Trostpflaster für die SVP

Aufatmen bei der SVP. Nicht wie anfangs berechnet 53,44 Prozent, sondern 54,50 Prozent der Stimmen hat die Volkspartei bei den Gemeinderatswahlen vor zehn Tagen südtirolweit erhalten. So das Ergebnis einer erneuten ausführlichen Analyse der Ergebnisse der Parteileitung. “Das prozentuelle Ergebnis ist besser als es im ersten Moment schien”, verkündet Parteiobmann Philipp Achammer. In der Brennerstraße hatte man am Wahlmontag nämlich einen Rechenfehler gemacht. Das Ergebnis der Süd-Tiroler Freiheit war mit jenem der Bürgerunion verrechnet und somit doppelt aufgelistet worden. Das hatte dazu geführt, dass sich die Prozentsätze verschoben hatten, zum Nachteil der SVP. Der Fehler sei darauf zurück zu führen, dass die Stimmen bei den heurigen Wahlen bereits in der Nacht ausgezählt wurden, heißt es aus den Reihen des Edelweißes. Vor der Sitzung der Parteileitung am Montag Morgen und der anschließenden Pressekonferenz sei dann nicht genügend Zeit gewesen, das Ergebnis genau zu überprüfen.
Dadurch verändern sich nun auch die Ergebnisse in den Bezirken. Im Vinschgau verlor die SVP nicht wie bisher angegeben 14,77, sondern “nur” 7,41 Prozentpunkte im Vergleich zu 2010. Auch im Burggrafenamt halten sich die Verluste mit 3,63 Prozentpunkten in Grenzen. Bislang war man von einem Minus von 7,49 Punkten ausgegangen. Im Bezirk Bozen Stadt-Land beläuft sich der SVP-Stimmen-Rückgang auf 1,83, im Unterland auf 1,34 und im Pustertal auf 1,27 Prozentpunkte. Den größten Verlust nach dem Vinschgau musste die SVP im Wipptal hinnehmen, ein sattes Minus von 7,26 Punkten. Was vor allem auf das Ergebnis in Sterzing zurück zu führen ist. Der einzige Bezirk, in dem man zulegen konnte – und zwar mehr als anfangs berechnet–, war das Eisacktal: plus 4,60 Prozentpunkte. Bislang war man von vier Punkten mehr ausgegangen.
Beschönigen will man die neuen Zahlen auch weiterhin nicht. Denn nichtsdestotrotz schmerze der Verlust der sieben verloren gegangenen Bürgermeister, so Achammer. Auch wenn man künftig insgesamt 1.231 Gemeinderäte stelle.