„Galateos Stellungnahme völlig daneben“
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SALTO: Herr Achammer, wie nehmen Sie die aktuelle politische Diskussionskultur wahr?
Philipp Achammer: Die letzte Landtagssitzungswoche hat mich nachdenklich gestimmt. Ich bin seit fast zwölf Jahren im Landtag, und natürlich hat es immer kontroverse Debatten gegeben, wie etwa zur Mehrsprachigkeit im Unterricht oder zur Sportautonomie. Aber wir führen im Moment so polarisierende und überspitzte Debatten wie noch nie. Nicht nur im Plenum, sondern auch hinter den Kulissen und vor allem online. Begriffe und Schlagworte werden bewusst so verwendet, dass sie spalten. Ich habe zunehmend das Gefühl, dass sich eine Kluft auftut zwischen jenen, die sich eine sachliche Auseinandersetzung wünschen, und einer anderen Gruppe, die gezielt und immer mehr auf Polarisierung setzt, ganz einfach, weil sich Polarisierung in dieser Zeit gut macht.
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Der Hintergrund
Nachdem gestern die Soziale Mitte der SVP die Remigrations-Demo am kommenden Samstag kritisierte und der stellvertretende Landeshauptmann Marco Galateo die angekündigte Teilnahme von Landeshauptmann Arno Kompatscher rügte, gehen die Wogen in Südtirols Regierungskoalition hoch. Galateo hatte Kompatschers Teilnahme an der Gegendemo als „ziemllich unangemessenes Signal“ bezeichnet.
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Meinen Sie damit die Debatte um Remigration?
Die aktuelle Debatte um die sogenannte Remigration ist dafür ein gutes Beispiel. Wir bewegen uns auf einer Ebene, die gesellschaftlich zersetzend wirkt. Das ist sehr problematisch. Der Begriff „Remigration“ ist stark von extrem rechten Gruppierungen geprägt worden, insbesondere von Akteuren wie Martin Sellner. Das sind Konzepte, die mit unserem demokratischen Rechtsstaat nicht vereinbar sind. Wenn man mit solchen Begriffen kokettiert, treibt man ein gefährliches Spiel mit dem Feuer. Ich glaube persönlich, dass es eine Gegenbewegung dazu braucht, die deutlich macht: „Wir lassen das nicht zu!“
Was verstehen Sie unter Gegenbewegung?
Zivilcourage ist notwendig. Natürlich können Kundgebungen oder Proteste eine Form davon sein. Aber darüber hinaus braucht es eine klare Haltung der breiten Mitte. Früher hat man von einer „schlummernden Mitte“ gesprochen, die auf Ausgleich bedacht ist. Heute hört man diese Stimmen immer weniger, weil die Zuspitzung an den Rändern immer lauter wird. Es bräuchte mehr Menschen, die sagen: „Wir haben keine Lust mehr auf diese permanente Zuspitzung!“ Wir müssen trennende Themen hinter uns lassen und uns auf die Grundlagen besinnen: auf unsere Geschichte, auf wissenschaftliche Erkenntnisse und vor allem auf unseren Rechtsstaat.
Werden Sie selbst an der Gegendemonstration teilnehmen?
Ich habe an diesem Tag andere Termine. Aber meine Position ist klar: Ich habe mich in der Vergangenheit bereits deutlich gegen rechtsextreme Veranstaltungen ausgesprochen und bin dafür sogar von CasaPound angezeigt worden. Wie damals sage ich auch heute ganz klar: Ich warne all' jene Gruppierungen, die mit dem Begriff Remigration – mag man ihn mehr oder weniger extrem deuten – kokettieren, dieses gefährliche Spiel mit dem Feuer sofort zu lassen. Und das gilt auch für jene, die in der Regierungsmehrheit sitzen. Verfassungs- und rechtsstaatsfeindliche Tendenzen dürfen keinen Platz haben.
„Ich finde Kollege Galateos Stellungnahme völlig daneben“
Was werfen Sie jenen vor, die mit dem Begriff Remigration arbeiten?
Es ist problematisch, mit einem Begriff zu spielen, der in seinem Ursprung für Deportation und demokratiefeindliche Konzepte steht. Unser Rechtsstaat verfügt über klare Instrumente im Umgang mit Straftaten. Bedient man sich der Rhetorik eines Martin Sellners, in der Rhetorik von extremen Gruppierungen, spricht man von Deportation. Das halte ich für gefährlich.
In der Koalition gab es zuletzt Spannungen, etwa zwischen Vizelandeshauptmann Galateo und Landeshauptmann Kompatscher. Wie bewerten Sie das?
In Koalitionen treffen unterschiedliche politische Anschauungen aufeinander. Bei den Koalitionsverhandlungen – sei es bei jenen vor fünf Jahren mit der Lega als auch bei dieser mit den Fratelli d’Italia – haben wir uns auf eine gemeinsame Grundlage verständigt. Das war absolut nicht einfach. Wenn diese Grundlage nun infrage gestellt wird, muss man das klar benennen. Ich habe kein Problem, es klar zu sagen, wenn ich andere Positionen vertrete als Kollege Galateo beispielsweise, dessen Stellungnahme ich völlig daneben finde. Er verurteilt es, dass sich der Landeshauptmann der Gegendemonstration zum Aufmarsch am Samstag anschließt, ohne zuvor unmissverständlich klarzustellen, dass man verfassungs- und rechtsstaatsfeindliche Initiativen ablehnt. Das sollte für jede Regierungspartei, die dem Rechtsstaat und der Verfassung verpflichtet ist, selbstverständlich sein.
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Wie bewerten Sie die Situation innerhalb Ihres Zuständigkeitsbereichs als Landesrat für Bildung und Kultur?
Wir sehen uns mit großen Herausforderungen konfrontiert. Schule übernimmt nicht nur eine Bildungs-, sondern oft auch eine zentrale Integrationsfunktion, und das teilweise für ganze Familien. Der Aufwand an Elternarbeit und Begleitung ist enorm. Gleichzeitig stehen wir vor einer demografischen Entwicklung und einem Fachkräftemangel. Wir werden auch künftig auf Arbeitskräfte aus dem Ausland angewiesen sein.
Was bedeutet das für Politik und Gesellschaft?
Wir müssen Integration strukturierter angehen. Die Wirtschaft braucht Arbeitskräfte – aber wenn Menschen kommen, kommt meist auch eine Familie mit. Die Schule allein kann diese Integrationsleistung nicht stemmen. Deshalb brauchen wir eine stärkere Einbindung der Arbeitgeber: Sprachförderung, Begleitung, Tutoring-Modelle. Es geht um gesellschaftliche Integration insgesamt. Wer heute fordert, alle Migranten abzuschieben, übersieht, dass wir ohne sie in vielen Bereichen keine Arbeitskräfte mehr hätten.
Abschließend: Was wünschen Sie sich für die politische Debatte?
Mehr Klarheit und weniger Kokettieren mit extremen Positionen. Wer Verantwortung trägt, sollte sich eindeutig zum Rechtsstaat und zur Verfassung bekennen und sich klar von Konzepten oder Initiativen abgrenzen, die diesen feindlich gesinnt sind. Polarisierung mag kurzfristig Aufmerksamkeit bringen, aber sie schadet dem gesellschaftlichen Zusammenhalt.
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Frage an Achammer: Wer macht bzw. ist gerade dabei, durch eine Regierungskoalition die Rechten salonfähig zu machen?
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Die illegale Immigration ist nicht nur unter Rechten unbeliebt. Deswegen ist Meloni Ministerpräsidentin. Viele SVPler sehen das übrigens genauso (außer die dünne soziale Mitte). Die sollten sich mal unter ihren Mitgliedern umhören (bevor sie die letzten Wähler auch noch verlieren). Auch mit dem Verteilen der Flüchtlinge auf das ganze Land verschrecken sie noch weitere Wähler. Die STFler reiben sich schon die Hände. Der Applaus der Linksgrünen färbt sich im Wahlergebnis nicht ab. Wieso wohl hat die AfD solchen Zulauf?
Antwort auf Die illegale Immigration ist… von nobody
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Warum reden soviele immer mit, ohne den Begriff Remigration zu verstehen. Hier geht es nicht um bloßes Abschieben krimineller Straftäter mit Migrationshintergrund (selbst das ist rechtlich schwierig), sondern in Sellners Form um das Abschieben regulärer Staatsbürger, die sich strafbar machen und sogar „nicht assimilierte“ Staastsbürger...und wer hat den Sellner bei sich im Keller eingeladen? JWA! Und wer vertritt den Begriff genau in dieser Form immer wieder? Melanie Mair von der Stf unterstüzt von den den Pustrer Hinterhofnazis der Jungen Aktion.
Antwort auf Die illegale Immigration ist… von nobody
Migration ist zunächst, wenn…
Migration ist zunächst, wenn schon, irregulär. Widerrechtlich wird sie, wenn festgestellt worden ist, dass der Migrant die Voraussetzungen für das Bleiberecht bzw. Asyl nicht erfüllt. In diesem Moment ist er aber erfasst und wird auch - richtigerweise - abgeschoben. Remigration, wie sie sich die Rechtsextremen vorstellen, geht aber darüber hinaus und unterliegt, wenn ds Konzept nach deren Vorstellung umgesetzt werden würde, enormer Willkür.
Mit der Verteilung von Migranten werden Wähler nur verschreckt, wenn sie auf die Parolen von JWA und Knoll hereinfallen. Als billige Arbeitskräfte hat man sie aber dann gerne. Übrigens hat sich der Gemeindenverband für dieses Vorgehen ausgesprochen.
Antwort auf Migration ist zunächst, wenn… von Manfred Klotz
Seit HEUTE…
Seit HEUTE nachgewiesenerweise falsch.
Es gibt jetzt für Deutschland den Beschluss des Verwaltungsgerichts Köln das dem Verfassungsschutz verbietet die AFD als „rechtsextreme Bewegung“ einzustufen, zu bezeichnen und zu behandeln , denn die Voraussetzungen dafür lägen nicht vor.
Gleichzeitig stellt das Gericht klar dass der Begriff „Remigration“ eben nicht pauschal als verfassungsfeindlich ausgelegt werden kann d.h. wenn der Begriff z.B. im Wahlprogramm genutzt wird, dass nicht pauschal und auf jeden Fall die Abschiebung deutscher Staatsbürger mit Migrationshintergrund gemeint sei.
Auch ein weiterer Punkt wurde geklärt: Jeder der die deutsche Staatsangehörigkeit erwirbt ist unabhängig von seiner ethnischen Herkunft Teil des Volkes, was aber nicht ausschließt ethnisch- kulturelle Gemeinsamkeiten oder Unterschiede in den Blick zu nehmen.
Deswegen ist auch die Verwendung eines "ethisch kulturellen Volksbegriffs ( was der AFD oft zum Vorwurf gemacht wurde) in rechtlicher Hinsicht pauschal weder richtig noch falsch, es können soziologische, ethnologische oder historische Differenzierungen einbezogen werden.
Klar ein Urteil im Eilverfahren aber eine Klatsche, denn es ist wegweisend für das Hauptverfahren das sich noch jahrelang hinziehen kann und auch nicht das Ende der juristischen Auseinandersetzung sein wird.
Für die Diskussion zum Begriff „Remigration“ aber interessant.
Antwort auf Seit HEUTE… von Milo Tschurtsch
Wenn man der AFD das…
Wenn man der AFD das rechtsextreme abspricht, bleibt eine von Vetternwirtschaft gekennzeichnete Partei, mit einer Co-Vorsitzenden die zum Steuern sparen im Ausland lebt. Davon abgesehen lebt diese Frau in einer mit einer Frau aus Sri Lanka zusammenlebt, was eigentlich nicht erwähnenswert wäre, würden es deren Wähler bei der eigenen Tochter nicht ablehnen. Weiters sind da noch die geborene Herzogin von Oldenburg, die sich naturgemäß für die Belange des kleinen Mannes einsetzt, und eine Reihe von Männern mit Kontakten zur rechtsextremen Szene, weshalb die Partei ja auch ein rechtsextremer Verdachtsfall bleibt und vom Verfassungsschutz beobachtet wird.
Antwort auf Seit HEUTE… von Milo Tschurtsch
Zitat: „Es gibt jetzt für…
Zitat: „Es gibt jetzt für Deutschland den Beschluss des Verwaltungsgerichts Köln das dem Verfassungsschutz verbietet die AFD als “rechtsextreme Bewegung„ einzustufen, zu bezeichnen und zu behandeln , denn die Voraussetzungen dafür lägen nicht vor“:
diese Aussage ist mehrfach falsch.
Antwort auf Zitat: „Es gibt jetzt für… von Peter Gasser
Wieder einmal nicht auf dem…
Wieder einmal nicht auf dem Laufenden:-)
Antwort auf Wieder einmal nicht auf dem… von Milo Tschurtsch
„Die Entscheidung des Kölner…
„Die Entscheidung des Kölner Verwaltungsgerichts erging als Beschluss im Eilverfahren. Gegen ihn kann der Bundesverfassungsschutz Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen in Münster einlegen. Auch das Urteil in der Hauptsache steht noch aus, bis dahin kann es noch länger dauern.“
Auf gute Deutsch, nix entschieden
Die politisch Handelnden…
Die politisch Handelnden müssen endlich die Abschiebung straftätig gewordener Ausländer und noch besser den Stop massemhafter illegaler Grenzübertritte konsequent durchsetzen, dann entzieht man der extremen Rechten ihre Daseinsberechtigung.
Antwort auf Die politisch Handelnden… von Cicero
Klar und wie genau macht man…
Klar und wie genau macht man das? Vorschläge?
Antwort auf Klar und wie genau macht man… von borwell84
Entwicklungshilfen stoppen,…
Entwicklungshilfen stoppen, falls Länder ihre straffällig gewordenen Bürger nicht zurücknehmen, illgale Einwanderung jenseits des Mittelmeers stoppen und mit nordafrikanischen Staaten zusammenarbeiten (siehe Tunesien Deal) Albanien oder Ruanda Modell weiterverfolgen, notfalls Gesetze ändern und in letzter Konsequenz Menschenrechts- und Flüchtlingskonvention so anwenden, dass sie den mittlerweile vorherrschenden Gegebenheiten entsprechen.
Antwort auf Entwicklungshilfen stoppen,… von Cicero
Klar, Entwicklungshilfen…
Klar, Entwicklungshilfen stoppen ergo mehr Armut in den Herkunftsländern ergo noch mehr Flüchtlinge...wie konkret willst du die Flüchtlinge jenseits des Mittelmeeres aufhalten? Albanien? Du meinst das Modell, das von den Gerichtshöfen gestoppt wurde? Sehr vielversprechend...Menschenrechte so anwenden heißt also was für dich?
Antwort auf Klar, Entwicklungshilfen… von borwell84
Entwicklungshilfe nur…
Entwicklungshilfe nur stoppen, falls Rückführungen nicht möglich, weil Länder ihre Staatsbürger nicht aufnehmen wollen, das bedeutet nicht ein genereller Stop! Albanien Modell wieder reaktivieren und falls notwendig Gesetze so ändern, dass es auch vor Gerichten hält. Gesetze wurden von Politikern gemacht und können geändert werden. Ansonsten die Menschen in Nordafrika gar nicht erst auf das Mittelmeer lassen, falls sie auf See aufgegriffen werden an die nordafrikanische Küste zurück bringen und mit aller Macht verhindern, dass sie EU Boden betreten. Falls notwendig auch Push Backs. Natürlich können wir diese Grauslichkeiten alle lassen und weiter wurschteln in der Hoffnung, es wird schon irgendwie gut gehen… Schauen wir ubs Europa dann an, wenn in Deutschland das nächste mal gewählt wird und in Frankreich und in Großbritannien und und und…
Antwort auf Entwicklungshilfen stoppen,… von Cicero
Deutung und Wirklichkeit…
Deutung und Wirklichkeit lassen sich nicht so leicht unter einen Hut bringen. Der Tunesien-Deal hat im Grunde nur eines gebracht: Tunesien zig Millionen von Italien und der EU. Migranten aus Tunesien gibt es dennoch.
Antwort auf Klar und wie genau macht man… von borwell84
Man macht es mit dem…
Man macht es mit dem australischen Modell:
Boat people die angeben vom eigenen Staat politisch verfolgt zu werden (Definition von Asylsuche) außerhalb des EU Festlandes etwa auf Inseln Schutz gewähren ( den sie ja suchen wenn sie verfolgt werden) dort ihre Asylanträge bearbeiten ohne dass sie europäisches Festland betreten dürfen; dann verringern sich die Anträge von selbst, weil ja die Allermeisten das Asylrecht eh nur benutzen um illegal unter Zuhilfenahme der Mafia ( Straftat) einzureisen.
Ausländern mit Qualifikation temporäre oder permanente Visa ausstellen, wirklich Schutzbedürftigen wie Frauen, Kindern, Waisen, Alten, Kranken , Armen die sich keinen Schlepper leisten können in bestimmter Anzahl direkt aus Lagern aus humanitärer Gründen eine neue Heimat geben.
So macht man es , wenn man sich schon die Humanität auf die Fahnen schreibt.
Die Alternative ist das Mafia- basierte System das jungen Männern das Geld abknöpft indem ihnen das gelobte Land in der EU versprochen wird und die ihr Leben riskieren, wobei viele umkommen, während das Geschäftsmodell der Mafia blüht.
Wenn wir das wollen brauchen wir nur damit weitermachen.
Viele wollen das nicht, das sollte auch ein Herr Achhammer verstehen.
Antwort auf Man macht es mit dem… von Milo Tschurtsch
Zitat: „... außerhalb des EU…
Zitat: „... außerhalb des EU Festlandes etwa auf Inseln Schutz gewähren ...“: und welche „Inseln“ schweben Ihnen da vor?
Zitat: „... Ausländern mit Qualifikation ...“: aha... wer mir nutzt, dem Gewähre ich Schutz.
Als ich jung war, bedeutete (Entwicklungs-)Hilfe: wir nehmen Ausländer auf, bilden sie aus, und schicken diese dann in ihre Heimat zurück, um diese zu „entwickeln“... heute lese ich bei Ihnen anderes, genau umgekenrt: wir saugen (im postkolonialen Stil) ausgebildete Ausländer aus deren Ländern ab, sparen uns deren Ausbildung, und haben sie bereits fertig zur eigenen Nutzung... früher waren es Bodenschätze, heute sind es ausgebildete Menschen, die WIR WOLLEN.
Sie sagen es: „So macht man es , wenn man sich schon die Humanität auf die Fahnen schreibt“.
Dieser Kaffee schmeckt bitter...
Antwort auf Zitat: „... außerhalb des EU… von Peter Gasser
Wenn man will findet man…
Wenn man will findet man Inseln wo man Aufnahmezentren bauen könnte die wie gesagt nach bestimmter Zeit eh obsolet werden, weil der echte Asylgrund (Schutzsuche vor Verfolgung) in den allermeisten Fällen nur vorgeschoben ist und wenn eine illegale Einwanderung aufs Festland ausbleibt, von selbst aufhört. So wird der Mafia das Geschäftsmodell entzogen mit dem sie die Leute mit dem Versprechen aufs Meer locken, dass wenn sie einmal einen Fuß in die EU setzen konnten, so oder anders eh alle bleiben können. So ist ganz Europa mit einem Netz aus Schleppern durchzogen.
Und Ausländern mit Qualifikation gewährt man keinen Schutz sondern gibt ihnen Visa aus Arbeitsgründen, genau wie vielleicht unsere Kinder aus Arbeitsgründen mit Visa in die USA, Kanada oder Australien oder anderswohin gehen, das ist wohl logisch.
Wenn der Kaffee auch bitter schmeckt, die Alternative ist so weiterzumachen.
Und dieser Kaffee ist noch bitterer, für uns und für die Betroffenen.
Antwort auf Wenn man will findet man… von Milo Tschurtsch
Zitat: „Wenn man will findet…
Zitat: „Wenn man will findet man Inseln“:
Sie wollen ja, wo haben Sie nun diese Inseln gefunden?
Lassen Sie uns teilhaben...
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Zitat: „das ist wohl logisch“: das ist wohl IHRE Logik: den Entwicklungsländern die (zuhause) ausgebildeten Bürger abwerben, da wir uns deren Ausbildung im wahrsten Sinne des Wortes sparen wollen, die nicht ausgebildeten sollen zuhause bleiben, bzw. sich für uns auf Kosten derer Heimatländer ausbilden lassen: nennt sich doch Kolonialismus, früher holten wir uns deren Bodenschätze, heute deren ausgebildete Menschen.
Antwort auf Zitat: „Wenn man will findet… von Peter Gasser
Wie gesagt Australien…
Wie gesagt Australien schafft es seit Jahren, wir können das System kopieren oder so weitermachen.
Antwort auf Wie gesagt Australien… von Milo Tschurtsch
Welche sind nun die Inseln,…
Welche sind nun die Inseln, die Sie gefunden haben?
Antwort auf Wenn man will findet man… von Milo Tschurtsch
„(Schutzsuche vor Verfolgung…
„(Schutzsuche vor Verfolgung) in den allermeisten Fällen nur vorgeschoben ist“
Eine totale Fehleinschätzung, auf dem afrikanischen Kontinent, wie auch im Nahen und Mittleren Osten finden Völkermord und politische Verfolgung im großen Stil statt. Und selbst in Europa gibt es dies zur genüge, Kosovo, Bosnien, Ukraine usw.
Antwort auf Zitat: „... außerhalb des EU… von Peter Gasser
Nicht „wer mir nützt dem…
Nicht „wer mir nützt dem Gewähre ich Schutz“... Wer mir nützt dem soll die Möglichkeit zur freiwilligen legalen Einreise gegeben werden und wer schutzbedürftig ist, soll Schutz bekommen. Aber sind Gambier, Marokkaner, Algerier, Tunesier, Ghanaer, Senegalesen usw. wirklich schutzbedürftig? Oder müssen nicht viel mehr wir uns teilweise vor Menschen aus diesen Ländern schützen, nachdem sie bei uns „Schutz“ bekommen haben? Ich lese selten was von Einbrüchen, welche Sarner, Psairer, Unterlandler oder Puschtrer begangen haben... Auch von Messerstechereien am Bozner Bahnhof bei denen ein Terlaner einem Karneider versucht den Hals aufzuschlitzen lese ich jetzt nicht soooooo häufig...
„Ich habe zunehmend das…
„Ich habe zunehmend das Gefühl, dass sich eine Kluft auftut zwischen jenen, die sich eine sachliche Auseinandersetzung wünschen...“
...ja ich wünsche mir die sachliche und „gesetzliche“ Auseinandersetzung!
...diese wird leider mit der derzeitigen Behandlung der Straftäter und der daraus (nicht) folgenden Konsequenzen und des Frustes der Polizeiorgane im Leerlauf zu agieren ad absurdum geführt!
Nimmt jemand diese…
Nimmt jemand diese heuchlerischen Lippenbekenntnisse Ernst? Achammer koaliert mit diesen Leuten. Es ist scheinheilig, was er hier erzählt. Wäre es ihm ernst, würde er keine Koalition mit diesen Leuten unterstützen - tut er aber.
Achhammer ist die beste…
Achhammer ist die beste Lachnummer.
Scheinheilig- vielleicht…
Scheinheilig- vielleicht eine Stufe zur Heiligkeit. !?
Die Nähe zu den Weinbergünger macht sich bemerkbar!
Ein wesentlicher Grund,…
Ein wesentlicher Grund, warum immer mehr Menschen ins Extreme abrutschen, ist das Verhalten traditioneller Politiker wie Achammer. Sie hören ihren Wählern nicht zu, sondern belehren sie aus dem Elfenbeinturm heraus und glauben, es besser zu wissen.
Migration ist ein Beispiel davon: 59 % der Südtiroler fühlen sich durch Zuwanderung unsicher und wünschen sich wahrscheinlich weniger Migration. Und wie reagiert die Politik? Sie hat kaum etwas unternommen, um Migration weniger attraktiv zu machen. Im Gegenteil: Es werden Wohnungen bereitgestellt und umfangreiche finanzielle Leistungen gewährt, usw.
Was macht also ein eigentlich gemäßigter Bürger, der weniger Zuwanderung will? Er wählt Meloni. Und wenn selbst Meloni die Lage nicht in den Griff bekommt, wandert er weiter nach rechts, so lange, bis jemand verspricht, die Situation konsequent zu kontrollieren.
Wenn Herr Achammer weniger Extremismus will, sollte er endlich seinen Wählern zuhören und die Themen, die die Menschen tatsächlich bewegen, allen voran Migration, entschlossen in den Griff bekommen, dann wir CasaPound und co viel weniger interessant.
Antwort auf Ein wesentlicher Grund,… von Gabri
Sehr schlechte Ausrede…
Sehr schlechte Ausrede rechtsextrem zu wählen.
Antwort auf Sehr schlechte Ausrede… von Manfred Gasser
Stimmt, kommt aber auch…
Stimmt, kommt aber auch darauf an was man unter Rechtsextrem versteht. Meloni wurde auch von der Linken als Rechtsextrem abgestempelt, dabei ist sie höchstens mitte-rechts.
Antwort auf Stimmt, kommt aber auch… von Gabri
Ich verstehe unter…
Ich verstehe unter rechtsextrem ungefähr das was Sie schrieben: „....wandert er weiter nach rechts, so lange, bis jemand verspricht, die Situation konsequent zu kontrollieren. “
Das wird dann schon sehr sehr extrem......
Wer von Re-Migration…
Wer von Re-Migration daherschwafelt sollte zuerst mal die Finger von allen Gütern, Ressourcen, Leistungen und Produkten lassen, die dank jahrhundertelanger Ausbeutungssysteme ermöglicht werden.
Ausserdem is das alles einfach durchschaubares Theater und Narration. Es geht schlussendlich darum, dass ein paar tausend Leute jene Reichtümer für sich anhäufen, die der gesamten Welbevölkerung zustehen, und dafür bereit sind sehr schlimme Sachen in Umlauf zu bringen. Das ist keine Verschwörungstheorie, wer es erkennen will, muss nur die Narkose abschalten, anstatt sich mit selbsttrügerischen, kurzbeinigen Floskeln sich selber zu verhohnepiepeln.
Mahlzeit
Von Polarisierung…
Von Polarisierung profitieren am Ende vor allem die Extreme – und das nicht zufällig, sondern häufig nach einem klaren politischen Kalkül. In polarisierten Kontexten verschiebt sich der „Diskurs“ und der „Konflikt“ weg von sachpolitischen Lösungen hin zu Identitätskonflikten. Statt Argumenten zählen Zugehörigkeit und Abgrenzung, statt Problemlösung die Mobilisierung der eigenen „Wir“-Gruppe gegen ein „Die“-Lager. Besonders wirksam ist dabei weniger die inhaltliche (ideologische) Polarisierung als die affektive Polarisierung: die wachsende Abneigung gegenüber der jeweils anderen Seite.
Die Polarisierung ist medial gut nutzbar: Empörung, Zuspitzung und moralische Aufladung erzeugen Aufmerksamkeit – differenzierte Abwägung und langsame, mühsame Umsetzung sind langweilig. In einer Aufmerksamkeitsökonomie werden „Skandalisierung“ und „Konflikt“ belohnt. Wer es schafft, politische Debatten als existenzielle Kultur- oder Identitätsfrage zu rahmen, hat es leichter, Themen zu dominieren, Gegner:innen in Reaktionsmodus zu zwingen und die eigene Basis zu aktivieren – auch dann, wenn die tatsächliche Problemlösung ausbleibt.
Ich bin überzeugt, dass demokratische Politik nicht primär auf volatile Stimmungen reagieren soll. Sie soll Orientierung geben und die Grundlagen schaffen, um reale Probleme zu lösen. Teuerung, die Knappheit an bezahlbarem Wohnraum und Integrationsbearf sind klassische Felder, in denen schnelle symbolische Antworten zwar kommunikativ attraktiv sind, aber selten wirken. Der politische Prozess ist komplex, erfordert Koordination, Ressourcen und Zeit. Bei der Integration geht es nicht um Schlagworte, sondern um institutionengestützte Praxis: Sprachförderung, Anerkennung von Qualifikationen, Zugang zu Bildung und Arbeit, Wohnen, lokale Netzwerke – und um klare Regeln, die verlässlich umgesetzt werden. Ein großer Aufwand; wenn nicht gestützt oder zu wenig gestützt, gelingt die Integration nicht. Mit hohen sozialen und individuellen Kosten.
Demokratie braucht zwar Responsivität, aber eben nicht dauernde Anpassung an Tageserregungen, sondern als verlässliche Problembearbeitung. Wer stattdessen Politik als permanente Erregungssteuerung versteht, riskiert Zynismus, institutionelle Erosion und eine Spirale, in der die Extreme immer leichter behaupten können, „die da oben“ könnten oder wollten ohnehin nichts lösen. Beispiele, auch aktuelle, gibt es genug.
Ich bin nach längerem Nachdenken und vielen „Mikrobeobachtungen“ überzeugt, dass unsere „Ausländer:innen“ uns einen Spiegel vorhalten: Sie verdeutlichen, wie unsere Gesellschaft tatsächlich funktioniert. Wer neu in ein Land kommt, orientiert sich notgedrungen an dem, was hier „gilt“: Was wird an öffentlichen Orten oder am Arbeitsplatz toleriert oder gar gefordert? Wie beachten die Einheimischen Regeln und Gesetze? Wie funktionieren Behördenwege? Migration macht oft besonders deutlich, was für Einheimische mittlerweile unsichtbar geworden ist, weil sie diese Spielregeln längst internalisiert haben und die gesamte Palette beherrschen.
In diesem Sinn sind Migrant:innen nicht einfach „anders“, sondern reagieren – wie alle Menschen – auf das institutionelle und soziale Umfeld. Wenn Integration gelingt, dann auch deshalb, weil das System Einbindung ermöglicht (Sprache, Arbeit, Begegnung, Rechtsklarheit). Wenn sie stockt, zeigt das häufig nicht nur individuelle Defizite der Migrant:innen, sondern ganz besonders Systemdefizite: unklare Zuständigkeiten, lange bürokratische Wege, mangelnde Anerkennungsverfahren, segregierte Wohnmärkte oder fehlende Brücken in Vereine und Betriebe.
auch ich habe über die…
auch ich habe über die Polarisierung nachgedacht, und was die Ursachen hierfür sein könnten. Nach reiflicher Überlegung kam ich zu folgender Erkenntnis (vorab schicke ich voraus, dass das ist eine reine Beobachtung zu den möglichen Ursachen ist und also nichts zu meiner persönlichen Meinung über dieses Thema aussagt):
Die Polarisierung könnte vielleicht u.a. durch den Umstand, dass Personen, die in Südtirol eher auf der Sonnenseite des Lebens stehen, die Migration als weniger, kaum oder überhaupt nicht problematisch sehen, weil sie, von anderen so gefühlt, vielleicht sogar einen unmittelbaren Nutzen daraus ziehen, z.B. eine Arbeitskraft finden, die sie ansonsten nicht oder nur schwer finden würden... Ganz anders sieht es vielleicht bei Menschen aus, die nicht auf die Butterseite gefallen sind, und Tag für Tag hart um ihr Überleben kämpfen müssen, und das sind gar nicht so wenige in unserem Land... Diese arbeiten oft hart und erhalten dafür einen oft nicht der Arbeit angemessenen Lohn, wie wir ja aus Erhebungen, durch die Medien und durch persönliche Kontakte wissen. Jetzt kann man sich vorstellen, wie angekratzt diese Menschen bereits sind, da braucht es nur mehr wenig das Fass zum Überlaufen zu bringen... Gerade diese Menschen reagieren extrem sensibel auf mutmaßliche oder gefühlte Ungerechtigkeiten... Das ist die Brutstätte für extremistische Gedanken, weil es bei den Menschen Wut und Ohnmacht erzeugt... Das ist ein Gefühl der Hoffnungs- und Auswegslosigkeit und versucht sich durch solche Protestaktionen Luft zu verschaffen. Wenn gerade diese sich teils systembedingt in dieser Rolle befindenen Menschen durch ihren Überlebenskampf (und der ist für diese Menschen bei Gott nicht leicht), es durch harte Arbeit und Sparen zu einem kleinen, wenn auch bescheidenen Wohlstand bringen, dann ärgern die sich furchtbar, wenn immer wieder neue Gesetze zum Schutze jener erlassen werden, die gefühlt erst kaum oder wenig beigetragen haben, weil sie ja das Gefühl haben, dass sie durch ihr hart erarbeitetes Geld auch noch Steuern bezahlen müssen für jene, die, wie es oft in den Medien oder gesellschaftlich so kolportiert wird, ohne große Vorleistung nach relativ kurzer Zeit bereits in den Genuss von verschienenen Sozialleistungen kommen...
Menschen in unserem Land, die die Migranten brauchen, könnten dieses Gefühl so vielleicht nicht kennen, weil sie sozusagen die mutmaßlichen unmittelbaren Nutznießer davon sind, und von den weniger Privilegierten als jene gesehen werden, die im Verhältnis zu ihrem mutmaßlichen Nutzen einen gefühlt relativ kleinen Beitrag als Ausgleich für die dabei entstehenden Sozialkosten der Integration derselben beisteuern. So kann das Gefühl bei der vorhin genannten unterprivilegierten Bevölkerungsklasse (der Begriff versklavte Menschen wäre zu hart, und sollte daher in diesem Kontext nicht verwendet werden...) aufkeimen, nur für die Folgekosten dieses Phänomens aufkommen zu müssen, während die eigentlichen Nutznießer anderswo verortet werden.