Gesellschaft | Mitbestimmung

„Was könnte man noch verändern?“

Der Jugendhaushalt legt den Turbo ein. Im März dürfen junge Menschen abstimmen, welche Projekte in ihrer Gemeinde umgesetzt werden.
Turbo der Jugendhaushalt Website
Foto: Forum Prävention
  • Das Projekt „Turbo - Der Jugendhaushalt“ ist bereits in vollem Gange. Ein Blick auf die offizielle Homepage des Projekts zeigt, dass in den 15 teilnehmenden Gemeinden der „Turbo“-Modus aktiviert wurde, denn die Liste von Projekten wird immer länger. Von einer neuen Playstation 5 für den Jugendtreff in Eppan, über den Generationen-Garten in Algund, bis hin zum Freestyle-Ski-Trainingspark in Gargazon, ist alles dabei. 

    Die Idee des Jugendhaushalts: Alle Interessierten können Ideen und Projekte einreichen, die der Jugend in ihrer Gemeinde zugute kommen. Nach Schluss der Einreichfrist stimmen die jungen Leute im Dorf dann darüber ab, welche Projekte umgesetzt werden sollen. Für die Umsetzung stellen die 15 teilnehmenden Gemeinden aus dem Haushaltsbudget bis zu 50.000 Euro bereit.

    Bis zum 28. Februar können noch Projekte und Ideen eingereicht werden. Im März kommt es dann zur Abstimmungsphase, in der die Jugendlichen der jeweiligen Gemeinden darüber abstimmen, welche Projekte realisiert werden sollen. Florian Pallua, Koordinator der Fachstelle Jugend beim Forum Prävention und Koordinator des Projekts „Turbo - Der Jugendhaushalt“ erklärt, worauf es bei der Ideenfindung im eigenen Dorf ankommt.

  • Worauf kommt es an bei Turbo?

    Florian Pallua: „Oft sind es die kleinen Momente, die ein Dorf ausmachen“. Foto: Andy Odierno

    „Der Sinn des Jugendhaushalts ist die Vernetzung sowohl von Teilnehmenden als auch von jungen Menschen innerhalb und zwischen den Gemeinden“, so Pallua. Zudem gehe es darum, ungenutzte und vergessene Orte im Dorf wieder zu entdecken und für die Jugend nutzbar zu machen. Um Ideen zu finden, „sollte man mit dem Gedanken durch das Dorf gehen: was könnte man noch verändern?“. 

     

    „Wenn man die Idee einer anderen Gemeinde gut findet, kann man sich jedoch auch von dieser inspirieren lassen“

     

    Wichtig sei dabei, dass nicht auf einen Schlag die perfekte Idee gefunden werden muss. Pallua betont: „Oft sind es die kleinen Momente, die ein Dorf ausmachen“. Darüber hinaus könnten alle voneinander lernen: „Wenn man die Idee einer anderen Gemeinde gut findet, kann man sich auch von dieser inspirieren lassen“.

  • Zur Teilnahme

    Egal ob Schülerin oder Schüler, Lehrkraft, Trainer, Elternteil, Organisation oder Verein: Alle können eine Idee einreichen. Das Einreichen von Ideen und Projekten ist bis zum 28.02.2026 möglich. Dies kann auch ohne Angabe von Namen erfolgen. Alle Informationen zur Einreichung finden sich auf der Homepage des Projekts.

  • Im März werden die Siegerprokjekte gekürt

    Nach Ende der Einreichfrist werden ab Mitte März im Zuge von zwei Abstimmungsrunden die Siegerprojekte für die jeweiligen Gemeinden gewählt. Die Wahl findet ausschließlich online für Gemeindeansässige zwischen 14 und 25 Jahren statt. Zentral ist die Auswahl der Siegerprojekte, die im Dorf umgesetzt werden sollen. Zudem sollen dann die sogenannten „out of budget“-Ideen ausgewählt werden, welche die Gemeinde bei Interesse weiterbringen könne.