Ein blassrosa Plus

Von 35 auf 41. Sechs Gemeinderäte mehr als noch vor fünf Jahren stellt die Süd-Tiroler Freiheit (STF) nach den gestrigen Wahlen. 38 Kandidaten wurden auf eigenen Listen der Bewegung gewählt, drei Kandidaten haben den Sprung in den Gemeinderat über Bürgerlisten geschafft.
In acht Gemeinden war die STF heuer zum ersten Mal angetreten. Überall wurde mindestens ein Vertreter in den Gemeinderat gewählt. In Stilfs etwa erhielt die Liste 22,8% der Stimmen und stellt in Zukunft drei Räte. Auch in Laurein (19,8%), Prad (13,7%), Olang (12,6%), Partschins (11,3%) und Tirol (11,2%) liegen die Ergebnisse im zweistelligen Bereich.
In drei der Gemeinden, in denen die STF bisher vertreten war, hat die Bewegung hingegen Abstriche machen müssen. Im Ahrntal verlor die Liste der STF ganze 18,2 Prozentpunkte und vier Mandate. In Mals konnte auch diesmal kein Mandat erlangt werden, in Natz-Schabs hingegen wurde mit 4,6% der Stimmen ein Mandat gehalten – trotz Rückgang der Stimmen um -0,6 Prozentpunkte.
Über ein Fünftel, nämlich 20,4% der Stimmen, erhielt die STF in Kastelbell-Tschars. Auch in Schlanders (18,6%), Schenna (17,5%), Taufers im Münstertal (14,5%) und Prettau (12,6%) erzielte die Bewegung zweistellige Resultate. In Niederdorf, Neumarkt und Laas schafften es Kandidaten der STF über Bürgerlisten in den Gemeinderat.
Von den 41 gewählten STF-Gemeinderäten sind gerade einmal sechs Frauen. Hatte sich die Bewegung im Wahlkampf noch mit einem Kandidatinnenanteil von 28,9% gebrüstet, sind es jetzt gerade einmal 14,3% Frauen, die auch in den Gemeinderat gewählt wurden. Anscheinend nicht mehr geschafft hat es unter anderem Reinhild Campidell. Die bisherige STF-Gemeinderätin in Meran hat 108 Vorzugsstimmen bekommen. Diese dürften für einen erneuten Einzug in die Gemeindestube nicht reichen.