Mahnwache wegen leerer Versprechen
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Heute ab 19 Uhr veranstalten Climate Action South Tyrol, Bozen Solidale und Spazio Autogestito 77 eine Mahnwache auf dem Universitätsplatz in Bozen. Anlass ist die olympischen Fackel in Bozen und „das katastrophale Versagen, die Olympischen Spiele nachhaltig zu gestalten“, wie von der Regierung Meloni angekündigt war, sowie die sozialen Brennpunkte im Schatten der Olympischen Spiele.
Die Organisationen kritisieren Straßenbau, Infrastrukturprojekte und den hohen Wasserverbrauch. „Wälder mussten für Speicherbecken in Antholz und eine Bobbahn in Cortina weichen, die es nicht gebraucht hätte, da man auch jene in Innsbruck verwenden hätte können“, teilen sie in einer Aussendung mit.
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Weder beim Klima noch bei der Weltlage gebe es Grund zu feiern. Die Teilnahme israelischer Athletinnen und Athleten, trotz eskalierendem Nahost-Konflikt, entlarve die Doppelmoral des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), denn bei russischen zeige man sehr wohl Kante. Für das Spektakel würden enorme Summen an Geld investiert und gleichzeitig gebe es keinen Bruchteil davon für Winterquartiere für Menschen ohne Obdach in Südtirol. Deshalb fordern die Organisationen eine solidarische Gesellschaft, die für Menschenwürde und Menschenrechte die Fackel hochhalte.
Das Motto „schneller, höher, stärker“ stehe für eine zerstörerische Konkurrenzgesellschaft. Die Organisationen fordern eine Welt, die, in den Worten Alexander Langers, das olympische Motto umkehrt und proklamiert: „Lentius, Profundius, Suavius“ - langsamer, profunder, sanfter.
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Mahnwache
ab 19 Uhr am Universitätsplatz Bozen, organisiert von Climate Action South Tyrol, Bozen Solidale und Spazio Autogestito 77;
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Ich bin zwar nur in Gedanken anwesend, aber ich danke den Organisatoren für diese notwendige Veranstaltung. Allein das Geld, das Südtirol für Olympia zum Fenster hinausschmeißt, ist das Doppelte dessen, was man „großzügig“ den Lehrern genehmigen will.
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Super Idee. Mein Beitrag ist, dass ich dem ganzen „Specktakel“ so fern als nur möglich bleibe uns mir auch nix von alledem angucke.
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Die - von - O L Y M P I A -verseuchte - Bevölkerung + die d..... a...... Politiker die hoffen, vom blechenen Glanz zu profitieren werden bemerken, dass OLYMPIA schnell vorbei + die Beute im Vegleich zum hinaus-geschmissenem Geld recht mager ist!
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Warum hören wir trotz besseren Wissens nicht aus damit? Weil die Regel #1 lautet: Tue alles, was Profit macht, sonst fliegst Du raus! Damit muss jetzt Schluss sein. Dann haben wir endlich Zeit für die schönen Dinge des Lebens, in einer lebendigen Natur. Wir wollen Spiele statt Spektakel!
No CementOlympics!
Für ein gutes Leben für alle in einer lebendigen Welt! Für wirkliche Winterspiele.