Senza consenso è stupro.
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Zoe Trinchero aveva 17 anni quando appena una settimana fa è stata uccisa. È stata uccisa perché ha detto di NO. E il ragazzo rifiutato l’ha uccisa. Un copione noto: ecco quanto vale e quanto può costare il NO di una donna. Costa caro, a volte la vita.
Questa è la cultura dello stupro e del possesso e noi tutte ne siamo consapevoli, giorno dopo giorno.
Siamo consapevoli della cultura patriarcale che ci prevarica, ci domina, ci uccide. E passa proprio dal controllo dei nostri corpi. Ora si manifesta in un DDL che elimina il consenso come parametro per giudicare se ci sia stata o meno violenza.
- Che vuole avvantaggiare l’abusante anziché tutelare la donna.
- Che smaschera la cultura profondamente patriarcale, misogina e antifemminista dell’esecutivo.
- Che mette sul banco dellə imputatə chi ha subito violenza invece di chi l’agisce e
punta la lente d’ingrandimento sul comportamento della vittima (e non quello dello stupratore). -
La manifestazione
Nella giornata di ieri (15 febbraio) circa 300 persone hanno riempito Piazza Mazzini per dire no alle modifiche introdotte nel disegno di legge Stupri in discussione al Senato. Chi è sceso in piazza lo ha fatto convinto che questa modifica sia peggiorativa dell’attuale legge perché introduce il principio della “volontà contraria al rapporto sessuale”, snaturando di fatto la proposta di modifica, nata con al centro il concetto di consenso. La mobilitazione si è svolta contemporaneamente in tutta Italia, quella bolzanina è stata organizzata da Dire (Donne in rete contro la violenza) con i centri antiviolenza, le case delle donne, i sindacati, il sostegno della Commissione provinciale pari opportunità e altre associazioni.
Foto: Manuela Tessaro -
Sapevate che l’unico reato che viviseziona la vittima anziché l’attore del reato è la violenza contro le donne? Immaginatevi di subire il furto di un orologio: nessuno vi chiederà come mai l’avete indossato e perché non vi siete rifiutate di farvelo rubare. Mentre sì, ti chiedono se hai urlato abbastanza forte e possibilmente indossato dei jeans.
- Senza tener conto che nel 62% degli stupri lo stupratore è il partner della donna e la violenza avviene fra le mura domestiche, parte di un intreccio di violenze e manipolazioni.
- Senza tener conto di disequilibri di potere, anche se lo stupratore, nel 13%, è un amico o parente.
- Senza tener conto del freezing spesso fisiologico, anche se lo stupratore è uno sconosciuto.Senza consenso è stupro. Il resto è fuffa.
Perdere l’occasione per cambiare paradigma mettendo al centro il CONSENSO e anzi retrocedere concentrandosi sul DISSENSO è un messaggio chiaro alle donne: i vostri corpi ci appartengono. Sono a nostra disposizione e, se proprio non volete, potete dire NO e sperare di essere ascoltate e non uccise. Metaforicamente e letteralmente. Ancora una volta, l’ennesima, si usano i nostri corpi per limitare la nostra autodeterminazione e la nostra libertà. Siamo noi i soggetti che la società patriarcale ha deciso di sacrificare per garantire il proprio funzionamento, è su di noi che si scarica tutto il peso e la violenza: dal lavoro riproduttivo e di cura, al controllo dei corpi e ai femminicidi.
Ma noi non ci fermeremo.
Ja ist ja; Nein ist nein!…
Ja ist ja; Nein ist nein!
Wenn das nur so einfach ist/wäre.
(Klar. Wer Philosophie-, Kunst- und Mentalitätsgeschichte Grau gedacht hat, ist klar im Vorteil. )
Nun soll ein neues Gesetz, angestoßen von Laura Boldrini (PD), den Artikel 609 bis des Strafgesetzbuches ersetzen: Künftig muss Konsens ausdrücklich, freiwillig und während des gesamten sexuellen Aktes bestehen. Jede Form von Täuschung, der Ausnutzung besonderer Vulnerabilität sowie Handlungen unter Gewalt, Drohung oder Autoritätsmissbrauch wird gleichgestellt und unter Strafe gestellt.
Aber. Rechtsetzung und -durchsetzung sollten schon noch den eigenen wesentlichen Grundprinzipien, Standards, folgen.
Wie soll/kann das lebensnah und in der Praxis funktionieren?
Oder wie sich schützen?
Wie kann ausdrückliche, freiwillige und während des jeweiligen „sexuellen Akts“ (d.h. im it. Sinne, erste Berührung, auch im bekleideten Zustand, Kuss …) zu jedem Zeitpunkt bestehender klarer Konsens und anderes nachgewiesen werden?
Antwort auf Ja ist ja; Nein ist nein!… von △rtim post
„Wie soll/kann das lebensnah…
„Wie soll/kann das lebensnah und in der Praxis funktionieren?“
Ich glaube, es wirkt im ersten Moment komplizierter, als es im Alltag tatsächlich ist. Wir sind es einfach nicht gewohnt, Konsens so bewusst mitzudenken. Aber Gewöhnung heißt nicht Unmöglichkeit.
Konsens muss ja kein Formular sein, das man unterschreibt. Er kann lebendig sein. Spielerisch. Erotisch sogar.
Man kann Zustimmung wunderbar in die Dynamik einbauen. Zum Beispiel bei der ersten Berührung kann ein Moment des Innehaltens viel sagen. Man schaut sich an, kommt langsam näher und fragt leise: „Ist das okay?“ Dieses kurze Fragen nimmt nichts von der Spannung. Oft verstärkt es sie sogar, weil es zeigt: Ich achte auf dich.
Auch ist Dirty Talk dafür fast wie gemacht:
„Sag mir, dass ich weitermachen soll.“
„Willst du das?“
„Gefällt dir das?“
„Wenn du mehr willst, sag es mir.“
„Sag mir was du willst.“
„Sag meinen Namen, wenn ich weitermachen soll.“
Das ist kein bürokratischer Akt. Das ist Spannung. Das ist Aufmerksamkeit. Und es zeigt: Ich nehme dich ernst.
Auch nonverbal funktioniert viel, solange man achtsam bleibt. Ein deutliches Nicken. Aktives Mitmachen. Ein klares „Ja“. Und genauso wichtig: Ein Zögern, ein Erstarren oder ein leises „Moment“ ernst nehmen.
Viele Menschen fürchten die Frage nach dem Nachweis. Aber im Kern geht es nicht darum, jede Berührung juristisch zu protokollieren. Es geht um eine Haltung. Um das Prinzip: Zustimmung ist kein einmaliges Ticket, sondern etwas, das währenddessen weiterbestehen darf. Und auch zurückgezogen werden kann.
Das klingt neu, weil wir lange gelernt haben, Sexualität als spontanen, wortlosen Raum zu sehen. Doch eigentlich ist gute Intimität immer Kommunikation. Wer aufmerksam fragt, verliert nichts. Im Gegenteil: Es entsteht mehr Vertrauen. Mehr Sicherheit. Oft auch mehr Lust.
Vielleicht ist es also weniger eine Frage der Praktikabilität, sondern eine Frage der Kultur. Und Kulturen verändern sich. Anfangs fühlt es sich ungewohnt an. Mit der Zeit wird es selbstverständlich.
Ja ist ja. Nein ist nein.
Und dazwischen liegt die Fähigkeit, miteinander zu sprechen. Außerdem gilt dies schlussendlich für beide Seiten.
Antwort auf Ja ist ja; Nein ist nein!… von △rtim post
Zur Frage wie kann …
Zur Frage wie kann „bestehender klarer Konsens und anderes nachgewiesen werden?“
Im Strafrecht gilt weiterhin ein Grundprinzip: Die Anklage muss beweisen, dass eine Straftat vorliegt. Nicht umgekehrt. Niemand muss seine Unschuld aktiv dokumentieren.
Vor Gericht geht es in solchen Fällen selten um einen einzelnen Satz oder ein einzelnes „Ja“. Es geht um die Gesamtsituation. Um Indizien. Um Aussagen. Um Chatverläufe davor oder danach. Um Zeugenaussagen. Um medizinische Gutachten. Um das Verhalten der Beteiligten. Gerichte prüfen Glaubhaftigkeit, Widersprüche, Kontext, Dynamik.
Das ist übrigens heute schon so. Auch jetzt müssen Richterinnen und Richter klären, ob eine Handlung gegen den erkennbaren Willen einer Person stattfand. Die Idee eines ausdrücklichen Konsenses verschiebt lediglich den Fokus Weg von „Hat sich die betroffene Person genug gewehrt?“ (Opfer-Täter-Umkehr) hin zu „Gab es erkennbar freiwillige Zustimmung?“
Natürlich bleiben Beweisschwierigkeiten. Sexualstrafverfahren sind fast immer Aussage-gegen-Aussage-Konstellationen. Das ist keine neue Problematik dieses Gesetzes. Es ist eine strukturelle Herausforderung solcher Delikte.
Wie schützt man sich also praktisch?
Nicht durch heimliche Aufnahmen oder schriftliche „Verträge“. Sondern durch:
• klare Kommunikation
• kein Weitergehen bei Unsicherheit
• kein Ausnutzen von Alkohol, Druck oder Abhängigkeit
• Respekt vor einem Zögern oder Schweigen
Wer aktiv nachfragt und auf Reaktionen achtet, reduziert nicht nur rechtliche Risiken, sondern handelt auch menschlich verantwortungsvoll.
Am Ende wird vor Gericht nicht geprüft, ob jemand ein perfektes Konsens-Skript abgearbeitet hat. Sondern ob erkennbar eine freiwillige, selbstbestimmte Beteiligung vorlag oder eben nicht.
Recht kann nie jede intime Situation technisch absichern. Es setzt Leitplanken. Die eigentliche Sicherheit entsteht im Verhalten der Beteiligten.
Wo bleiben eigentlich die…
Wo bleiben eigentlich die Männer? Warum kommt von denen so wenig? Wo ist ihr Aufschrei? hat sich Manfred Zeisberger gefragt, denn es hat ihm gereicht, dass es alle so schlimm finden, aber nichts passiert.
Deshalb hat Zeisberger für 7. März eine Männerdemo gegen Männergewalt organisiert.
„Natürlich bringen nicht alle Männer Frauen um. Aber was machst du (Mann) konkret dagegen?“
https://www.moment.at/story/maennerdemo-gegen-maennergewalt/?utm_source…
Liebe Südtiroler, seid Zeisberger.....
Antwort auf Wo bleiben eigentlich die… von Herta Abram
Gute Frage, was kann ich…
Gute Frage, was kann ich Mann konkret dagegen machen?
Dass eine Männer-Demo auch nur einer Frau hilft, oder ein Leben rettet, glauben Sie aber nicht wirklich?
Also, was kann ich Mann konkret machen?
Im link hat Zeisberger…
Im link hat Zeisberger einiges angesprochen, was Mann konkret machen kann...
Und, Mann kann konkret:
Sich persönlich stark machen, dass die Arbeit mit Buben, Männern und Vätern selbstverständlicher Teil der südtiroler Grundversorgung wird. Genauso wie heute Familienberatung, Gewaltprävention, Elternarbeit, Jugendzentren und Suchthilfe als Infrastrukturstandard gelten müssen, müssen Angebote der Bubenarbeit, Männerberatung und Väterbildung für alle zugänglich sein. Die Situation heute ist noch unbefriedigend und unhaltbar.
Denn Angebote für Männer werden ja nur gefördert, wenn Männer Probleme machen, namentlich Angebote für gewalttätige Männer. Bei der Bearbeitung all der Probleme und Herausforderungen, die Männer auch haben, bleiben sie auf sich allein gestellt. - Diese Einbettung ist wichtig für die Einordnung: Es geht um eine Begründung, was Männerarbeit leisten muss, damit ein Nutzen für die ganze Gesellschaft erreicht werden kann."
- Angelehnt an Markus Theunert, Männerforscher: „Was Männerarbeit leisten muss, um der Gesellschaft zu nützen“.