Was ist aus Europa geworden?

Einwanderung
Wirtschaftsparadigmata und Menschenrechte: die Flüchtlingsdebatte dieser Tage zeigt Europas wahres Gesicht.

Kommentare

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Karl Trojer Do., 26.07.2018 - 07:53

Dem Gianluca Battistel danke ich für seine treffenden Darlegungen. Leider ist der derzeitige Trend „Ware+Kapital vor Mensch“ weltweit ein Hammer (siehe auch China oder indien). Leider wird der Großteil der Wählerschaft weltweit von Angstmache und damit Fremdenfeindlichkeit dominiert. Hier geht es nicht um links oder rechts, es geht darum, welchen Menschen, in Demokratien, Macht gegeben wird. Denjenigen Parteien, die „christlich“ in ihrem Namen führen und sich gleichzeitig fremdenfeindlich verhalten, sollten die christlichen Kirchen medial das Recht auf „christlich“ aberkennen. Einen Ausweg aus dieser Entwicklung sehe ich im sich Konzentrieren aufs Wesentliche. Was ist wesentlich für den einzelnen Menschen und seine Gemeinschaften ? Schein oder Sein ? Es geht um wenige, wesentliche Werte wie Freiheit, Gleichheit, Solidarität, Subsidiarität. Wenn jemand einer Gemeinschaft angehören will und z.B. Solidarität für diese Gemeinschaft als wesentlicher Wert anerkannt wird, dann ist Solidarität für alle verpflichtend und nicht der Freiwilligkeit preisgegeben; freiwillig ist der Verbleib in dieser Gemeinschaft. Für Europa, das immer noch das weltweit bedeutenste Friedensprojekt ist und aufgewertet werden muss, wird eine Weiterentwicklung in 2 Geschwindigkeiten immer dringlicher. Europa muss zu einer Staaten-Föderation finden, die in der Umsetzung von Macht das Prinzip der Subsidiarität (diese ist etwas anderes als eine „Regionalisierung“) lebt, und jenen Staaten, die derzeit noch nationalstaatlicher bleiben wollen, die Möglichkeit zu späteren Beitritten anbietet, Diese Föderation muss in erster Linie eine Wertegemeinschaft sein.

Do., 26.07.2018 - 07:53 Permalink
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Karl Trojer Do., 26.07.2018 - 10:53

Solidarisch sein heißt auch : Verpflichtungen, die man nicht nur im einzelnen sondern auch in Gemeinschaft eingegangen ist, einzuhalten. Herr Oliver H. sind Sie „selbst aktiv“ ? Vielleicht könnten Sie durch gute Tips andere zum Handeln ermuntern...

Do., 26.07.2018 - 10:53 Permalink
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Benno Kusstatscher Fr., 27.07.2018 - 10:54

Oliver, ich will Dir nicht eine gewisse Intelligenz absprechen. Somit halte ich es für vorsätzlich und bewusst durchdacht: Die stete Wiederholung des unrichtigen Vorwurfs, dass ich Dich persönlich derart bezeichnet hätte, macht den Sachverhalt nicht wahrer und auch nicht sachlicher. Du surfst auf einer 6 Monate alten, verflachende Welle und versuchst sie zu einem Brecher aufzutürmen, um Dich in eine Opferrolle zu sonnen. Hätte ich Dein Mimimi, würde ich es wohl als Stalking bezeichnen, würde in elendslangen Kommentaren argumentative Ratio und Ausgeglichenheit vortäuschen um langsam aber sicher Feindbilder aufzubauen, mit deren Hilfe man das Gravitationszentrum seines Wertekatalogs leichter verschieben kann.

Es langweilt mich, dass Du aus einem Like, das ich diesem Beitrag gab, „Heuchelei, Doppelmoral“ oder sonst was ableiten willst. Du, der von anderen immere Belege „sachlich“ einforderst, wirst mir jetzt wohl die nächsten 6 Monate lang vorwerfen, dass ich Dich persönlich als einen „Unsachlichen“ bezeichnet hätte.

Die politische Debatte vergiftet sich nicht durch standhafte Positionen, sondern durch empathielose Schlaumeierei, die als selbstzweifellose, gefressene Überheblichkeit in verlogen vorgetäuschter Rationalität getränkt wird.

Fr., 27.07.2018 - 10:54 Permalink
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Karl Trojer Mi., 01.08.2018 - 11:46

Oliver, meine Sichtweise zu Ursachen und Problemlösungen dazu : Man kann auch vor Mangel an Wasser, an Nahrung, an Überlebenschancen von einem Ort zu einem anderen fliehen und wird dadurch nicht zum Schmarotzer, der besser lebenden Steuerzahlern auf der Pelle liegt. Der anstehende Klimawandel wird genau solche Flüchtlinge in großen Scharen zu uns bringen, wir bereiten uns darauf kaum vor und werden nicht mit Kanonen auf sie schießen können. Über Jahrhunderte hat nicht zuletzt Europa Afrika und andere „unterentwickelte“ Lander schamlos ausgebeutet und diese Ausbeute geht weiter, Man bietet Milchpulver zu Billigpreisen an und zerstört so die lokale Landwirtschaft, man kauft riesige Landflächen auf und brennt Urwälder ab , um Monokulturen zu verwirklichen und vertreibt de facto die dort lebende Landbevölkerung.... und schließlich treibt eine weltweit enorme, „freie“ Kapitalspekulation ganze Volkswirtschaften über Kursverfall in den Ruin. Solidarität kann sich nicht auf Freiwilligkeit beschränken, wenn die Ausbeutung global geschieht ! Meines Erachtens ist Leben-retten erste Menschenpflicht. Diese ist kurzfristiger Art. Mittel-u.und langfristig geht es darum diesen Menschen berufliche Aus-u.Weiterbildung zu vermitteln, damit sie bessere Chancen zur Heimkehr erhalten. Es gilt in den Herkunftsländern zur Friedensfindung beizutragen, die dortigen Lebensbedingungen umfassend und engagiert verbessern zu helfen und unsererseits den absurden Konsum und die Resourcenvergeudung drastisch zu reduzieren.

Mi., 01.08.2018 - 11:46 Permalink
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Profil für Benutzer Michael Bockhorni
Michael Bockhorni Di., 14.08.2018 - 08:56

ich gebe Dir recht, dass es wichtig ist Flucht und Migration unterschiedlich (gesetzlich) zu behandeln. Die meisten europäischen Ländern sind aber bei den Migrationsgesetzen säumig. Sicher wollen viele Flüchtlinge wieder zurück in die Heimat, wenn der Krieg vorbei ist. Denk aber mal an die Juden, die geblieben sind, weil die Diskriminierung / Hass auch nach Ende des Kriegs da war bzw.. die Täter nicht gestraft wurden, denk aktuelle an die Gesetze in Syrien die das Eigentum der Geflüchteten enteignet usw. Die Kosten der Unterbringung hängen stark davon ab, ob (stationär) „versorgt“ wird, oder (ambulant) auf die vorhandenen Fähigkeiten aufbauend „unterstützt“ wird. Ich habe selbst 9 Monate in einer Flüchtlingsunterkuft gearbeitet und nicht verstanden warum das Personal Essen, Hygieneartikel, Wäsche, Fahrräder etc. ausgeben muss und keine Zeit hat sich wirklich um die Probleme der Flüchtlinge zu kümmern. Und bei dritten Punkt ist die Frage, ab wann wird jemand als „kriminell“ etikettiert: bei einem Verwaltungsvergehen (z.B. unerlaubtes Wegbleiben aus der Unterkunft), kleinere strafrechtliche Delikte (z.B. verbale Drohung) ... ab einem Vorfall, ab der Anzeige, ab einer rechtsgültigen Verurteilung? beim ersten Mal, soll jemand eine zweite Chance bekommen usw.

Di., 14.08.2018 - 08:56 Permalink