese bestehen weiter, unabhängig wer dort und hier inEuropa gerade an der Macht ist. Deshalb sollte, nein muss sich Europa dringendst an die halten , die unsere Lebensart teilen , die Illusion Europa könne für sich selbst bestehen kann man sich ruhig abschminken.
Denn Europa hat sich vor lauter Obermoralismus und Wokeness ins wirtschaftliche Abseits begeben, die gesamte Produktion , das know-how, die Innovation usw. hat sich Europa nehmen lassen, die läuft längst in Asien und in den USA, die selbst auch denselben Kampf führen.
Denn mit Klimalarmismus, Gender-gaga und sexueller „Selbstbestimmung “ aufgeblähtem Sozialstaat und Umverteilung in Sozialismusmanier ……. mit einem relevanten Bevölkerungsanteil der sich vom Staat aushalten lässt und kulturell durch Parallellgesellschaften mit mittelalterlichen Ansichten die hart errungenen Werte untergraben lässt, das Leistungsprinzip aushöhlt und grundsätzlich verfettet , mit so einer Gesellschaft ist „litterally“ gesprochen kein Staat zu machen.
Denn eine Gesellschaft die wirtschaftlich keine Rolle spielt, die spielt auch sonst nirgendwo mit.
Und wie Europa es schaffen kann wieder auf die Beine zu kommen, da muss einmal die dekadente Attitüde und Überheblichkeit abgelegt werden und weniger „Haltung“ und Spinnereien Raum gegeben werden , sondern es muss mehr der Fleiß und die Anstrengung unter Wahrung unserer kulturellen Identität, vor allem auch der diversen regionalen Traditionen Einzug halten. Denn nur wer sich auf die Geschichte besinnt kann authentisch auf der Zukunft aufbauen. Dazu braucht es aber Partner in dieser nun multipolaren Welt und da sollten wir nachdenken an welche wir uns halten und auf welche Kultur und Tradition wir gebaut haben und weiterhin bauen. Das wird wohl nicht der chinesische Totalitarismus oder der kommunistische Sozialismus oder gar der Islamismus gewesen sein , der unsere Gesellschaft entwickelt und wohlhabend gemacht hat.
Nur so gesehen kann es mit Europa noch etwas werden.
Tun wir, lieber GT, nichts…
Tun wir, lieber GT, nichts lieber als endlich Europa statt Nationalstaaten. Tendenzen in diese Richtung erkenne ich in Südtirol leider sehr wenige. Südtiroler Athleti:innen, die Europäische Hymne singend, was für ein schönes Symbol das wäre! Nur: So funktioniert die politische Instrumentalisierung des Sports nicht.
Die österreichische Geschichtsschreibung hat schon längst anerkannt, welche zerstörerische Rolle der Deutschnationalismus in Tirol wie darüber hinaus gespielt hat.
Noch eine lebensweltliche…
Noch eine lebensweltliche Bemerkung: In Sterzings Innenstadt gibt es mehrere Geschäfte und Restaurants, in denen kein Deutsch, nicht ein Wort, gesprochen wird. Ich lebe erst seit wenigen Jahren dort, ältere Sterzinger:innen erzählen mir, das sei neu. Mir ist in ganz Südtirol nicht ein Laden/Restaurant untergekommen, in dem nicht italienisch gesprochen würde. Ja, subjektive Eindrücke.
Mir gefallen zu viele…
Mir gefallen zu viele Rufezeichen nicht... Was aber sicher stimmt, ist, dass, wenn wir mit verschränkten Armen zusehen, wie die Jugend davonrennt, weil sie hierzulande keine Möglichkeiten einer Familiengründung mehr sehen und wir, eingelullt in unserer Pseudosicherheit (Adressaten: alle Großverdiener/Abgesicherten), auf bessere Zeiten hoffen, das Szenario, das Herr Pramstrahler geschildert hat, sehr wahrscheinlich Realität werden wird. Also keine Zeit mehr verlieren. Jede/r, so wie er/sie die Möglichkeit dazu hat.
Antwort auf Mir gefallen zu viele… von Luckygirl
Herr Pramstrahler... jetzt…
Herr Pramstrahler... jetzt muss ich schmunzeln, liebe H. Wir waren doch stets per Du! Oder?
Antwort auf Herr Pramstrahler... jetzt… von WerPram
ertappt. Ich schreibe lieber…
ertappt. Ich schreibe lieber „inkognito“
Auch wenn es, wie man…
Auch wenn es, wie man feststellen kann, sich für einige Angehörige der Minderheiten heute nicht mehr wie ein Weltuntergang anfühlt, wenn die eigene Kultur sukzessive aus dem Alltag verschwindet, und man sich weltoffen und dem Zeitgeist entsprechend fühlt, so ist es doch für einige Menschen in Südtirol, die noch eine Gott sei Dank verbliebene Sensibilität für die Kultur und Identität (und ja, leider auch teilweise Benachteiligung der Minderheiten) haben, unglaublich enttäuschend, dass es einem früheren, durch totalitären Regime aufoktruierten Unrecht, erst Generationen danach gelungen ist, ihr eigentliches Ziel zu erreichen. In diesem Fall würden wir einfach als ein interessanter Teil der Geschichte eingehen, man wird unsere Kultur in einigen Generationen vielleicht nur mehr aus Dokumentarfilmen kennen oder in Museen bewundern können. Schade, wirklich unendlich schade…
Also Sport betreibe ich…
Also Sport betreibe ich liebe selber, als Zuschauer bin ich selten dabei, sowohl vorn Fernsehen als auch beim Publikum in ein Stadium. Fahnen gefallen mir sowieso nie „Das Taschentuch bleibt meine Fahne“.
Gestern war eine Ausnahme, musste daheim bleiben, also habe ich mir den Riesentorlauf der Damen in Cortina und die 10 km Biathlon der Damen in Antholz angeschaut.
Es war spannend, die Valdostanerin Federica Brignone war wirklich phänomenal und spannend war es auch in Antholz, Lisa Vittozzi aus Sappada/Plodn hat eine super Rennen gemacht, muss ich traurig sein, weil keine Tirolerin es geschafft hat?
Wieder zwei Frauen, von den insgesamt acht Goldmedaillen für Italien waren es 6 Frauen die es geschafft haben, Gratulation !!
Viele Nordtiroler habe ich letzte Woche in Piemont getroffen, auf den Gipfeln und mehrere PKW mit Tiroler Autokennzeichen standen am Rande der Straßen in der Valle Maira, wieso so weit war die Frage: wegen den vielen Schnee da es heuer Frau Holle im Norden vergessen hat auszuschütteln aber besonders für die gute Küche, auf die Olympiade angesprochen war die Antwort, es ist ihnen egal, es ist sowieso nur ein Spektakel, und so denke ich es auch, trotzdem viel Respekt für die gute Leistung der Frauen !!
Wie entlastend wäre es für…
Wie entlastend wäre es für mich, sagen zu können, ein Taschentuch reiche mir als Fahne. Doch die analytische Kernthese meines Pamphlets lautet:
a) Die deutsch- und ladinischsprachige Bevölkerung Südtirols unterliegt – trotz, vielleicht gerade wegen der kulturellen Autonomie – einem Assimilationsprozess. Dieser vollzieht sich nicht repressiv, sondern über symbolische und kulturelle Mechanismen. Ein besonders effektives Instrument ist der Sport: Bei Ereignissen wie den Olympischen Winterspielen verdichten sich nationale Narrative in Flaggen, Hymnen, Medaillenspiegeln und medialen „Wir“-Formeln. Die derzeitige Olympiade ist ein Hochamt des banalen Nationalismus. Politolog:innen sprechen in diesem Zusammenhang unter anderem von der „normativen Kraft des Faktischen“, von der Depolitisierung genuin politischer Aspekte wie symbolischer Macht; der Entstehung auch institutionell abgesicherter Pfadabhängigkeiten zwischen Zentrum und Peripherie.
b) Was sich am Thema „Assimilierung der Südtiroler:innen“ manifestiert, lässt sich meines Erachtens mit Johan Galtung als strukturelle Gewalt beschreiben: keine offene Unterdrückung, sondern eine permanente Einforderung emotionaler Eingliederung in die italienische Nation, in der Anpassung als rational erscheint und kulturelle Beharrung als Sonderfall markiert wird.
c) Wenn diese strukturelle Gewalt – der unter anderem Frauen, in anderen Ländern und institutionellen Kontexten die Kärntner Slowen:innen, Migrantinnen, vielfach sogar mehrfach, chi più ne ha più ne metta, ausgesetzt sind – nicht relativiert oder zumindest als solche benannt wird, entfaltet sie zunehmend stärker ihre Wirkungen.
So weit meine analytische These, der auf dieser Ebene selbstverständlich widersprochen werden kann und muss.
Ich empfinde diese Entwicklung als Verlust des tirolischen Kerns dieses Landes – eines Kerns, der historische Figuren wie Luigi Negrelli ebenso umfasst wie Michael Gaismair. Wenn sich niemand gegen diese Form struktureller Einhegung zur Wehr setzt, sie theamtisiert, sie wieder zum Politikum macht, dann droht eine Normalisierung der Marginalisierung – ein Prozess, wie ihn andere minorisierte Gruppen erfahren haben. Assimilation und Marginalisierung erscheinen dann nicht mehr als Ergebnis von Machtverhältnissen, sondern als „natürlicher“ Verlauf.
Das verbittert mich. Alles Weitere – wer Medaillen gewinnt, wem man die Daumen drückt, die Anerkennung der Leistungen der Sportler:innen – war und ist nicht der eigentliche Gegenstand meiner Überlegungen.
Wer jetzt – wie manche Progressive, auch in meinem engsten Familien- und Bekanntenkreis – dem Taschentuch als Fahne das Wort redet, hat entweder die Zeichen nicht erkannt oder unterstützt bewusst den Prozess der strukturellen Einhegung in die italienische Nation.
Antwort auf Wie entlastend wäre es für… von WerPram
Meiner Meinung nach, erfolgt…
Meiner Meinung nach, erfolgt der Assimilierungsprozess durch die Einwanderung, weil alle Immigrierte aufgefordert sind, sich in italienischer Sprache zu integrieren.
Die „fluide“ Identität der Südtiroler sehe ich daher nicht als größte Gefahr.
„Die deutsch- und…
„Die deutsch- und ladinischsprachige Bevölkerung Südtirols unterliegt – trotz, vielleicht gerade wegen der kulturellen Autonomie – einem Assimilationsprozess.“
dieses Gefühl habe ich nicht, bin zweisprachig aufgewachsen (Vater gebürtig aus Trient und Mutter aus Mühlen in Taufers) und meine Kinder sind es nicht mehr so gut wie ich, das Italienische ist bei Ihnen schwach da ich mit ihnen Deutsch gesprochen habe und so ist es bei meinen näheren Verwandten die zweisprachig aufgewachsen sind, Deutsch und Tiroler Dialekt überwindet bei denen Nachwuchs, da sehe ich keinen Assimiliationsprozess. Was sich bei den Jungen geändert hat, ist das fehlende Interesse des sogenannten „Tiroler Patriotismus“, sie sind internationaler geprägt, reisen viel und sind viel offener. Sie sind gerne auch in Innsbruck, weil es die nähere größere Stadt ist, aber lieber in München oder Wien oder in einer größere italienische oder europäische Stadt.
Wenn ich eine Großstadt auswählen müsste, wo ich lieber wohnen möchte dann lieber in der internationale geprägte Stadt wie München, in Wien würden mir die Berge fehlen, dort spüre ich schon den slawischen Flair. Ich fühle mich überall in den Alpen wohl, von Slowenien bis Frankreich. Dort liegen meine Wurzeln, fernab vom überlaufenen Südtirol. In fantastischen Orten in leider verlassenen Tälern finde ich die Ruhe, die in unseren Gebieten nördlich und südlich des Brenners oft fehlt.
Antwort auf „Die deutsch- und… von Alessandro Stenico
Condivido questa bella…
Condivido questa bella immagine di Alessandro Stenico : „in luoghi fantastici, in valli tristemente - ma aggiungo, meravigliosamente, -deserte, trovo la pace e la tranquillità che qui mancano...“..Mia figlia, che vive all’estero, mi ha detto che quando le chiedono di che nazionalità sia risponde: alpina. Lei parla quattro lingue e questi sono i nostri giovani.
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