Das Märchen von Antholz
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„Wenn du fünf Stunden brauchst, um zum Veranstaltungsort zu kommen und wieder zurück, dann ist einfach eine gewisse Toleranzgrenze überschritten“, sagt Talbewohnerin und Heimatpflegerin Michaela Schuster. Wer die Blechlawinen an den Wiesen und auf den Straßen in den vergangenen zwei Wochen beobachten konnte, weiß, dass es eigentlich auch anders gehen könnte und müsste. Mit einer Initiativgruppe hatte Schuster gemeinsam mit Experten und anderen im Tal ein nachhaltiges Mobilitätskonzept für Olympia erarbeitet, stieß jedoch bei Politik sowie bei den Olympiamacherinnen und -machern auf taube Ohren. Die Antholzerin freut sich dennoch für die vielen Sportlerinnen und Sportler dieser Olympischen Spiele. Insbesondere auch für Dorothea Wierer, die gestern mit einem fünften Platz Adieu sagte und gebührend gefeiert wurde.
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(c) SALTO
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Das Finale im Tale
Was hätte man besser machen können? Was ist überraschend gelungen? Wie war die Stimmung unter den Fans abseits der Loipen? Bei einem Lokalaugenschein hörte sich SALTO nicht nur Kritik an, sondern fragte auch bei jenen nach, die die Fans trotz Anfahrts- und Zubringerfrust bei Laune hielten. Gabriel Steinkasser, Verantwortlicher für das Gaudi-Areal in Antholz zeigte sich am letzten Wettkampftag sichtlich erleichtert: „Die letzten zwei Wochen waren für uns sehr aufregend. Am Anfang haben wir nicht genau gewusst, wohin die Reise führt.“ Im Unterschied zu vorhergehenden Biathlonjahren pilgerten die Fans vor allem aus logistischen Gründen bereits am Vormittag zum Gaudi-Platz. Am Abend war hingegen meist ab 21 Uhr Schluss. Am letzten Olympia-Abend gestern natürlich nicht.
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Viele Helfende Hände und Nachhaltigkeits-Geblende
Der Kirchenchor von Pichl/Gsies, seit 2020 einer der Standbetreiber, lobte die Olympiaausgabe – wie es sich für einen Gesangsverein gehört – in höchsten Tönen. Vor allem bedankte sich der Chorverantwortliche Robert Graf bei all den Helferinnen und Helfern an seinem Stand: „Wir hatten jeden Tag zwischen 15 und 20 Leute hier, die uns geholfen haben. Ein großes Dankeschön geht an sie. Das war ein richtiges Fest“, freute er sich überschwänglich. Viele weitere Hände halfen in den vergangenen zwei Wochen mit, damit die Spiele in Südtirol im bestmöglichen Licht der TV-Kameras standen. Schatten hatte es im Vorfeld bereits genug gegeben.
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Was war? Was bleibt?
Und dennoch bleibt die Frage: Wie werden die Nachwehen der als so nachhaltig verkaufen Sportevents ausfallen? Dabei hatte es an echten nachhaltigen Ideen im Vorfeld alles andere als gemangelt. „Unter anderem hätten wir gerne den Radweg bis ans Talende gezogen. Das ist leider im Rahmen der gesamten Ausgaben nicht passiert“, zeigt sich Michaela Schuster enttäuscht. „Man hätte diese Investition auch ideal als Winterwanderweg nutzen können.“ Außerdem wurde der Ausbau der Bushaltestellen angeregt. Sie finde es zudem schade, dass vor allem die Kommunikation zwischen Bevölkerung, Politik und Technikern versagte. Kritik wurde bedauerlicherweise wegdebattiert oder unter den Tisch gekehrt.
Die meisten Investitionen gingen in eigentlich unnötige Zu- und Unterbauten zur Nutzung einer bereits bestehenden Anlage, in das „absolut notwendige“ Speicherbecken, die für Olympia nicht fertiggestellte Riggertalschleife und für ein Mobilitätskonzept, das zu wünschen übrig ließ. Südtirol habe sich von seiner besten Seite gezeigt, hieß es gestern wohlwollend im Südtirol-Home. Zum Glück haben Frau Holle zu Beginn und Frau Wierer zum Ende wesentlich dazu beigetragen. Der Rest wird sich zeigen.
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Antwort auf Man kann zu derartigen… von Hans Punter
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Na schau her, das ist ja was ;-)
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Ja,und leider auch unsere Gaestetische und Betten,werden es aber ueberleben.
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Im Titel heisst es verheißungsvoll „Das Märchen von Antholz“:
im Artikel habe ich das Märchen nicht (mehr) gefunden: kein Wort davon.... würden die Autoren dies nachholen?
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Jeder darf hier pro Olympia sein. Komisch nur, dass es keiner ist. Hängt vielleicht damit zusammen, dass es der Bevölkerung aufgezwungen wurde. Ubbidire.
Antwort auf Jeder darf hier pro Olympia… von nobody
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