Das Tauziehen um die Polizei geht weiter

Sicherheit
Zwar hat die Landesregierung den Vorschlag von Ulli Mair durchgewunken, doch die Gemeinden sind unzufrieden: Auch das Verwaltungspersonal soll zum Korps gezählt werden.

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Die Ortspolizei soll umfassend aufgewertet, personell aufgestockt und besser ausgebildet werden: Dem entsprechenden Gesetzentwurf von Sicherheitslandesrätin Ulli Mair hat die Landesregierung bereits am 19. Dezember zugestimmt. Über ein Anreiz-System sollen die Gemeinden zur Umsetzung der Maßnahmen animiert werden. 

Der Präsident des Gemeindenverbands, Dominik Oberstaller, zeigt sich jedoch noch immer nicht einverstanden mit dem vorliegenden Entwurf. Zwar seien einige Änderungsvorschläge der Gemeinden angenommen worden, andere aber nicht. „Wir werden weiterhin mit der Landesrätin zusammenarbeiten, damit das Gesetz in der Praxis auch gut umsetzbar ist“, erklärt Oberstaller. 

Ulli Mair: „Mit dem Gesetzentwurf möchte ich Anreize schaffen, damit alle Gemeinden über eine Ortspolizei verfügen.“ Foto: LPA / Fabio Brucculeri

Künftig ist jede Gemeinde angehalten, über einen Ortspolizei-Korps zu verfügen, welcher von der Gemeinde selbst, von einer Bezirksgemeinschaft oder über eine übergemeindliche Zusammenarbeit geführt werden könne. Das könne vor allem für kleine Gemeinden eine interessante Lösung sein, betont Mair. Ein Korps setzt sich aus mindestens sieben Angehörigen der Ortspolizei zusammen, wobei Hilfs- und Verwaltungspersonal nicht zählen, und wird von einem Kommandanten geleitet.

Hier will der Gemeindenverband erreichen, dass auch Hilfs- und Verwaltungspersonal zum Korps der Ortspolizei zählen. Zudem fordert er, dass die Durchführungsverordnung zum Gesetz im Einvernehmen mit den Gemeinden erlassen wird. Laut Vorschlag von Mair werden die Gemeinden lediglich angehört. 

Ein Ortspolizist auf 1.000 Einwohner

Der Gesetzentwurf, der nun dem Landtag zur Begutachtung vorgelegt wird, sieht bezüglich der Anzahl an Ortspolizisten pro Gemeinde einen Richtwert von einem Beamten (Vollzeitstelle) auf 1.000 Einwohner vor. „Die aktuelle Personalausstattung in Südtirol liegt im Landesdurchschnitt bei etwa 1 zu 2.000, wobei die größeren Gemeinden und die touristischen Gemeinden vielfach heute schon den Wert von 1 zu 1.000 einhalten“, schildert Mair die aktuelle Situation. 

Um diesen Richtwert landesweit zu erreichen, soll das Budget für die Ortspolizei aufgestockt werden. „Sollte eine Gemeinde entscheiden, den Dienst nicht auszubauen beziehungsweise in einem bestimmten Ausmaß anzubieten, gibt es keine Sanktionen, aber auch keine zusätzliche Finanzierung“, erklärt Mair. Der Gemeindenverband wird über den Vorschlag diese Woche diskutieren und anschließend dem Gesetzgebungsausschuss des Landtags ein Gutachten vorlegen. 

Kommentare

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Salto User
opa1950 Di., 13.01.2026 - 19:00

Die lächerlichen Kommentare der Mair werden von Tag zu Tag unverständlicher. Aber sie wird es wohl nicht lassen können, immer wieder Werbung zu machen und meistens Niederlagen zu kassieren.

Di., 13.01.2026 - 19:00 Permalink
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Salto User
opa1950 Mi., 14.01.2026 - 08:04

Mair sollte sich um die Dinge kümmern (WOBi) für welche sie gewählt worden ist und zuständig wäre. Sie sollte sich nicht in Staats Sachen einmischen. Dazu ist sie auch nicht befugt,und das ist auch gut so. Nur noch lächerlich. In Südtirol wird ja sowieso schon mehr kontrolliert als im Rest von Italien.Also brauchen wir keine neuen Gesetze von Personen welche dafür überhaupt nicht zuständig sind.

Mi., 14.01.2026 - 08:04 Permalink
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G. D. Fr., 16.01.2026 - 16:03

Antwort auf von opa1950

„In Südtirol wird ja sowieso schon mehr kontrolliert als im Rest von Italien.“??
Was ist das denn für ein sinnfreies Geschwafel?
Sie sind wohl offensichtlich nie über unseren Landesgrenzen rausgekommen?
Egal in welcher Himmelsrichtung, da wird mehr kontrolliert, aufgehalten, bestraft als hierzulande.
Das gilt ab Salurn südwärts, Brenner nordwärts, östlich von Winnebach oder westlich vom Reschen. Aber auch in Frankreich, Spanien, Portugal, Deutschland, Belgien wird bedeutend mehr kontrolliert! Von der Schweiz gar nicht zu reden.

Fr., 16.01.2026 - 16:03 Permalink
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Profil für Benutzer Peter Gasser
Peter Gasser Mi., 14.01.2026 - 09:24

Zitat: „Sollte eine Gemeinde entscheiden, den Dienst nicht auszubauen beziehungsweise in einem bestimmten Ausmaß anzubieten, gibt es keine Sanktionen, aber auch keine zusätzliche Finanzierung“, erklärt Mair":

Lese ich richtig? Wozu dann das alles?
Heisse Luft, Beschäftigungstherapie des Landtages?

Wer will, darf, wer nicht will, muss nicht: alles wie gehabt.

Mi., 14.01.2026 - 09:24 Permalink
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Profil für Benutzer Manfred Klotz
Manfred Klotz Do., 15.01.2026 - 07:08

Da ist er wieder, der typische Südtiroler... „Mehr Sicherheit muss her... aber nicht mehr Kontrolle... und nicht bei mir“.
Einen Ausbau der Ortspolizei zur Verbesserung der öffentlichen Sicherheit befürworten aber 67 Prozent der Befragten im Rahmen der Studie zum Südtiroler Sicherheitsbarometer, die Ende Oktober 2025 vorgestellt wurde.

Do., 15.01.2026 - 07:08 Permalink