Kunst | Ausstellung

Der rote Faden

Im Rahmen der Ausstellung „Eduard Habicher. Memory in Motion“ sind seit Freitag vier große Skulpturen im Museion zu sehen. SALTO-Fotograf Othmar Seehauser war dabei.
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  • Wer auch immer mit dem Fahrrad auf der alten Trasse der Überetscherbahn auf der Höhe von Hochfrangart Richtung Eppan radelt, hat schon einmal einen echten „Habicher“ gesehen. Er schlängelt und windet sich auf der Höhe von Hochfrangart Richtung Eppan über den Radweg. Unweit davon kettert ein Original-Habicher die Felswand beim Schloss Sigmundskron empor.

  • Zeitgenössisches Kunstverständnis: Hab ich oder hab ich nicht? Habicher! Foto: Tiberio Sorvillo

    Eduard Habicher zählt zu den zentralen Positionen der zeitgenössischen Skulptur aus Südtirol mit internationaler Präsenz“, schreibt das Museion in einer Aussendung. Bekannt wurde der Künstler insbesondere durch großformatige Arbeiten im öffentlichen Raum und häufig dauerhaft an öffentlichen Orten oder in privaten Einrichtungen installiert, so etwa auch in der Fundación Pablo Atchugarry in Uruguay am Spreeufer in Berlin oder beim Campus des Europäischen Energieforums.
     

    Mit einer VR-Brille kann man das Atelier des Künstlers virtuell betreten und einen erweiterten Einblick in seinen Arbeitsraum gewinnen. 


    In der Museion Passage zeigt Habicher vier monumentale Skulpturen, die in einen direkten Dialog mit der Architektur des Museums treten. Sie tragen die Namen Hommage, Passage, Geöffnet-aperto und Pro-tetto und bestehen aus Industrieprofilen und Edelstahl. „Durch präzise handwerkliche Bearbeitung werden die ursprünglich standardisierten Materialien gebogen und geformt und entwickeln eine spannungsreiche Balance zwischen Masse und Leichtigkeit.“ Die charakteristische Farbgebung ist ein wiederkehrendes Element im Werk Habichers, dass irgendwie auch alle seine Skulpturen als verbindenden roten Faden zusammenführt.

    Ergänzt wird diese Ausstellung durch eine 360°-Virtual-Tour. Mit einer VR-Brille kann man das Atelier des Künstlers virtuell betreten und einen erweiterten Einblick in seinen Arbeitsraum gewinnen.