Politik | Bozen

Überlastete Seilbahn wegen Hochsaison

Bürger*innen fordern einen exklusiven Zugang für Einheimische bei der Rittner Seilbahn. Die Situation sei untragbar, erklären sie in einem offenen Brief.
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Foto: Foto Salto.bz
Zwischen Oberbozen und Bozen ist eine Initiativgruppe entstanden, die sich in einem offenen Brief an die zuständigen Stellen gewandt hat, um einen Vorschlag zur Verbesserung der Situation all jener zu unterbreiten, die sich häufig zwischen Oberbozen und Bozen hin- und herbewegen müssen, um den unterschiedlichsten Verpflichtungen wie Arbeit, Familie, Gesundheit oder Ausbildung nachzukommen.
Auslöser ist der große touristische Andrang bei der Rittner Seilbahn. Deshalb schlägt die Initiativgruppe einen exklusiven Zugang für Personen mit Südtirol-Abo / Pass vor, da Einheimische regelmäßig in „touristischen Warteschlangen feststecken“.
 
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Warteschlangen: Die Initiativgruppe schlägt einen exklusiven Zugang für Personen mit Südtirol-Abo / Pass vor. (Foto: Initiativgruppe)
 
Immer wieder seien sie mit dringenden Verpflichtungen vor die Wahl gestellt, das Auto zu nehmen, obwohl sie das nicht möchten (oder weil sie keines haben), sich wegen der Warteschlange an der Seilbahn zu verspäten oder die Warteschlange zu überholen, obwohl es dazu viel Mut brauche und Unbehagen und Risiken damit verbunden seien.
„Um zu vermeiden, dass der wachsende Unmut immer größer wird, braucht es beim Einchecken eine Priority-Spur für Südtirol-Abo / Pass, und das in beide Richtungen und möglichst zeitnah. In Venedig wird das bereits praktiziert, an den Flughäfen ebenso“, erklärt die Initiativgruppe.