„Santa Mozzarella… die Abfahrt!“

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Doch für diese Vorgehensweise gibt’s einen guten Grund, der da wäre, dass wir diesen Film – obwohl bzw. oder gerade weil wir den Inhalt kennen – gleich 3x am Stück geschaut haben und jedes mal aufs Neue entzückt waren.
Im Film geht’s um Außenseiter, Freundschaft, Erwachsenwerden, Erkunden neuer Welten, das Verlassen von Zuhause, in Gemeinschaft Dinge zu erleben, Spaß zu haben, auch mal gemeinsam traurig zu sein, an die Freiheit zu glauben, Träume zu haben und in Rekordzeit einen Teller Pasta runter zuschaufeln, den Geschmack einer Kugel Eis zum ersten mal auf der Zunge zu haben und dass man die Macht einer Vespa - egal wie krächelig baufällig, ob aus Holz gebaut oder aus Plastik - niemals unterschätzen sollte.
Der 2. Teil des Disney Pixar-Films „Luca“ ist für Sommer 2028 geplant. Ob die Fortsetzung an den unerhört tollen ersten Teil rankommen mag? Wir wünschen es uns, auch wenn wir etwas Angst davor haben, dass dem nicht so ist… „Silenzio, Bruno!“ ...na gut, wohl eher Angst davor hatten. -
Zum Spoileralarm-Inhalt:
„Wir sagen nichts, denken nicht, reden nicht, diskutieren nicht, träumen nicht über die Oberfläche und gehen nicht mal in die Nähe davon.“ So lautet das Verbot von Luca’s Eltern, denn dem Seeungeheuer, fasziniert nichts mehr als die Welt der Menschen. Das Problem: betritt ein Meerungeheuer die Meeresoberfläche, verwandelt er sich in einem Menschen. Kommt er jedoch mit Wasser in Berührung, erhält er seine Meerungeheuer-Gestalt zurück, sei es im Meer als auf dem Land.Der Waise Alberto, der schon länger am Land der italienischen Riviera, jedoch abseits des Menschendorfs lebt, holt Luca einfach mirnichtsdirnichts an die Oberfläche, damit er sich im Licht der Sonne zum ersten mal vollständig in einem Jungen verwandelt. Alberto zeigt ihm wie man einen Schritt nach dem anderen setzt, was nach tapsigen Anfängen überraschend gut funktioniert. Am meisten staunt Luca als er in der Unterkunft von Alberto ein Vespa-Poster mit dem Slogan „Vespa ist Freiheit“ entdeckt.
Spätestens an dieser Stelle werden die beiden Freunde und bauen „Vespas“ aus Holz, die schon auf dem Weg zur Rampe zusammen crashen. Doch die beiden haben den größten Spaß miteinander, denn die Methode, einfach ihren Schlachtruf „Silenzio, Bruno!“ laut gegen die Angst zu rufen und dann drauf loszufahren, klappt super.
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Die beiden Meermonster träumen davon eine echte Vespa zu haben, aber Luca’s Mutter zwingt ihn den restlichen Sommer bei Onkel Udo zu bleiben, damit er nicht mehr an die Oberfläche schwimmen kann. Doch die beiden Freunde haben auch hier sofort einen Plan: sie schwimmen auf die Nachbarinsel um Mister Vespa zu finden, der ihnen eine perfekte Vespa bauen sollte. Der versnobbte Vespafahrer Ercole trainiert gerade für das jährliche Rennen, mit dessen Preisgeld die Sieger/innen eine Vespa kaufen können. Somit verbünden sich die beiden Freunde mit dem ambitionierten Mädel Giulia, um die Kategorien „zum Gipfel und zurück fahren“, „Schwimmen“ und „1 Teller Pasta am schnellsten essen“ gemeinsam zu meistern.
Die Vespa-Besessenen trainieren 1 Woche lang. Schlafen können sie in Guilia’s Geheimversteck auf einem Baum. Dort entfacht das kecke Fräulein Luca’s Interesse für Astrologie und Bildung. Er hegt sogar den Wunsch, dass nach dem Rennen alle zusammen zu Giulia’s Schule gehen.
Doch in der Zwischenzeit sind Luca’s Eltern auf der Insel angekommen, um ihn zu suchen. Dabei geht es oft ganz schön knapp her, bis sie ihren ausgebüchsten Sohn schließlich beim Rennen erkennen. -
Bei der Abfahrt erkennt auch Giulia, durch Luca’s Schuld, dass die beiden Seeungeheuer sind. Dadurch geraten sich Luca und Alberto in die Haare, und Luca nimmt getrennt am Rennen teil, um dann mit dem Preisgeld bzw. der gewonnenen Vespa mit Alberto zu versöhnen und gemeinsam„in die Freiheit“ wegzufahren. Dafür riskiert er auch eine Regen-Verwandlung, um Alberto vor dem Gegner Ercole zu retten, der Seeungeheuer nur allzu gerne jagt.
Zum guten Schluss gewinnt Luca das Rennen („Silenzio, Bruno!“) für sich und Alberto, sodass sie nun stolze Besitzer einer alten, klapprigen Vespa sind, die bei der ersten Fahrt schon leicht zusammenfällt, aber für die Jungs tiptop ist.
Und wie reagieren nun Luca’s Eltern auf seinen Misstrauensbeweis? Hm… die sind so stolz auf ihren Vespa-Gewinner, sodass die Bestrafung ausfällt und außerdem, ja sie müssen es zugeben, gefällt ihnen das Leben und gute Essen an der italienischen Riviera. Es dauert keine paar Minuten, da gesellt sich auch Luca’s Oma zu ihnen, mit der Begründung, dass sie ihre Wochenenden schon lange hier verbringt, wodurch sie ihrer Tochter einen „unglaublich!“-Blick ins Gesicht zaubert.
Doch wie geht’s denn nun weiter? Giulia’s Schuljahr beginnt und sie wartet bereits am Zuggleis, um sich von ihrem Vater zu verabschieden. Auch Luca ist da und guckt traurig drein. Noch weiß er nicht, dass Alberto die Vespa verkauft hat, um ein Zugticket zu kaufen, denn Giulia konnte ihre Mama und Luca’s Eltern überzeugen, dass er mit zur Schule kommen und in dieser Zeit bei ihr wohnen darf. Doch was besorgt Luca denn jetzt noch? Dass ihm Alberto fehlt, und sein Freund nun keine Vespa mehr hat. Doch Alberto hat da keine Bedenken und denkt gerade schon daran, eine neue Vespa zu bauen, die dann fürs Wiedersehen im nächsten Sommer perfekt ist! -
„Luca“, Disney Pixar (Offizieller Trailer), 2021.(c) Disney Pixar
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Info:
salto.music-Empfehlung: „Luca“ Disney Pixar, 2021, (Disney+ ab 6+), Coming-of-Age, 95 min., zu sehen auf Disney+.
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