Chronik | Olympia 2026

Helikopter statt Stau?

Heli-Shuttle statt Stau: Zum Sportevent in Antholz wird ein Helikopterflug ab Terenten vom Anbieter „Heli-Austria“ beworben.
Helikopter Antholz
Foto: IY/unsplash
  • „Save time. Travel in style.“ Mit diesem Slogan wirbt das Unternehmen Heli Austria derzeit für einen besonderen Shuttle-Service zu Oplympia in Antholz.

    Statt sich durch den Verkehr zu kämpfen und mit Parkplatzsuche abzumühen, sollen Besucherinnen und Besucher in Terenten in den Helikopter steigen und Antholz in nur zehn Minuten erreichen. „Schnell. Bequem. Eindrucksvoll“, heißt es im Facebook-Post. 

    Geboten wird eine spektakuläre Aussicht auf die Berge und auf den ewig-langen Stau im Tal. Hat das Heli-Unternehmen den Aufruf des Landes überhört, das die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln als beste Option für die Anreise empfiehlt?

  • Heli Austria: Das Luftfahrunternehmen hat die Empfehlung des Landes, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren, wohl überhört. Foto: DO/Salto
  • Auf der Website des Anbieters heißt es: „Ob für Einzelpersonen, Gruppen oder VIP-Reisende – wir bieten maßgeschneiderte Flüge, die Ihr Wintererlebnis unvergesslich machen, ohne dass eine offizielle Verbindung zu den Olympischen Spielen besteht.“ 

    Nach den Verkehrschaos-Wochenenden mit endlosen Blechkolonnen im Pustertal zu Anlass von Olympia – zuletzt wieder am Sonntag, obwohl das erste Stau-Wochenende bereits als Warnung hätte dienen können – scheint die Lösung nun gefunden: nicht mehr anstehen, sondern abheben. Mit dem Helikopter.

    So preisgünstig und nachhaltig wie die Anreise mit dem Zug ist die Option von Heli-Austria mit Sicherheit nicht.

  • Update: 18.02.26, 15:15 Uhr

    SALTO hat beim zuständigen Landesrat Daniel Alfreider um eine Stellungnahme zum Helikopter-Service zwischen Terenten und Antholz angefragt.

    Von dort wurden wir an die italienische Zivilluftfahrtbehörde ENAC verwiesen.

    Die ENAC wiederum verwies uns an das zuständige Regierungskommissariat: „Was die Flüge von und nach den Olympia Standorten angeht, haben wir auf Anfrage des Regierungskommissariats eine Flugverbotszone eingerichtet, mit Möglichkeit einer Genehmigung in Abweichung des Verbots durch das selbige Regierungskommissariat.“

    Wir haben beim Regierungskommissariat nachgefragt. Die Antwort ist noch ausständig...