„Auftrag an uns Verleger“
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„Es geht ja nicht ohne. Ich sag mal so, eine gewisse Schmiere braucht es im Leben, damit die Sachen weitergehen. Wichtig waren mir auch immer: gute Mitarbeiter, die Presse und natürlich meine Familie“, meinte Gottfried Solderer (1949-2021) einmal gegenüber SALTO auf die Frage, weshalb er trotz seines politischen Engagements, stets auch auf Humor setzte. Bei Donald Trump würde aber auch ihm das Lachen vergehen.
Ich wäre der Großbauer von St. Peter Lajen geworden.
[Gottfried Solderer]
Am Mittwoch, 25. Februar, fand im Filmclub Bozen der diesjährige Gottfried-Solderer-Abend statt. Als Kulturmensch hat Solderer, der Gründer der „ff“ und der Edition Raetia 2016 auf eine Aussage Donald Trumps reagiert. Dieser soll gesagt haben, der Geruch von Büchern mache ihn müde, worauf Solderer meinte, er verlege weiter Bücher, vielleicht werde Trump so schneller müde. Dies ist nicht geschehen.Welche Möglichkeiten der Reaktion es auf präfaschistische Tendenzen und Erpressungszölle gibt,war Thema der dritten Ausgabe des Gottfried-Solderer-Abends, unter anderem mit einem Gespräch über Solderers journalistisches Engagement mit Biografin Adina Guarnieri, einer Lesung von Yvonne Miracolo aus dem Buch „Faschismus auf dem Land“ und einem Gespräch mit Autorin Monika Mader sowie mit Gianluca Battistel über seinen Roman „Una settimana di luglio“. Im Anschluss folgte eine Podiumsdiskussion zum Thema Wir und Trump welche das Wochenmagazin ff demnächst als Hörfile auspielen wird.
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Der erste Teil des dritten Gottfried-Solderer-Abends im Filmclub in Bozen.
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