Erster Erfolg für das Fixpreis-Abo
-
Das Mobilitätsressort von Landesrat Daniel Alfreider legt erstmals Zahlen zum Fixpreis-Abo im öffentlichen Nahverkehr vor: Das zum 1. Juni 2025 eingeführte Abo für 250 Euro im Jahr sei ein Zusatzangebot für Vielfahrende oder Pendelnde und kein Ersatz zum bisherigen SüdtirolmobilPass, der nun Flex heißt. „Letzterer ist weiterhin der ideale Tarif für all jene, die gelegentlich die öffentlichen Verkehrsmittel verwenden“, so ein Sprecher des Ressorts.
„Dieses Zusatzangebot ist wesentlich besser als in den beiden Nachbarprovinzen Trient und Tirol.“
Ein Blick auf die neuesten Zahlen zeigt, dass bereits 44.028 Fix365-Abos verkauft wurden, den Großteil davon haben Personen im öffentlichen Dienst bezogen. Denn dank des neuen bereichsübergreifenden Kollektivvertrags im öffentlichen Dienst bezahlte das Land das neue Fixpreis-Abo für sie. Das sind mit 34.135 beantragten Abos rund 78 Prozent der verkauften Tickets dieser Kategorie. Auch private Arbeitgeber bieten ihren Angestellten das Abo an und können die gesamten Kosten dafür steuerlich absetzen.
-
Laut Mobilitätsressort würde sich das Fixpreis-Abo für 20.000 bis 25.000 Personen anbieten. Das werde aus den vorliegenden Daten zum Mobilitätsverhalten der Personen mit SüdtirolmobilPass ersichtlich. Da alle Angestellten im öffentlichen Dienst das Abo kostenlos erhalten, erhöhe sich die potentielle Nachfrage auf rund 50.000.
„Dies bedeutet, es fehlen noch einige Tausend, die aufgrund des für sie persönlich aktuell günstigen Flex-Tarifs erst umsteigen werden“, erklärt der Sprecher. Die hohen Verkaufszahlen seien bereits ein großer Erfolg. Eine bestimmte Anzahl zu erreichen, sei dabei allerdings nie ein Ziel gewesen. „Das Ziel war ein attraktives Zusatzangebot. Und dieses ist wesentlich besser als in den beiden Nachbarprovinzen Trient und Tirol.“
-
Weitere Artikel zum Thema
Politik | Mobilität250 Euro weniger Pendlergeld
Wirtschaft | MeranMobilitätszentrum am Horizont
Wirtschaft | MobilitàFix 365 anche per le aziende
OFFENER BRIEF - https://www…
OFFENER BRIEF - https://www.ago-bz.org/de/aktuell/501?b=0
23.2.2026 - Antrag auf Ausweitung des kostenlosen Erhalts des Fix365 Passes von Südtirolmobil auf die gesamte Bevölkerung Südtirols...
Bozen, den 23.2.2026
Sehr geehrter Herr Landeshauptmann
Dr. Arno Kompatscher,
Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete,
die autonome Gewerkschaftsorganisation AGO ist der Ansicht, dass eine ernsthafte und konkrete Auseinandersetzung mit dem Thema öffentliche Mobilität in Südtirol und insbesondere mit der Notwendigkeit, das Fix365 Pass-Abonnement als strukturelle Maßnahme zur Verkehrsreduzierung, Eindämmung der Umweltverschmutzung und konkreten Unterstützung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer kostenlos auf die gesamte Südtiroler Bevölkerung auszuweiten, nicht länger aufgeschoben werden kann.
Bereits im Januar 2025 hatten wir darauf hingewiesen, dass es laut Daten der Arbeitsmarktbeobachtungsstelle in Südtirol etwa 245.000 Arbeitnehmer gibt: eine große Zahl von Menschen, die täglich zur Arbeit pendeln und damit unweigerlich das Verkehrsaufkommen beeinflussen, insbesondere in den großen Städten und auf den Zufahrtsstraßen zur Landeshauptstadt. Diese Tatsache weiterhin zu ignorieren bedeutet, das Problem der Mobilität im Land nicht an der Wurzel zu packen.
Wir nehmen die Einführung des Südtirol Passes zum Festpreis zur Kenntnis, halten diese Maßnahme jedoch für unzureichend und weit entfernt von einer echten Politik zur Förderung des öffentlichen Nahverkehrs. Außerdem ist die Ungleichbehandlung zwischen Einwohnern und Tourismusbranche offensichtlich: Besuchern werden zu Recht Instrumente wie der Guest Pass zur Erleichterung der Fortbewegung garantiert, während die hier lebenden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer weiterhin erhebliche Kosten für ihre täglichen Wege tragen müssen.
In einer Region, die sich durch mit die höchsten Lebenshaltungskosten des Landes, oft unzureichende Löhne und wachsende Schwierigkeiten bei der Bindung von qualifiziertem Personal auszeichnet, kann das Thema Mobilität nicht als zweitrangig behandelt werden. Der kostenlose öffentliche Nahverkehr wäre eine konkrete Maßnahme der territorialen Sozialfürsorge, die sich direkt auf die Kaufkraft der Familien, die Lebensqualität und die allgemeine Wettbewerbs-fähigkeit der Region auswirken würde.
Es muss außerdem betont werden, dass die bereits für bestimmte Gruppen von Angestellten des öffentlichen Dienstes geltende Kostenfreiheit sehr positiv aufgenommen wurde und sich in der Praxis als wirksam erwiesen hat, da sie die Kosten für den Weg zwischen Wohnort und Arbeitsplatz deutlich gesenkt und die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel gefördert hat. Es handelt sich um eine positive Erfahrung, die es verdient, ausgeweitet und nicht eingeschränkt zu werden.
Die Vorteile eines kostenlosen öffentlichen Nahverkehrssystems liegen auf der Hand: ökologische Nachhaltigkeit durch die Reduzierung des Pkw-Verkehrs und der CO₂-Emissionen, eine größere soziale Gerechtigkeit durch den erleichterten Zugang zu Arbeit und Dienstleistungen, insbesondere für wirtschaftlich schwächere Bevölkerungsgruppen, allgemeine wirtschaftliche Einsparungen durch die Senkung der direkten Kosten für die Nutzer und der sozialen Kosten im Zusammenhang mit Verkehr und Unfällen sowie eine verbesserte städtische und territoriale Effizienz mit weniger Staus, lebenswerteren Städten und Dörfern und funktionaleren Dienstleistungen.
Wir sind uns bewusst, dass eine solche Ent-scheidung Investitionen, eine Verbesserung des Dienstes und eine langfristige strategische Vision erfordert. Ein weiteres Aufschieben würde jedoch bedeuten, die bereits offensichtlichen Probleme zu verschärfen: Verkehrsstaus, beeinträchtigte Luftqualität, steigende Kosten für Familien und Verlust der Attraktivität der Region für Arbeit-nehmer.
Aus diesen Gründen fordern wir nachdrücklich, dass das Land konkrete Schritte unternimmt, um den kostenlosen Fix365 Pass auf die gesamte Bevölkerung Südtirols auszuweiten, indem sie einen ernsthaften Dialog mit den Sozialpartnern aufnimmt und nachhaltige, aber zeitnahe Lösungen findet.
Es ist eine Entscheidung für Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Verantwortung gegenüber der Zukunft Südtirols und gegenüber den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die jeden Tag für Entwicklung, Dienstleistungen und sozialen Zusammenhalt sorgen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr.Andreas Unterkircher
AGO-Obmann
335 69 02 375 - [email protected]
Stefano Boragine
Segretario Provinciale AGO
Tel.: 338 17 42 587 - [email protected]
Wird bei diesen 34.135 neuen…
Wird bei diesen 34.135 neuen, von den Steuerzahlern finanzierten Abo´s auch irgendwie nachverfolgt, wie, wann und wie oft sie benutzt werden?
Io sono uno dei 44.000…
Io sono uno dei 44.000. Pensavo seriamente di utilizzare molto di più l’autobus per andare al lavoro. Sulla carta ottime coincidenze e quindi tempi di percorrenza molto buoni. C’ho provato due volte e due volte la linea 120 era in ritardo pazzesco e di conseguenza ho dovuto attendere un ora per la successiva „coincidenza“.
Quindi trasporto pubblico NO grazie. Quando le coincidenze ritorneranno ad essere coincidenti ne riparleremo.