Gesellschaft | Falda Sinich

Operation Grundwasserspiegel

Startschuss für den Kampf gegen den hohen Grundwasserspiegel in Sinich. Vertreter der Gemeindeverwaltung Meran und Techniker versammelten sich zum Koordinierungstreffen.
Falda Grundwasser Sinich Titel
Foto: Tommaso Cortellessa
  • In Sinich nimmt die Koordinierung baulicher Maßnahmen, die das Viertel künftig vor den Auswirkungen des Grundwasserspiegels – der Falda – schützen sollen, nun Fahrt auf. Am 14. Jänner trafen sich Vertreter der Gemeindeverwaltung sowie Fachleute der Stadtwerke Meran, externe Planer und Fabrizio Cirolini, Präsident des Stadtviertelkomitees von Sinich, zum ersten Koordinierungstreffen des technisch-wirtschaftlichen Machbarkeitsprojekt (Progetto di Fattibilità Tecnico-Economica – PFTE) zu den Baumaßnahmen.

  • Startschuss für Planungsphase: Mitglieder der Meraner Gemeindeverwaltung, Techniker und externe Experten bilden den Arbeitstisch für die baulichen Maßnahmen gegen Sinichs Grundwasserproblem. Foto: Scala Roberto
  • Kanäle und Pumpen für Sinich

    Kern des bevorstehenden Projekts ist die Wiederherstellung des Entwässerungsnetzes entlang des Corridoni-Kanals sowie der Wiederaufbau einer Pumpstation in der Nähe des stillgelegten Sportteichs. Ziel ist es, die Auswirkungen des hohen Grundwasserspiegels in der Gemeinde Sinich – eines natürlichen Phänomens, das nicht beseitigt, aber kontrolliert werden kann – spürbar zu reduzieren. In diesem Zusammenhang soll auch das wiederkehrende Problem überfluteter Kellerräume, insbesondere im Bereich der Fermi-Straße, berücksichtigt werden. Für die Planungsphase wurden im Haushalt 2025 der Stadt Meran 170.000 Euro vorgesehen.

    „Wir bitten die Anrainerinnen und Anrainer um Geduld“, erklärt Gemeinderat Tommaso Cortellessa (Alleanza per Merano), der vom Vizebürgermeister Nerio Zaccaria mit der Begleitung des Projekts betraut wurde. Lokalaugenscheine und Eingriffe auf privaten Grundstücken oder Feldern durch Techniker, Ingenieure und Vermessungsexperten in den kommenden Wochen seien notwendig, um auf nachhaltige und wirksame Lösungen hinzuarbeiten. Dabei beruft sich der Gemeinderat jedoch stets auf einen nüchternen Blick: „Die Falda lässt sich nicht vollständig kontrollieren – ihre negativen Auswirkungen können aber gezielt abgemildert werden.“ Sollten keine unvorhergesehenen Verzögerungen auftreten, könne die erste Projektphase bis Frühjahr 2026 abgeschlossen und der Gemeinde übergeben werden. Damit wäre der Weg frei für die anschließenden operativen Schritte.

    Auch beteiligt an dem Treffen war Fabrizio Cirolini, Präsident des Stadtviertelkomitees von Sinich, der die Bevölkerung bei der nächsten Generalversammlung des Nachbarschaftskomitees am 22. Jänner über den Stand der Arbeiten informieren wird.