Gesellschaft | Sinich

„Es ist ein Anfang, immerhin“

Bei der Stadtviertelversammlung in Sinich informierte Präsident Fabrizio Cirolini über den Stand zur Falda und es wurde über den Gestank im Süden Sinichs diskutiert.
Fabrizio Cirolini Comittato Sinigo
Foto: Fabrizio Cirolini
  • Bei der Versammlung des Sinicher Stadtviertelkomitees vom 22. Jänner informierte Komitee-Präsident Fabrizio Cirolini die anwesenden Bewohnerinnen und Bewohner Sinichs über die bevorstehende Koordinierung baulicher Maßnahmen, die das Viertel künftig vor den Auswirkungen des Grundwasserspiegels – der Falda schützen sollen. Cirolini griff dabei jene Inhalte auf, über die SALTO bereits vergangene Woche berichtet hatte: die Wiederherstellung des Entwässerungsnetzes entlang des Corridoni-Kanals sowie den Wiederaufbau einer Pumpstation. Der konkrete Info-Abend zur Falda finde jedoch erst im Mai statt, nach Vollendung des Machbarkeitsprüfung. Die Grundwasserproblematik wurde bei der Versammlung von der Diskussion rund um die Geruchsbelästigungen im Bereich Sinich Süd. Im Fokus Stand die Firma RemTec, die unter anderem Klärschlamm und Grünabfälle verarbeitet.

  • Fabrizio Cirolini: „Ich werde keine Ruhe geben, bis das Problem nicht gelöst ist“ Foto: Fabrizio Cirolini
  • Das Problem der Geruchsbelästigung erfuhr im vergangenen Jahr bereits vermehrt Aufmerksamkeit. Die Meraner Bürgermeisterin Katharina Zeller initiierte bereits mehrere Treffen mit Betroffenen, technischem Personal und Vertretern des Unternehmens RemTec, um das Problem zu ergründen. Ursache schien die Verarbeitung von Klärschlamm zu sein. Cirolini erläuterte jedoch, dass ein Großteil der andauernden Geruchsbelastung weniger vom Klärschlamm selbst ausgehe, der per Lkw angeliefert werde, sondern vor allem von der Verarbeitung von Grünabfällen durch die Firma Erbbau.

    Die Falda blieb hingegen bewusst ein Randthema. Cirolini betonte, dass eine vertiefte Auseinandersetzung mit der komplexen Grundwasserproblematik einer eigenen Informationsveranstaltung vorbehalten sei. Diese ist für Mai vorgesehen, sobald das technisch-wirtschaftliche Machbarkeitsprojekt vorliegt. Auch wenn man die Problematik bereits seit Jahren hätte angehen können, merkt er an: „Es ist ein Anfang, immerhin. Auch wenn es Jahre dauern wird. Ich werde keine Ruhe geben, bis das Problem nicht gelöst ist“.

    Der zuständige Gemeindeabgeordnete Tommaso Cortellessa bestätigt die Zusammenarbeit mit der Laimburg. Bereits am 20. Jänner habe ein Treffen stattgefunden, bei dem die Problematik erneut vertieft worden sei. Dabei sei klar geworden, dass mehrere Kanäle – insbesondere im oberen Bereich von Sinich – geöffnet, erweitert oder instand gesetzt werden müssen. Für den 4. Februar ist laut Cortellessa eine weitere Begehung mit den Technikern der Laimburg angesetzt, um den Zustand der teils stark vernachlässigten Kanalabschnitte vor Ort zu überprüfen und einen möglichen Zeitplan für Reinigungs- oder Erweiterungsarbeiten festzulegen.