Impfpflicht. Aber wie?

Pflege & Gesundheit
Gesetz ist Gesetz, aber die Umsetzung der Impfpflicht für Pflege- und Gesundheitspersonal steht den lokalen Sanitätsbetrieben zu. Ein Lagebericht.

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Kommentare

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Profil für Benutzer Karl Trojer
Karl Trojer Fr., 09.07.2021 - 10:27

Mit der rigorosen Impfpflicht fürs Sanitätspersonal zu riskieren, dass wesentliche Sanitätsdienste mangels MitarbeiterInnen nicht mehr abgedeckt werden können, widerspricht dem verfassungsrechtlich gesicherten Recht auf Gesundheit.

Fr., 09.07.2021 - 10:27 Permalink
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Profil für Benutzer Peter Gasser
Peter Gasser Fr., 09.07.2021 - 10:45

Antwort auf von Karl Trojer

... dasselbe gilt für ungeimpfte Personen im Umgang mit Kranken und Risikopatienten; und mit dem Umstand, dass das Sanitätspersonal vermehrt ausfallen würde, wenn sich diese an der Delta-Variante ungeimpft gegenseitig infizieren: positive dürfen auch nicht arbeiten.
Ob der Staat hier vorausschauend eventuell doch richtig abgewogen hat?

Fr., 09.07.2021 - 10:45 Permalink
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Profil für Benutzer Maria Theresia Christandl
Maria Theresia… Sa., 10.07.2021 - 07:52

Als langjährige Krankenkenpflegerin, Brotverdienerin über dem Sanitätsbetrieb beobachte ich mit Bauchweh den Umgang mit unserem Berufsbild. So werden kritische bedachte Kolleginnen mit Stammrollenvertrag einfach strafsuspendiert ohne Gehalt und Rentenversicherung anbei meist Frauen. Es gibt Gründe warum sie sich nicht zwangimpfen lassen. Warum wird nicht eine Alternative angeboten wie einen Abstrich magari immer vor Dienstantritt oder alle 48 Std?? Langsam jedenfalls meine Herrschaften hier wirds brenzlig. Die gutmütig oder wie Sie es wollen die Gesetztreuen werden mehr Dienste schieben, die Nachtdienste mit weniger Personal besetzt, die Krankenstände zunehmen, die Patientenbetten reduziert. Wie ich informiert bin, wird sowas in keinem europäischen Staat praktiziert. Aber wie der ehrenwerte Gesundheitslandesrat Widmann äußerte, es gebe keinen Personalengpass im Pflegebereich. Wen wundert es, wenn noch mehr Claudianaabgänger/Innen das nahe Ausland besonders die Schweiz zum Arbeitsplatz wählen. Jedenfalls bitte Herr Landeshauptmann erklären sie dieses Problem zur Chefsache zugunsten dieser Berufsgruppe, denn inzwischen ist der Applaus verklungen. Meine Augen sind noch müde vom letzten Nachtdienst. Stoppen Sie diese arbeitsrechtlich sehr fragwürdige Suspendierung und wenden Südtirols Autonomiestellung an, Testen ja, bei Positivität bleibt das Personal daheim aber kein Impfzwang!

Sa., 10.07.2021 - 07:52 Permalink
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Profil für Benutzer gorgias
gorgias Sa., 10.07.2021 - 09:05

Antwort auf von Maria Theresia…

>So werden kritische bedachte Kolleginnen mit Stammrollenvertrag einfach strafsuspendiert ohne Gehalt und Rentenversicherung anbei meist Frauen. Es gibt Gründe warum sie sich nicht zwangimpfen lassen.<
Was hat denn hier bitte die Stammrolle zu tun? Fahrlässiges Verhalten bleibt fahrlässiges Verhalten. Was für Gründe meinen Sie überhaupt? Eigene gesundheitliche können es nicht sein Sofern jemand zu einer Risikogruppe gehört, gibt es keine Suspendierung.

>Warum wird nicht eine Alternative angeboten wie einen Abstrich magari immer vor Dienstantritt oder alle 48 Std?? <
Das ist kein gleichwertiger Ersatz zur Impfung.

>Wie ich informiert bin, wird sowas in keinem europäischen Staat praktiziert.<
In Frankreich schon.

Die Delta-Variante steht vor der Tür und man muss sich mit sowas herumschlagen.

Sa., 10.07.2021 - 09:05 Permalink
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Profil für Benutzer Manfred Klotz
Manfred Klotz Sa., 10.07.2021 - 11:52

Antwort auf von pérvasion

In der BRD beispielsweise gibt es zwar kein Gesetz, das Sanitätspersonal verpflichtet sich impfen zu lassen, aber einerseits sind wir uns glaube ich alle einig, dass dort die Mentalität verschieden ist (auch bezüglich ethischer Grundsätze) und zweitens braucht es so ein Gesetz gar nicht, denn es gibt dennoch bereits arbeitsrechtliche Konsequenzen, wenn sich Sanitätsbedienstete nicht impfen lassen.
„Wenn es überhaupt keine Einsatzmöglichkeiten mehr gibt für einen solchen Beschäftigten, der sich nicht hat impfen lassen, dann käme als schlimmste Konsequenz die personenbedingte Kündigung in Betracht.“ Prof. Richard Giesen, LMU München

Sa., 10.07.2021 - 11:52 Permalink
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Profil für Benutzer pérvasion
pérvasion Sa., 10.07.2021 - 12:18

Antwort auf von pérvasion

Hier ein Beitrag über die Situation in Deutschland: https://www.rnz.de/nachrichten/metropolregion_artikel,-kliniken-der-reg…

Selbst da wo härter durchgegriffen wird, geht es nur um die Entlassung nach der Probezeit und um die Verlängerung/Entfristung von Arbeitsverträgen. Geltende Arbeitsverträge scheinen nicht aufgehoben oder gar aufgekündigt zu werden. Die meisten Arbeitgeber beschränken sich auf nachdrückliche Empfehlungen und Anreize.

Wichtig ist (genau so wie übrigens in Frankreich), dass 80% der Belegschaft geimpft wird — nicht 100% wie hierzulande, wo man das Kind mit dem Bade ausschüttet.

Sa., 10.07.2021 - 12:18 Permalink
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Profil für Benutzer Peter Gasser
Peter Gasser So., 11.07.2021 - 10:48

es gibt jene, welche gern *in der Sache* argumentieren und den Disput lieben, und andere, welche den Streit ad personam suchen und - gern abwertend - *über andere urteilen*... aber so ist der Mensch...
.
... und auch dies - mit diesen anderen umzugehen und dabei gut & freundlich zu bleiben - ist eine wertvolle Übung, daher besten Dank.

So., 11.07.2021 - 10:48 Permalink
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Profil für Benutzer Stefan S
Stefan S So., 18.07.2021 - 10:28

So wie die Impfpflicht derzeit zaghaft in einigen Ländern angewandt wird hat diese keine messbaren Auswirkungen auf den Verlauf der Pandemie. Bisweilen ist hier keine logische Konsequenz zu erkennen und eine kleine bedeutende Berufsgruppe muss hier als Spielball der Politik herhalten. Das ist weder fair noch gerecht.

So., 18.07.2021 - 10:28 Permalink