Chronik | Stau im Pustertal

Nicht berücksichtigte Aspekte

Vor dem olympischen Biathlon-Wettbewerb am Sonntag kam es zu kilometerlangen Staus Richtung Antholz. Die Reaktion von Landeshauptmann Arno Kompatscher.
Kompatscher entschuldigt sich
Foto: Seehauserfoto
  • Der Ärger war gestern bei einigen Biathlon-Fans groß: Viele von ihnen kamen erst in die Südtirol Arena, als das Rennen schon längst begonnen hatte. Der Grund? Erhebliche Probleme bei der Zufahrt nach Rasen-Antholz.
     

    „Wir versuchen jetzt herauszufinden, welche Maßnahmen wir für die nächsten Rennen ergreifen müssen“

  • Überlastete Belastung: Antholz im Ausnahmezustand. Mehr Chaos als bei der WM. Foto: SALTO

    Bereits am Vormittag war die Pustertaler Straße zwischen Brixen und Olang stark überlastet. Zusätzliche Verkehrsprobleme verursachte ein Autounfall im Raum Bruneck. Deshalb wechselten viele Besucherinnen und Besucher im Pustertal vom Auto auf öffentliche Verkehrsmittel. Laut Plan sollten Reisende mit dem Zug bis zum Bahnhof Olang fahren und dort in Shuttlebusse zur Arena im Antholzer Tal umsteigen. 

    Die reguläre Anreise mit den Öffis verlief allerdings nicht so reibungslos wie zuvor angekündigt – das erlebten gestern unter anderem zwei SALTO-Redakteure hautnah mit. Auch auf der Rückfahrt von Rasen-Antholz nach Bruneck kam es laut vieler Betroffener zu längeren Wartezeiten auf den Straßen.

    Landeshauptmann Arno Kompatscher, der ebenfalls bei der Mixed-Staffel in Antholz vor Ort war, erklärt sich die Verkehrsprobleme folgendermaßen: An „gewöhnlichen“ Wettkampftagen während des Weltcups würden etwa 5.000 Besucher mit mindestens 100 Bussen zur Südtirol-Arena anreisen. Gestern seinen es aber nur sechs gewesen, da die Tickets für die Olympischen Spiele zentral verkauft werden, während es für den Weltcup eine Kaufoption für die Kombination aus Busfahrt und Ticket für das Rennen gibt. „Diesen Aspekt haben wir nicht berücksichtigt. Gestern konnte ich nicht mehr tun, als mich für die Verkehrssituation zu entschuldigen. Wir versuchen jetzt herauszufinden, welche Maßnahmen wir für die nächsten Rennen ergreifen müssen“, so Kompatscher.