Gesellschaft | Neue Wohnformen
Von der WG zur Lebensgemeinschaft
Foto: Andy Odierno / Salto
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Frueher Leningrad,heute…
Frueher Leningrad,heute Sankt Petersburg und ganz aktuell und nachhaltig jetzt auch in Sidterol: коммунальная квартира(die Kommunalka).Wem wunderts das auch damals die Bonzen eher die eigene Dacia bevorzugt haben.
Antwort auf Frueher Leningrad,heute… von franz
Im Gegensatz zu Ihnen, der…
Im Gegensatz zu Ihnen, der den Menschen vorschreiben will, was sie zu tun und zu lassen haben, geht es hier konkret um Lebensbedürfnisse und -vorstellungen von Menschen, die eine Alternative zu vorherrschenden gesellschaftlichen Strukturen suchen. Ich finde diese Ansätze sehr spannend und würde mich an einem solchen Wohnmodell beteiligen.
Antwort auf Im Gegensatz zu Ihnen, der… von Markus Lobis
Ich lass mir ungern was…
Ich lass mir ungern was vorschreiben und mag es genauso wenig, jemanden was voeschreiben,weis nicht wo sie im meinem Komment einen Versuch sehen jemandem was vorzuschreiben.Sage es noch einaml:die Wohnmodelle von frau Haller sind ziehmlich bekannt(z.B. das Kibbuz,als Produktionsgemeinschft).Bei erreichen eines guten Einkommens ziehen dann aber alle in den eigenen vier Waende,beim erreichen des Pensionsalters werden viele wieder zurueck in die Kommunalka muessen.
einige persönliche Gedanken…
einige persönliche Gedanken dazu, da, was theoretisch schön & gut klingt („alte Dorfgemeinschaft“, alle kümmern sich um alle und jeder gibt seinen Beitrag), in der praktischen Umsetzung dann doch schwierig wird.
Zitat: „Eine Hausgemeinschaft ist, wenn es verschiedene Wohneinheiten gibt, die Gemeinschaftsräume sind meistens auf die Küche beschränkt. Clusterwohnungen sind mehrere Hausgemeinschaften nebeneinander“: das funktioniert oft schon bei 2 Generationen derselben Familie schwer (die klassische ‚Schwiegermutter‘), und schon bei Patchwork-Familien scheitern mehr als 50% am friedlichen Zusammenleben.
Zitat: „Wobei wir erkannten, dass das Architektonische erst in einem zweiten Moment kommt. Viel wichtiger sind die sozialen Aspekte“: eben, siehe oben. Es müssten alle gut, wohlwollend, fleißig und mitarbeitend sein. Müssten...
Zitat: „Das macht ein gemeinschaftliches Wohnprojekt auch ein bisschen komplex. Ich sage nicht kompliziert, aber komplex“: oh, es mavht es sehr kompliziert - denke man doch an Kondominiumsversammlungen, und nun erweitern Sie diese zusätzlich um gemeinsame Reinigung, gemeinsames Einkaufen, Kochen, Kinderbetreuung: beim derzeitigen Individualismus und Vorteilsdenken graut mir da ein wenig: und das Glück ist doch eher in den eigenen 4 Wänden zu finden?
Antwort auf einige persönliche Gedanken… von Peter Gasser
Das liegt aber auch daran,…
Das liegt aber auch daran, dass wir alle in unserer Wohlstandsgesellschaft weniger Konfliktfähig sind. Weil der Begriff mittlerweile viel zu negativ bewertet wird und man Konflikten lieber aus dem Weg geht anstatt diese im Guten zu lösen.
Und es muss ja heutzutage nicht unbedingt die Großfamilienwohngemeinschaft sein. Alternativen gibt es genug und diese haben den Vorteil, dass ich mir die Gemeinschaft selbst wählen kann im Gegensatz zur Familie wo ich keine Wahl habe.
Man könnte einwenden, dass…
Man könnte einwenden, dass in vielen Fällen nicht mal das Zusammenleben von Paaren funktioniert. Und es soll auch Alleinlebende geben, die nicht (nur) glücklich sind. Es gibt aber tatsächlich vielerorts Modelle, bei denen das Zusammenleben gut funktioniert. Das Zusammenleben wird dabei organisiert und ausgehandelt, auch mit professioneller Unterstützung. Gesellschaftliche Entwicklung ist und bleibt spannend.
Ein solches gut funktionierendes Modell ist das CAMBIUM-Projekt in Fehring in der Steiermark. Sarah Stoisser von CAMBIUM war beim SALTO change Partner Event im UFO zu Gast. Hier der Link zur Aufzeichnung des Abends: https://www.youtube.com/watch?v=4vIB5iySV14