Chronik | Medien

Echo für Egos

Nach der salto.bz-Berichterstattung über den Auftritt von Matteo Salvini beim Kastelruther Spatzenfest und die Kritik von Reinhold Messner gibt es großes Medienecho.
Salvini-Messner-Rier
Foto: Screenshots

Dass der umstrittene Auftritt von Matteo Salvini beim Kastelruther Spatzenfest auch den deutschsprachigen Medien im Ausland nicht verborgen bleibt, war anzunehmen. Nach der Kritik von Reinhold Messner und Salvinis Stichelei auf Twitter berichten seit Dienstag neben der nationalen Presse nun auch deutsche und österreichische Medien über Salvinis Besuch beim Spatzenfest am Sonntag – und zitieren dabei salto.bz. Sowohl die italienische Nachrichtenagentur ANSA wie auch die deutsche Presseagentur dpa haben die Salto-Exklusiv-Meldung übernommen.

salto.bz hatte am Freitag mit dem Sänger der Kastelruther Spatzen, Norbert Rier gesprochen, der damals nichts von dem angekündigten Besuch Salvinis wusste. “Das muss ein Witz sein”, so die Worte Riers, die nun von den ausländischen Medien aufgegriffen werden.

“Zwei Männer, zwei große Egos und ein Streit über die großen Linien der Politik”, schreibt die WELT über die Reaktion von Reinhold Messner. Der hatte am Montag Abend auf salto.bz seinem Entsetzen darüber Luft gemacht, dass Salvini am Sonntag gar auf der Festbühne dem Publikum zuprosten und dabei ein politisches Statement für “sichere Grenzen” platzieren durfte.

Wie die WELT greifen unter anderem auch FOCUS Online, n-tv, DiePresse, die Krone, die Kleine Zeitung die Tiroler Tageszeitung die Meldung auf, nachdem die Deutsche Presse-Agentur bei Norbert Rier nachgefragt hat.

Der will die ganze Aufregung nicht nachvollziehen können. “Wir wollen mit Politik nichts zu tun haben. Es wundert mich, dass sich jetzt so viele Leute aufregen”, so Rier zur dpa. Eingeladen habe man Salvini nicht, wiederholt Rier. Es sei die Idee des Lega-Chefs gewesen, sich auf die Bühen zu stellen habe die Spatzen hätten mit dem Auftritt auf keinen Fall ein politisches Signal senden wollen, jeder solle sich um “sein Ding” kümmern. Zur Tageszeitung meint Rier: “Ich habe kein schlechtes Gewissen, wir haben das Beste aus der Situation gemacht und unser Programm durchgezogen. Wir haben uns auf die Musik konzentriert, die von der Politik zu trennen ist. Es ist aber auch klar, dass Salvini ein Minister ist, bei dem man nicht so tun kann, als wäre er nicht da.”