Politik | Bürgermeister

Fünf weniger für die SVP

Update: Nicht fünf, sondern sieben Bürgermeister hat die SVP weniger. Bisher: In sechs Gemeinden verliert die SVP ihren Bürgermeistersessel, einen kann sie dazugewinnen.

Update: Nicht fünf, sondern sieben Bürgermeister hat die SVP insgesamt weniger. Das verkündete Parteiobmann Philipp Achammer auf einer Medienkonferenz am Montag Vormittag.

101 Bürgermeister stellte die SVP in den 109 Gemeinden, in denen am Sonntag gewählt wurde. Nach dem aktuellen Stand – Bozen und Meran zum Beispiel sind noch dabei, die Stimmen auszuzählen, in Leifers wird es zur Stichwahl kommen, während in St. Ulrich Neuwahlen anstehen – sind es derzeit nur noch 89. In sechs Gemeinden hat die SVP ihren Bürgermeisterkandidaten nicht durchsetzen können, einen Bürgermeister konnte sie dazu gewinnen.

Sterzing, Innichen, Niederdorf, Prad am Stilfserjoch, Natz-Schabs und Freienfeld werden in den nächsten fünf Jahren von einem Dorflisten-Bürgermeister regiert. In Sterzing setzte sich der abtrünnige SVP-Bürgermeister Fritz Karl Messner mit seiner Bürgerliste “Für Sterzing Wipptal” und 54,4% der Stimmen gegen Dietrich Thaler durch. Auch im Gemeinderat erhielt Messners Liste 48,8% der Stimmen. In Innichen gewann Rosmarie Burgmann von der Bürgerliste Innichen-Lista Civica San Candido mit 57% gegen den amtierenden SVP-Bürgermeister Werner Tschurtschenthaler durch. Im Gemeinderat hält die SVP jedoch mit 51,3% der Stimmen die Mehrheit. Burgmanns Bürgerliste kam auf 35,5%, die Liste INTICA auf 7,4 und “Noi per San Candido-Wir für Innichen” 5,8%. Niederdorf wird weiterhin von Kurt Ploner regiert. Jedoch nicht mehr für die SVP, sondern mit einer eigenen Liste, “Niederdorf bewegen” konnte Ploner 50,2% der Stimmen auf sich vereinen. Im Gemeinderat hingegen erhielt die zweite deutschsprachige Bürgerliste von Hubert Trenker 41,6%. “Niederdorf bewegen” kam auf 40%, die SVP hingegen nur 14%. In Prad war der amtierende Bürgermeister Hubert Pinggera nicht mehr zur Wahl angetreten. Karl Bernhart von der Bürgerliste “Gemeinsam für Prad”, der bereits 2010 zur Bürgermeisterwahl angetreten war, erhielt 36,8% der Stimmen und ist somit neuer Prader Bürgermeister. Auch in Natz-Schabs hat ein Bürgerlisten-Vertreter das Rennen gemacht. Andreas Unterkircher gewann mit ganzen vier Stimmen Vorsprung die Wahl gegen den amtierenden Bürgermeister Peter Gasser. Auch bei den Vorzugsstimmen für den Gemeinderat ging das Rennen knapp aus. 607 Stimmen erhielt die Bürgerliste Natz-Schabs, 605 die SVP Natz-Raas-Viums. Die SVP Schabs-Aicha erhielz 368, die Süd-Tiroler Freiheit 78 und die Freiheitlichen 41 Vorzugsstimmen. In Freienfeld wurde Peter Faistnauer von der Freien Liste Freienfeld Wipptal zum neuen Bürgermeister gewählt. Der amtierende Bürgermeister Armin Holzer war nicht mehr angetreten. Faistnauer erhielt 37% der Stimmen, die SVP-Kandidaten Oswald Mair und Alfred Sparber je 35% und 27,4%. Im Gemeinderat erzielt die SVP einen Sitz mehr als noch 2010 und kommt nun auf 15 Sitze. Die Freie Liste hingegen verliert einen Sitz und behält deren fünf.

Salurn hingegen ist jene Gemeinde in der die SVP zum ersten Mal den Bürgermeister stellt. Es ist Roland Lazzeri, der auf 52,3% der Stimmen auf sich vereinen konnte.

Insgesamt gibt es südtirolweit 36 neue Bürgermeister.