Studie der Uni Bozen löst Ärger aus
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Letzte Woche hat die Freie Universität Bozen im Auftrag von Alperia ihre Studie zum geplanten Pumpspeicherkraftwerk in Ulten der Gemeinde vorgestellt. Erwarteter Mehrwert für Südtirol sei nicht nur die sauber produzierte Energie aus Wasserkraft, sondern auch 152 Millionen Euro zusätzlicher Umsatz pro Jahr, davon 39 Millionen Euro alleine im Ultental.
Zwar sei während der Bauarbeiten von fünf Jahren eine erhöhte Belastung für die Bevölkerung erwartbar, doch das Gastgewerbe könne profitieren, indem es den Bauarbeitern eine Unterkunft zur Verfügung stelle. Zudem würden die Haushalte mit dem „Ultner Paket“ 500 Euro pro Jahr an Energiekosten sparen.
„Ebenso mehr als verzichtbar ist in diesem Zusammenhang die versuchte Einflussnahme einzelner Verbandsvertreter.“
„Es wurden nur die positiven Aspekte gesammelt und die Aussagen zu den angeblichen Zugewinnen für den Tourismus sind im Grunde genommen eine Frechheit“, erklärt Paul Rainer, Präsident des Ultner Tourismusvereins, gegenüber der Tageszeitung. Denn den bis zu 370 Bauarbeitern wird vermutlich keine kostspielige Unterbringung in Hotels zustehen, sondern zur Verfügung gestellte Wohncontainer.
Auch in der Studie der Uni Bozen wird angemerkt, dass die laut dem Kollektivvertrag vorgesehene Summe für Unterkunft und Verpflegung im Bausektor von 70 Euro pro Tag nicht ausreichen wird, um die Übernachtungskosten in einem Hotel abzudecken. Trotzdem könnte der Auslastungsgrad der Gastbetriebe in Ulten von 35,4 Prozent im Jahr 2024 auf 48,4 Prozent steigen, so die Studie.
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Volksbefragung im Herbst
Wie die Ultner Bevölkerung tatsächlich über das geplante Großprojekt im eigenen Tal denkt, dürfte bei der Volksbefragung im Herbst 2026 klar werden. Der Parteiobmann der Freiheitlichen, Roland Stauder, fordert nun in einer Pressemitteilung, dass das Ergebnis der Volksbefragung – wie von Landeshauptmann Arno Kompatscher angekündigt – für die Politik verbindlich sein soll.
„Die Südtiroler Bevölkerung ist nicht grundsätzlich gegen ein Pumpspeicherkraftwerk. Auch die Ultnerinnen und Ultner erkennen die Bedeutung erneuerbarer Energie und einer sicheren Stromversorgung. Was jedoch klar abgelehnt wird, ist die Verbauung eines der letzten weitgehend unberührten Naturbereiche des Tales“, erklärt Stauder. Im Ultental gibt es bereits sechs Stauseen und fünf Kraftwerke. Nun sollen der Arzkar Stausee am Berg mit dem Zoggler Stausee im Tal durch ein Pumpspeicherkraftwerk verbunden werden.
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„Diese Vorbelastung darf in der aktuellen Diskussion nicht ausgeblendet werden. Ebenso mehr als verzichtbar ist in diesem Zusammenhang die versuchte Einflussnahme einzelner Verbandsvertreter, die fernab der unmittelbaren Betroffenheit zusätzliche Projekte forcieren wollen“, teilt Stauder mit.
Der Präsident des Südtiroler Unternehmerverbandes, Alexander Rieper, hatte sich klar für Alperias Großprojekt ausgesprochen. Zudem hat der Unternehmerverband kürzlich selbst eine Studie zu dem umstrittenen Projekt beim Innsbrucker Markforschungsinstitut IMAD in Auftrag gegeben: 58 Prozent der Südtiroler Befragten befürworten demnach den Bau des Ultner Pumpspeicherkraftwerks.
Stauder schlägt hingegen vor, Alternativen für das Kraftwerk zu prüfen: Alperia könnte bestehende Infrastrukturen nutzen, wie die erneuerte und unterirdisch verlegte Druckleitung in Kuppelwies. „Eine Verlängerung unter dem Skigebiet hindurch wäre denkbar. Dieses Gebiet ist ökologisch deutlich weniger sensibel als ein bislang unberührter Berg“, so der Parteiobmann der Freiheitlichen.
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Was ist mit der Renaturierung von Flüssen?
Frage an KI: EU Vorgaben zur Renaturierung von Flüssen:
Die EU gibt die Renaturierung von Flüssen als Ziel vor, insbesondere durch die EU-Renaturierungsverordnung (Nature Restoration Law), die bis 2030 25.000 Kilometer Flusskilometer renaturieren und frei fließen lassen will. EU-weit besteht eine Verpflichtung, den „guten Zustand“ von Gewässern zu erreichen, wobei das Verschlechterungsverbot gilt und Verbesserungsgebote zur Renaturierung und Wiederherstellung bestehen. Renaturierungsmaßnahmen umfassen den Rückbau von Querbauwerken, die Schaffung von mehr Raum für den Fluss, die Reduzierung der Stoffbelastung und die Schaffung von Rückzugsräumen wie Altwässern.
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Wie Stromgewinnung aus Fließgewässern ohne Eingriff in die Natur möglich ist beschreibt ein Portal aus Brixen. Die Aussagen und Berechnungen im Portal zu überprüfen wäre eine reizvoller Aufgabe für die Uni Bozen. Oder auch von Salto - Lesern mit technischer Ausbildung.
https://www.starfort.it/de/produkte/wellen-stroemungs-und-flusskraftwer…
Mit Wasserkraft ist unser…
Mit Wasserkraft ist unser Land über erschlossen. Weil niemand darüber spricht ist es aalgemein nicht bekannt. Laut KI kann Beton von Staudämmen über 100 Jahr halten, aber auch weniger. Hängt von vielen Faktoren ab. Viele Staudämme in Südtirol sind in die Jahre gekommen und sind unterschiedlich bald reif für den Abbruch und Erneuerung. Wohin dann mit den maroden Beton? Das gilt noch mehr für die Sedimenten, vorwiegend Sand, diesbezüglich sind die Stauseen voll. Zudem ist laut EU Renaturierung angesagt.
Wie wäre es mit einem Pilotprojekt in Südtirol als Anregung für die Welt zur Nachahmung? Die durch Nachahmung weltweit ökologisch gewonnene Energie wäre weit mehr für Umwelt und Klima als Südtirol durch seinen Klimaplan erreichen würde.
Klimaplan ist nur glaubwürdig wenn auch die Umwelt saniert wird.
Von den vorherigen…
Von den vorherigen Stellungnahmen sehe ich, dass KI mittlerweile zur ABSOLUTEN Wahrheit geworden ist.... interessant.
Nicht immer aber das…
Nicht immer aber das moderner Beton im Gegensatz zu den der alten Römer nicht lange hält erleben Sie wenn Sie in Deutschland die Autobahn benutzen. Ein Baustelle nach der anderen. Alle alten Brücken müssen erneuert werden. Warum wohl?
Antwort auf Nicht immer aber das… von Klialeugner
Vielleicht weil es zur…
Vielleicht weil es zur Römerzeit, und auch noch lange Zeit danach, keine 40-Tonner gab, die zu Tausenden jede Stunde über die Viadukte fuhren.
Einfach nur KI fragen Es…
Einfach nur KI fragen
Es gibt mehrere Brücken aus der Römerzeit, die auch nach rund 2000 Jahren noch genutzt werden, oft sogar für den modernen Straßenverkehr. Die bekanntesten Beispiele befinden sich in Italien, Spanien und Deutschland.
Gaben den Beton Tuffstein hinzu und das ergab einen Beton der sich selbst heilte
Inn Ägypten stehen viele alte Bauwerke als wären sie neu errichtet worden. Verwendete keinen Beton sondern gossen in Formen Polymerbeton, ist ein zementfreier Werkstoff, .
Zurück zu meinem ersten…
Zurück zu meinem ersten Kommentar.
Falls jemand sich zusätzlich zu der beschriebenen ökologischen Wasserkraft schlau machen will ist der Fachausdruck für weitere Recherchen = Hydrokinetische Turbinen
Erwarte Kommentare die sich damit befassen, immerhin wäre mit genannter Wasserkraft weltweit die CO2 freie eingesparte Energie weit mehr als würde Südtirol zu 100 % klimaneutral werden.
Am 11.09.2025 brachte Salto…
Am 11.09.2025 brachte Salto einen Artikel für Stromgewinnung aus Fließgewässern ohne Staumauern.
https://salto.bz/de/article/09092025/schwimmende-kraftwerke
Frau Kuen die diesen Artikel verfasst hat war noch in der Ausbildung und hat sich darauf verlassen was Ihr Herr Waldner erzählte und nicht weiter recherchiert sonst wäre sie auf mein Portal gestoßen. Der Enegyfish von Herrn Waldner ist eine aufgewärmte Technik und wurde bereits von anderen mit Prototypen versucht. Unter den Suchbegriff „ hydrokinetische Turbinen“ werden Sie, wie bereits gesagt, fündig. Gemeinsam ist das sie alle keinen Erfolg hatten einfach weil sie sich nicht rechnen und deshalb Investoren abschreckten Warum sie sich nicht rechnen beschreibe ich ausführlich im Portal. Ob Herr Waldner Erfolg haben wird will ich nicht beurteilen. Kann es Ihm als Unternehmer nur wünschen, denn in seinem Projekt steckt eine Menge Geld und ein Scheitern ist immer schmerzhaft.